Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?6198

Bern (queer.de) - Diese Wochen lassen die ersten Frauenpaare und Männerpaare ihre Partnerschaft nach dem neuen schweizerischen Partnerschaftsgesetz eintragen. Lesbische und schwule Paare können damit seit dem 1. Januar ihre Partnerschaften ähnlich regeln und absichern wie heterosexuelle Paare.

Die Schweizerische Schwulenorganisation PINK CROSS, die Lesbenorganisation Schweiz LOS sowie Organisation für Eltern von Lesben und Schwulen FELS freuten sich schon, bevor die ersten Paare beim Zivilstandsamt auftauchen: "Viele Schwierigkeiten, Rechtsunsicherheiten und Hindernissen, denen sich lesbische und schwule Paare bis heute ausgesetzt sahen, lassen sich mit dem neuen Rechtsinstitut nun lösen. Das neue Gesetz dient aber auch allen Alleinlebenden Lesben und Schwulen, indem es Homosexualität endgültig vom Status der `privaten Peinlichkeit' erlöst und den Homosexuellen in der Schweizer Gesellschaft einen offiziellen Platz zuweist."

Das neue Partnerschaftsgesetz wurde im Juni 2005 durch eine Volksabstimmung angenommen. 58 % der Bevölkerung stimmten damals der Regelung zu. (cs)



39 Kommentare

#1 manni2Anonym
  • 02.01.2007, 18:01h
  • Guck mal Angie, sogar die Schweiz ist nun fortschrittlicher als Deutschland......Schäm dich Angie!!!!!!!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 JanAnonym
  • 02.01.2007, 18:54h
  • Wieso ist die Schweiz denn fortschrittlicher als
    Deutschland? In beiden Fälle gibt es keine
    vollwertige Gleichstellung mit der Ehe sondern
    eine gesonderte "Homo-Ehe" mittels separatem
    Gesetz.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 BebeAnonym
  • 02.01.2007, 19:12h
  • Ich wünsche der Schweiz das gleiche wie Deutschland:

    Das eines Tages ein Nachfolgegesetz alle Unterschiede verschwinden lässt!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 gerdAnonym
  • 02.01.2007, 20:26h
  • Erstmal ein Frohes Neues Jahr an die Queer-Redaktion, auf dass Ihr hier weiterhin gute Artikel schreibt.

    In die Schweiz gehen auch meine Glückwünsche, insbesondere nach Andy und seinen Freund in Zürich.

    Damit hat es ein weiteres Land in Europa geschafft, staatlicherseits homosexuelle Paare, die zum Standesamt gehen, anzuerkennen; dies freut mich.

    Die Schweiz ist auch weiter als Deutschland, da es auch steuerrechtlich homosexuelle Paare anerkennt; während wir weiterhin in der Erbschafts-und Schenkungssteuer, in der Grunderwerbssteuer und in der Einkommenssteuer wie Fremde behandelt werden und "fett" an den Staat Steuern zahlen dürfen, obgleich wir wie Ehepaare unterhaltsrechtlich finanziell füreinander einstehen, zivilrechtlich gleichgestellt sind und dadurch den Staat sozialrechtlich entlasten.

    Die steuerrechtliche Anerkennung wird seit Jahren vom CDU-dominierten Bundesrat blockiert.

    Daher ist die Schweiz ein Stück weiter als Deutschland, da bei uns die steuerrechtlichen Fragen nicht gelöst werden. Aber immerhin sind Deutschland und die Schweiz viel weiter als Österreich, das wiedereinmal anderen Ländern in Europa"hinterhertrottet".
  • Antworten » | Direktlink »
#5 FischAnonym
  • 02.01.2007, 20:34h
  • Hätte in Spanien oder Dänemark eine Vorlage ausgearbeitet werden müssen, welche vor dem Volk ein positives Votum hätte finden sollen... Es geht natürlich einfacher, wenn eine Parlamentsmehrheit dies über die Köpfe der Leute hinweg durchdrücken kann. Aber ist das etwa fortschrittlicher oder gar demokratischer? Und kann man ernsthaft noch behaupten, dass es in Westeuropa konservativere und fortschrittlichere Länder gibt?

    Das neue Gesetz in der Schweiz setzt in allen Bereichen Gleichheit zur Ehe, jedoch mit einer Ausnahme. Es gibt keine Adoption.

    Ich persönlich halte eine vollständige Gleichstellung im Erb- und Steuerrecht für wahrlich wichtiger als ein Kampf um Adoptionsprinzipien und das Wort der Ehe.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Axel BerlinAnonym
  • 02.01.2007, 22:06h
  • Hampi ist vermutlich bereits auf Hochzeitsreise, weil man von ihm in dieser Sache nichts hört.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 AndyAnonym
  • 02.01.2007, 22:16h
  • Lieber Jan
    Hier muss ich dich korrigieren. Das schweizerische Partnerschaftsgesetz bringt für homosexuelle Paare die gleiche Rechte und Pflichten wie für heterosexuelle
    Ehepaare. . z,B.
    Erb- & Steuerrecht, Besuchsrecht, Zeugnisverweigerungsrech, Unterstützungspflicht, Gemeinsame Rente und Pension, Ausserdem erhalten ausländische Partner aus visumspflichtigen Länder eine Aufenthaltsbewilligung, sowie eine erleichterte Einbürgerung. Eine Ausnahme
    gibt es wohl noch und zwar die Adoption
    von Kindern ist ausgeschlossen, ausgenommen es handelt sich um eigene
    Also so weit von der Gleichstellung sind wir nicht mehr entfernt.
    Gruss aus Bern
  • Antworten » | Direktlink »
#8 MaxxiAnonym
#9 Georg FalkenhagenAnonym
  • 03.01.2007, 01:10h
  • Das Schweizer Homo-Ehe-Modell ist in einer Beziehung tatsächlich gerechter als das deutsche: Bei der Erbschaftssteuer erfolgt dort eine Gleichbehandlung mit "richtigen" Ehepaaren, während in unserem, diesem Lande eingetragene Lebenspartner - die in der Regel schon sehr lange zusammen leben - im Erbfall immer noch wie Fremde behandelt werden. Das ist in der Tat unchristlich, wenn dem Überlebenden nach dem Tod des geliebten Menschen auch noch ein fetter Erbschaftssteuerbescheid ins Haus flattert!

    Auch bei der Einkommensteuer bekleckern sich Frau Merkel und Herr (Kurt) Beck nicht gerade mit Ruhm: Im Gegensatz zu allen anderen EU-Ländern, die eine eingetragene Partnerschaft haben, gibt es immer noch keine Gleichbehandlung (Splittingtarif). Dies wirkt sich dann bei der Hartz-IV-Gesetzung geradezu als Verhöhnung der Betroffenen aus, in dem Homos - egal ob verpartnert oder nicht - zusammen veranlagt werden ("Bedarfsgemeinschaft"). Gelingt es dann einem der beiden einen Job zu finden - was ja angeblich das Ziel der "Agenda 2010" ist - wird der Glückliche mit der für Singles geltenden Einkommensteuerklasse 1 "belohnt", darf aber trotzdem weiterhin für seinen Partner aufkommen. Dies stellt zweifellos eine schreiende Ungerechtigkeit dar, denn Heteros können schließlich (echt) heiraten und kriegen bekanntlich auch immer seltener Kinder. Betroffenen (unverpartnerten) empfehle ich dringend die Ratgeberseite des LSVD

    typo3.lsvd.de/206.0.html#3419

    zu konsultieren.

    Dass der Splitting-Tarif meiner Meinung nach abgeschafft werden sollte, steht dabei auf einem anderen Blatt. Übrigens: In der Schweiz zahlen Ehe- und nun auch Homopaare höhere Einkommensteuern als Singles.

    Natürlich ist es auch unbefriedigend, dass wie hier bisher weder Kinder adoptiert werden dürfen noch zu Methoden der künstlichen Fortpflanzung gegriffen werden darf. Es bleibt eben dabei: Nur die komplette Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule gewährt das Menschenrecht, so leben und lieben zu dürfen, wie Gott uns schuf; dafür zu kämpfen lohnt sich, was man daran sieht, dass wir dies nun schon in 3 EU-Staaten erreicht haben.

    Zu den Waffen, GaynossInnen! Natürlich ohne Gewalt versteht sich, denn unsere Waffe ist das Wort.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 manni2Anonym
  • 03.01.2007, 08:44h
  • An Jan...

    dann informiere dich nochmals...in Deutschland gibt es mehr Pflichten als Rechte!!

    Was in der Schweiz nicht der Fall ist.

    Ehe hin Ehe her..die selben Rechte sind wichtig!!!!!!!!!
  • Antworten » | Direktlink »