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London (queer.de) - Christliche und muslimische Gruppen haben für heute Abend zu einem Fackellauf vor dem Buckingham-Palast in London aufgerufen, um gegen eine Verschärfung des Diskriminierungsschutzes für Schwule und Lesben zu demonstrieren. Die von der Labour-Regierung beschlossenen "Sexual Orientation Regulations" schreiben vor, dass Schwule und Lesben die selben Dienstleistungen erhalten müssten wie andere Kunden. Sie dürfen beispielsweise nicht wegen ihrer sexuellen Neigung von einem Hotel abgewiesen werden. Außerdem müssen Kirchengemeinden ihre Räume für Homo-Hochzeiten zur Verfügung stellen, wenn sie dies auch für Hetero-Paare tun; katholische Adoptionsagenturen befürchten auch, sie müssten nun auch homosexuelle Paare gleichbehandeln. Das Gesetz, das heute Abend im Oberhaus beraten wird, ist bereits am 1. Januar in Nordirland in Kraft getreten und soll im April auch für England und Wales gelten. Aufgerufen zum Protest hat die Gruppe Christian Concern for Our Nation, die bereits mehrere tausend Unterschriften gegen die Gleichbehandlungsvorgabe gesammelt hat. Sie argumentiert, dass das neue Gesetz "extrem diskriminierend" sei für alle Christen. Ben Summerskill von der Homo-Organisation Stonewall widerspricht dem jedoch energisch: "Genau zur selben Zeit treten auch Gesetze in Kraft, die Christen, Muslime und Juden den gleichen Schutz zubilligen." Bereits Ende November hatte Vertreter der anglikanischen und katholischen Kirche damit gedroht, die Zusammenarbeit mit dem Staat aufzukündigen, sollten Schwule und Lesben beim Diskriminierungsschutz gleichbehandelt werden (queer.de berichtete). (dk)



14 Kommentare

#1 redforceAnonym
  • 09.01.2007, 14:22h
  • Ein Gesetz gegen Diskriminierung ist diskriminierend? Das ist ja wohl das Sinnloseste...
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#2 tux2006Anonym
#3 joshAnonym
  • 09.01.2007, 16:34h
  • o-ton merkel im wahlkampf: "das antifidkriminierungsgesetz ist schädlich für den standort deutschland" anders gesagt diskriminierung gleich voraussetzung für wirtschaftlichen erfolg, noch fragen?
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#4 hwAnonym
#5 hwAnonym
  • 09.01.2007, 19:01h
  • was mich als buddhist sehr freut ist,
    dass sich die kommunistische parlamentarierin vladimir luxuria in länder
    der wurzel des übels begeben wird, um auf die paradoxe situation für schwule in moslemischen ländern hinzuweisen.
    die Parlamentarierin der altkommunistischen rifondazione plant eine tour durch die türkei, ein land, in dem homosexualität immer noch als verbrechen gilt.
    "Wenn die Türkei in die EU will, dürfen bestimmte Diskriminierungen nicht mehr geduldet werden. Man spricht viel von Menschenrechten und von der Aufhebung der Todesstrafe. Auch das Leben und die Freiheit der Homosexuellen zählen zu den Menschenrechten", sagte luxuria nach angaben der mailänder tageszeitung "Corriere della Sera" am freitag.

    diestandard.at/?url=/?id=2717112
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#6 SvenAnonym
  • 09.01.2007, 19:21h
  • Weg mit den Religionen!

    Was wollen die denn noch außer Krieg, Mord und Totschlag?
    Nur Diskriminierung fehlt denen noch?
    Werg laubt schon, dass die aufhören, solange es freie Menschen auf der Welt gibt!

    Das Antidiskriminierungsgesetz scheint ganz gut zu sein (bis auf den Schutz von Schmutz (Religionen)).
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#7 TimAnonym
  • 09.01.2007, 19:38h
  • Mit Fackelzügen assoziiert man eigentlich andere Dinge (z.B. die Fackelzüge im dritten Reich).

    Aber das passt ja zu den Fanatikern...
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#8 cole12Anonym
  • 09.01.2007, 21:00h
  • Ist schon komisch wie einig sich die Religionen sein können, wenn es um die Diskriminierung (und deren Erhalt) von Schwule und Lesben geht. Vor einigen Wochen hat mir ein katholischer Pfarrer erklärt, dass die oberste Prämisse des neuen Testaments die Nächstenliebe ist. Wo ist die denn, wenn es um Schwule und Lesben geht? Auf die Frage hat er mir übrigens geantwortet, dass Gott auch mich liebt und dass ich gern so sein darf wie ich bin, es wird lediglich die Ausübung des Aktes (so was kann auch nur ein Pfarrer formulieren) von der Bibel verurteilt wird. Das aber Pfarrer zu einem Großteil gegen ihre eigenen Überzeugung und gegen die Lehren der Bibel weltweit täglich verstossen, ist ihm wohl entfallen. Nur so zur Erinnerung, die katholische Kirche bezahlt jedes Jahr mehrere Millionen Euro an Alimente, Schmerzens- und Schweigegeld an die Opfer jener Pfarrer, die gegen die Lehren der Bibel und gegen Gesetze verstossen. Und noch heute werden Pfarrer, die Kinder missbrauchen von ihren Vorgesetzten beschützt oder einfach an Orte versetzt, wo die Aufdeckung erneuter Straftaten sehr gering ist. So kann katholische Nächstenliebe auch aussehen.

    Na ja, es ist nichts neues, dass die katholische Kirche ungefähr 500 Jahre in der Entwicklung hinterher hinkt. Da werden sich wohl auch all die Pfarrer gedulden müssen, die schon längst mit ihrer Freundin oder ihrem Freund zusammenleben. Bleibt uns nur eines: Hoffen und für Verstand beten.
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#9 www0815Anonym
  • 09.01.2007, 21:54h
  • Ich würde mich als Kirchenvertreter in Grund und Boden schämen, wenn ich anderen Menschen den Schutz des Gesetzes absprechen würde.
    Um in der Sprache der Bibel zu bleiben. Auf die sollte mal ein kräftiger Blitz runter fahren oder die "Zunge abfaulen". Nein, im Ernst, es ist schon peinlich, dass solche Menschen überhaupt ernst genommen werden.
    Ich kann über sowas nur lachen. Gott hat alle Menschen geschaffen und dementsprechend MUSS der Staat auch alle schützen, wenn er Gottes Wille im Ansatz gerecht werden will.
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#10 tux2006Anonym
  • 09.01.2007, 22:10h
  • @josh: das gleiche wird auch über mindestlöhne behauptet. da dies aber nicht thema dieses forums ist....

    Ähm, ja, was Assoziiert man noch mit fackelzügen? ich assoziiere damit auch den KKK, der auch nichts weiter als eine ansammlung von Fantikern ist.

    Allerdings zeigt uns dieses Ereigniss, das es nicht nur Religiösen Fundamentalismus bei den Muslimen, sondern auch bei den "Christen" gibt. Übrigens ist der Religiöse Fundamentalismus in UK schon länger bekannt, man siehe NordIrland.
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