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Die lesbische Schauspielerin Maren Kroymann spielt eine ältere Frau in einer SM-Beziehung mit einem 16-Jährigen.

Von Carsten Weidemann

Elsa Seifert (Maren Kroymann), eine erfolgreiche Bewährungshelferin, geht vollständig in ihrer Arbeit auf. Sie lebt mit Raimar (Markus Völlenklee), dem Vater der gemeinsamen Tochter Daniela, zusammen. Ausgelöst durch den Auszug der Tochter bekommt Elsas tägliche Routine Risse. Jahrzehntelang bewährte Handlungsabläufe leuchten ihr nicht mehr ein. Stattdessen reagiert sie empfänglich auf alles, was ihr ein neues, intensives Lebensgefühl verspricht.

Als der junge Straftäter Jan (Kostja Ullmann) ihr neuer Proband wird, sieht sich Elsa seinem unverhohlenen Angebot, sich ihr sexuell zu unterwerfen, ausgeliefert. Sie gerät in einen Sog, dem sie sich nicht entziehen kann. Elsa lässt sich auf das Wagnis mit Jan ein. Beide zelebrieren, inszenieren ihre Sehnsüchte und schaffen so ihren ganz eigenen sexuellen Kosmos. Dabei gerät ihr Leben zusehends aus den Fugen.

Im Film schafft es Regisseurin Angelina Maccarone, ein eindringliches Bild zweier Menschen zu zeichnen, die sich ihrer tiefen Sehnsucht, Angst und Begierde stellen. Gesellschaftliche Konventionen zählen nicht mehr, und die Grenzen zwischen Liebe und Schmerz, Hingabe und Abhängigkeit verschwimmen.

Mit "Fremde Haut" ("Unveiled") konnte Regisseurin Angelina Maccarone im vergangenen Jahr große Erfolge feiern, u.a. erhielt sie den Hessischen Filmpreis für den "Besten Spielfilm des Jahres 2005". "Fremde Haut" erhielt eine Lola-Nominierung (beste weibliche Hauptrolle) sowie zahlreiche internationale Festival-Auszeichnungen wie den "Great Jury Prize" des Image Nation Film Festival Montreal und den Preis für "Best Narrative Feature" beim Seattle Film Festival. 2006 erhielt sie für "Verfolgt" den "Goldenen Leoparden" (Cinéastes du présent) in Locarno.

Maren Kroymann, bekannt aus komödiantischen (auch Eigen-) Produktionen in TV und auf der Bühne ("Nachtschwester Kroymann", "Mein Leben und ich", "Nicht ohne meine Schwiegereltern"), in "Verfolgt" hochsensibel, mutig und schauspielerisch hervorragend als Elsa Seifert. An ihrer Seite überzeugt Kostja Ullmann, der bereits mit 22 Jahren auf Produktionen zurückblicken kann wie z.B. "Sommersturm" (Kino, 2003), "Schliemann und Sophie" (TV 2006). Für "Heimliche Liebe" (TV, 2005) erhielt er den Studio Hamburg Nachwuchspreis.

04.01.2007



#1 CarhelanAnonym
  • 05.01.2007, 10:20h
  • Habe gestern bereits in meiner Tageszeitung eine Kritik zu diesem Film gelesen. Endlich mal ein Streifen, auf den ich mich wieder freuen kann. Kostja Ullmann fand ich schon in Sommersturm extrem lecker! Hoffentlich läuft der Streifen auch in meinem Heimat-Kaff:)
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