Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?6178

Stellenbosch (queer.de) - Das nationale südafrikanische Forschungszentrum Sacema will eine groß angelegte Beschneidungskampagne für Männer starten, da auf diese Weise in den nächsten 20 Jahren rund eine Millionen weniger Menschen an Aids sterben müssten. "Südafrika könnte am meisten von Beschneidungen profitieren, da es hier eine extrem hohe HIV-Infektionsrate gibt und nur sehr wenige Männer beschnitten sind", so Sacema in einer Pressemitteilung. Das Institut beruft sich dabei auf Studien, nach denen das Risiko der HIV-Übertragung bei Beschnittenen um bis zu 60 Prozent niedriger liegt. Mehrere afrikanische Länder haben bereits vor einigen Monaten gemeinsam mit den Vereinten Nationen beraten, wie die Zahl der Beschneidungen in ihren Länder erhöht werden kann (queer.de berichtete). Sacema warnte aber davor, dass die Beschneidung kein Allheilmittel sei, sondern dass nur Kondome bei Geschlechtsverkehr vor einer Übertragung des Virus schützen könnten. In Südafrika sind 5,5 der insgesamt 45 Millionen Bürger HIV-positiv, unter ihnen überproportional vielen junge Menschen. (dk)



11 Kommentare

#1 MoritzAnonym
  • 22.12.2006, 12:25h
  • Beschneidungen, die nicht medizinisch nötig sind, sollten vermieden werden!

    Wie die entsprechenden Personen schon sagen, können nur Kondome zuverlässig schützen. Wenn man aber eh ein Kondom tragen muss, braucht man sich auch nicht beschneiden zu lassen. (sofern es da überhaupt einen Zusammenhang gibt)

    Beschneidung nur aus medizinischen Gründen, aber niemals wegen Religion o.ä.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 SvenAnonym
  • 22.12.2006, 12:35h
  • Als das Beschneidungen die Infektionsrate senkt, davon habe ich noch nie gehört.

    Gibt's dazu mal eine verständliche Erläuterung?
    Denn einen Zusammenhang kann ich mir nicht vorstellen!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 splattergayAnonym
  • 22.12.2006, 12:57h
  • Der Virus ist sehr empfindlich gegen Umwelteinflüsse und wird an der Luft sehr schnell inaktiv. Unter der Vorhaut ist er besser geschützt und bleibt länger aktiv. Wahrscheinlich ist die Schleimhaut bei Unbeschnittenen auch empfindlicher. jedenfall nehme ich an, daß das die Gründe sind. Genaueres weiß ich auch nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 DragonwarriorAnonym
  • 22.12.2006, 14:01h
  • splattergay hat recht....

    der grund ist die unterschiedliche beschaffenheit der schleimhäute unter der vorhaut bzw. der eichel.
    bei unbeschnittenen männern ist die haut einfach nicht so stabil, wie bei beschnittenen.

    insofern ist eine derartige kampagne in ländern wie südafrika, in denen kondome nicht wie bei uns für jeden jederzeit verfügbar sind, absolut gerechtfertigt .

    diesbezüglich greifen die argumente von moritz eben nicht.

    nixdestotrotz, auf beschneidung alleine kann man sich nicht als schutz verlassen - und das behaupten diese kampagnen auch überhaupt nicht.

    hierzulande sollte mann kondome benutzen. egal ob beschnitten oder nicht.
    fertig und aus die maus...

    ich arbeite als aids-berater und hab gerade eben wieder jemandem sagen müssen, dass es ihn erwischt hat.

    junx und männers: passt aufeinander auf, nicht nur auf euch selber, sondern auch auf eure partner...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 JanAnonym
  • 22.12.2006, 20:08h
  • Ist inzwischen mehrfach untersucht und stimmt:
    Beschneidung reduziert die Ansteckungsgefahr um
    etwa 50%. Allerdings _nicht_ bei Analverkehr
    sondern nur bei Vaginalverkehr. Bei Analverkehr
    ist die Ansteckungswahrscheinlichkeit unverändert.
    Daher in Afrika wo die AIDS-Ausbreitung
    vorwiegend durch heterosexuellen Verkehr
    stattfindet eine sehr sinnvolle Maßnahme. Zu
    berücksichtigen bleibt jedoch, dass eine
    Beschneidung in solchen Ländern auf Grund der
    geringen Hygiene ebenfalls gefährlich ist, doch
    werden die Nachteile aufgrund der hohen
    Verbreitung von HIV dort durch die Vorteile mehr
    als aufgewogen, da ja die Ansteckungsgefahr
    gleich um die Hälfte abnimmt.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 DragonWarriorAnonym
  • 23.12.2006, 08:46h
  • @ jan

    also warum das jetzt nen unterschied beim analverkehr gegenüber dem vaginalverkehr machen soll ist für mich nicht nachvollziehbar...

    hast du da mal quellen?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 JanAnonym
#8 DragonWarriorAnonym
  • 23.12.2006, 18:42h
  • @ 7

    Anthony Fauci, Direktor des Instituts für Allergie und Infektionskrankheiten am NIH (...) betonte, dass verminderte Infektionsrisiko gelte nur für heterosexuellen Geschlechtsverkehr, bei anderen Ansteckungswegen wie verunreinigten Spritzen oder Analverkehr biete die Beschneidung keinen Schutz.

    na toll, wenn ich mir ne spritze in den arm jage bietet die beschneidung keinen schutz... puh dafür brauch ich nun wirklich keine studie.

    was mich interessieren würde wäe, WARUM das was für vaginalen geschlechtsverkehr gilt, nicht für analen sex gelten soll...

    verält sich hier die schleimhaut anders? das leuchtet mir nicht ein.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 dragonwarriorAnonym
  • 23.12.2006, 18:54h
  • ich kann zwar überall die zitate von fauci finden, nirgends aber vernünftige erklärungen WODURCH dieser unterschied zustande kommt...

    und das ist der punkt an dem ich dann beginne - aus guter (schlechter) erfahrung mit studiendesigns - zu hinterfragen, bis ich ne vernünftige antwort bekomme...

    ist diese frage überhaupt geklärt worden??
    oder ist fauci da einfach eine "unsaubere" formulierung rausgerutscht...
  • Antworten » | Direktlink »
#10 splattergayAnonym
  • 24.12.2006, 10:49h
  • Wahrscheinlich wurden für die Studie einfach nur Heterosexuelle untersucht und deshalb wurde diese Aussage getroffen, bevor man bei einer tödlichen Krankheit Unsafer-sex provoziert.
  • Antworten » | Direktlink »