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Kathmandu (queer.de) - Nach dem Ende des Regimes von König Gyanendra setzen sich nun Nepals maoistische Rebellen für die Unterdrückung von Homosexualität ein. Die kommunistische Führung, die nach langjährigem bewaffnetem Kampf im vergangenen Jahr Teil einer Mehrparteienregierung geworden ist, wolle gegen "sozialen Schmutz" kämpfen, zitiert der "Indo-Asian News Service" hochrangige Vertreter. So forderten Aktivisten Hausvermieter ultimativ auf, Wohnungen nicht an Schwule oder Lesben zu vermieten. "Wir wollen niemanden hinausschmeißen", so der ehemalige kommunistische Kommandant des Kathmandu-Tales, der unter seinem Kampfnamen Sagar bekannt ist. "Wir wenden uns aber gegen anormale Aktivitäten, die die Gesellschaft verunreinigen."
Maoistenführer: Homosexualität ist "Nebenprodukt des Kapitalismus"
Die einzige Homo-Gruppe des Landes, die Blue Diamond Society, hatte sich zuvor mit dem obersten Kommunistenführer Dev Gurung getroffen. Der bezeichnete im Gespräch Homosexualität als "Nebenprodukt des Kapitalismus". "Unter sowjetischer Führung – und auch als China noch kommunistisch war – gab es dort keine Homosexuellen", so Gurung. "Im Kapitalismus blüht auch die Homosexualität auf, wie man in diesen Ländern sieht. Es ist ein also ein Nebenprodukt des Kapitalismus. Im Sozialismus existiert das Problem dagegen nicht." Ein Sprecher der Blue Diamond Society nannte die Entwicklung "entmutigend". Aktivisten der Homo-Gruppe hatten im vergangenen Jahr an der Seite der Maoisten gegen den diktatorisch regierenden König Gyanendra protestiert, der daraufhin der Machtteilung zustimmte. Er hatte Schwule, Lesben und Transsexuelle jahrelang brutal verfolgen lassen. (dk)



Queer-Aktivisten in Kathmandu festgenommen

Rückschlag in Nepal: Bei einer Demonstration für die Einführung von Personalausweisen für Transgenders wurden am Dienstag über 70 Aktivisten festgenommen.
Nepal feierte erste CSD-Parade

Live-Blog aus Kathmandu: Friedlich, ohne Zwischenfälle und trotz strömenden Regens zogen am Mittwoch Hunderte Transgenders, Schwule und Lesben durch die Hauptstadt Nepals.
Erste CSD-Parade in Nepal angekündigt

In Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, soll am 25. August der erste Pride-Marsch in der Geschichte des Landes stattfinden.

29 Kommentare

#1 Axel BerlinAnonym
  • 09.01.2007, 12:30h
  • Sozialismus und Kirche haben doch eine wesentliche Gemeinsamkeit. Sie verfehlen die humanitären Zielsetzungen ihrer Gründer durch totalitäres Machtstreben kleingeistiger politischer und religiöser Funktionäre im Rahmen abscheulicher Personenkulte mit Lebenden und Toten.
    Im Grunde verfechten sowohl der Sozialismus als auch die relligiöse Organisationen die Grundidee des totalitären Kapitalismus - Ausbeutung der Gemeinschaft zum Wohle, nur eben zum Wohle der Funktionäre.
    Neuestes Beispiel dazu bietet der sozialistische Kapitalismus in China.
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#2 BlackhawkAnonym
#3 hwAnonym
  • 09.01.2007, 13:51h
  • @ Axel Berlin

    ..ja so mag ich das. der steuerfahndende
    ethik-sadhu aus berlin (?).
    als buddhist macht es mich sehr betroffen, das dieser mann weder herkunft und folge des bisher 500-jährigen kapitalismus noch die folgen der widersprüche verstanden hat.
    da hat deine selektive wahrnehmung schon mehr gehalt, führt sie doch zu lohnenden überlegungen zum thema machtmissbrauch. machtkartelle, trusts, weltbank, mafia, funktionärscliquen, u.ä..
    wenn wir weltweit die toten der letzten 12 monate nehmen, unter berücksichtigung des zahlenmaterials von uno, amnesty international, human rights watch, u.a. ngos
    haben wir ein recht treffendes bild zu den orten von abscheulichkeiten und den cliquen, die ganze volkswirtschaften zermalmen können, wenn es ihren börsenspekulationen gefällt.
    dev gurung spekuliert mit dumpfem populismus. ich wünsche den schwulen in
    nepal als realistischen schritt freiräume
    wie sie in china in den letzten jahrzehnten entstanden sind.
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#4 yibahAnonym
  • 09.01.2007, 13:57h
  • Wobei im sozialistischen Kapitalismus in China eine deutliche Lieberalisierung abläuft (allerdings ist die chinesische Gesellschaft traditionell sehr schwulenfeindlich).

    Schwulenfeinlichkeit an bestimmten politischen Richtungen festmachen zu wollen? Es gibt höchstens Wahrscheinlichkeiten: vor allem Nazis und auch Rechte sind eher feindlich, Liberale und Linke eher freundlich gesonnen. Ausnahmen bestättigen die Regel. Weshalb mir pauschale politische Bekundungen auch eher suspekt sind.
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#5 redforceAnonym
  • 09.01.2007, 14:20h
  • @Blackhawk: Solche Tshirts habe/trage ich zwar nicht, finde die Aussage aber trotzdem sch*** von dir!

    Und was diese Verrückten in Nepal da machen, ist einfach nur schlimm... :( Aber das Volk ändert sich halt nicht so schnell: Auch wenn die Regierung ausgewechselt wird, die Menschen im Land mit all ihren geprägen Vorurteilen bleiben die gleichen
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#6 tux2006Anonym
  • 09.01.2007, 14:52h
  • Dies Vollidioten! Die haben das auch noch nicht begriffen, das Homosexualität etwas natürliches ist!

    Nur das auch sonst immer wieder Sozialismus mit Kommunismus verwechselt wird, finde ich auch erschreckend.
    Naja, vielleicht merkt man es irgendwann mal, das es da einen Unterschied gibt. Ich denke mal, das bei den diesjährigen Präsidentschaftswahlen in Frankreich die Sozialisten gewinnen, vielleicht bekommen dann mal ewig gestrige den Unterschied mit.

    Übrigens: auch bei der BW gibt es Idioten:
    www.neues-deutschland.de/artikel.asp?AID=103180&IDC=16
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#7 madridEUAnonym
  • 09.01.2007, 14:55h
  • Der Mann hat recht, wir sollten als Linke endlich versuchen, nicht mehr als schwules Nebenprodukt aufzutreten, was ja nur im Kapitalismus vorkommt.
    Die offizielle kubanische Propaganda schlägt ähnliche Töne an und immer wieder werden neue Homos von gestandenen Funktionären geboren.
    Unterdrückung der wahren Identität heisst die Devise und hoch leben sollen wissenschaftliche Erkenntnisse ! Auch Togliatti von der KPI hat mit Rauswurf des schwulen Pasolini aus der Partei seinerzeit eine notwendige Säuberung vorgenommen. Ich wähle trotzdem weiter Zapatero !
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#8 Bergi77Anonym
  • 09.01.2007, 15:38h
  • Schlimm sind alle Ideologien oder Religionen, die einen Absolutheitsanspruch stellen, egal ob sie sich auf Marx, Mohammed oder Jesus berufen.

    Diese entwickeln dann so grausame Unterdrückungskonzepte wie die Inquisition oder die Stasi.

    Die Bestrebungen gibt es natürlich auch bei uns am rechten Rand und leider auch in Teilen der Linkspartei, die immer noch die Diktatur Kuba als Vorbild sieht.

    Wenn sich die Lage in Nepal stabilisiert und die Menschen Zugang zu Bildung und demokratischen Ideen haben, werden vielleicht auch die gemäßigten Kräfte stärker.

    Vielleicht entwickeln sich diese radikalen Kommunisten in Nepal irgendwann zu demokratischen Sozialisten oder Sozialdemokraten, wie es in Europa geschehen ist.
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#9 joshAnonym
  • 09.01.2007, 16:44h
  • @Bergi77:
    wie ist das leben so durch die rosa brille?
    das was in nepal, malaysia, österreich.... (siehe letzte nachrichten hier) ist teil der globalisierten rolle rückwärts quer durch alle ideologien, religionen und kontinente. wir sehen dort nicht die vergangenheit sondern die zukunft.
    was meinst du wie lange wird es in unserem "hochziviliserten demokratischen" land brauchen die richtigen feindrandgruppen auszumachen wenn sagen wir im februar die wohnungen kalt bleiben weil kein gas mehr ankommt. denkmodell ala nepal: der konservative osten blockiert die lieferungen von erdgas wegen der unmoralischen dekadenz unserer schwulen- und judenfreundlichen gesellschaft. bist du dir hier wirklich ganz sicher, das du in einem solchen fall hier nichts zu befürchten brauchst?
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#10 hwAnonym
  • 09.01.2007, 16:48h
  • @ Bergi77

    ..also ich habe mal im programm der linkspartei nachgesehen:
    niemand will dort eine us-wirtschaftsblockade oder strafmassnahmen für länder, die mit der
    brd handel treiben. wo hast du das gelesen ? (zu vorbild kuba)

    ich liebe demokratische sozialisten oder sozialdemokraten. ich freue mich zu sehen,
    wie gut der fraktionsstatus der linkspartei, die worte dieser menschen immer menschlicher werden läßt.
    ich mag aber auch ihre taten, schon in der
    vergangenheit:

    www.jusos-ak.de/jusosak/index.3.gif

    www.prato.linux.it/~lmasetti/
    antiwarsongs/img/categorie/Allende_9_11_73.jpg
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