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Vatikan (queer.de) - Der schwule Schriftsteller Oscar Wilde ist vom Vatikan überraschend in die Anthologie "Provokationen: Aphorismen für ein anti-konformistisches Christentum" aufgenommen worden. Autor Pater Leonardo Sapienza sieht in dem 1900 gestorbenen Iren, der wegen seiner Homosexualität in England zu zwei Jahren schwerer Zwangsarbeit verurteilt worden war, ein Beispiel für Christen des 21. Jahrhunderts. Wilde sei mit "brillianter Intelligenz" ausgestattet gewesen, so der Pater. Der Schriftsteller war mit provanten Sprüchen wie "Ich kann allem widerstehen, nur nicht einer Versuchung" Zeit seines Lebens hoch umstritten. Er ist drei Tage vor seinem Tod im Pariser Exil zum Katholizismus konvertiert. (dk)



#1 hwAnonym
  • 11.01.2007, 11:19h
  • .....gut, ich mach´s, der soll auch nicht umsonst queer gewesen sein....

    ....die auswahl is natürlich brutal tendenziös,
    wo hw draufsteht, ist auch hw drin....

    Oskar Wilde:

    Solange man den Krieg als etwas Böses ansieht, wird er seine Anziehungskraft behalten. Erst wenn man ihn als Niedertracht erkennt, wird er seine Popularität verlieren.

    Demokratie ist nichts anderes, als das Niederknüppeln des Volkes durch das Volk für das Volk.

    I have discovered . . . that alcohol taken in sufficient quantity produces all the effects of drunkenness......................................................
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#2 Axel BerlinAnonym
  • 11.01.2007, 21:28h
  • Oscar Wilde schreibt: Niemand soll zu einer bestimmten Art von Arbeit gezwungen werden. Jeder soll das machen, wozu er sich berufen fühlt.
    Frage: Wer ernährt dann denjenigen, der seine Bestimmung nicht findet?
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#3 hwAnonym
  • 12.01.2007, 11:44h
  • @ Axel Berlin

    Vermutlich derjenige oder "das" mit dem Interesse, den selbigen oder auch sehr
    viele nicht hungernd erleben zu wollen.
    Die auswahl der Motive für diesen Wunsch ist da sehr gross, kultur- und systemabhängig.

    In Skandinavien hat man sich da sehr früh und erfolgreich Gedanken gemacht.
    Das zahlt sich in jeder Hinsicht aus.

    Dort sind Arbeitslosenversicherung, Arbeitsmarktpolitik und Lohnentwicklung entscheidende Fortschritte. Sie werden von der regierenden Sozialdemokratie und den starken Gewerkschaften in Vereinbarung mit der Bauernpartei gegen staatlich gestützte Agrarpreise (Kuhhandel von 1933) und mit den bürgerlichen Parteien gegen industriellen Frieden (Abkommen von Saltsjöbaden 1938) erreicht.

    Die Hochlohnpolitik führt unter Mitwirkung der Gewerkschaften zu beschleunigter Rationalisierung, zum Zusammenbruch veralteter Branchen (Zwerg-Landwirtschaft, Textilindustrie) und zu kontinuierlichem Wirtschaftsaufschwung.

    Der schwedische Weg des nationalen Konsenses wird über Steuern finanziert, die nicht Notmaßnahme sind, sondern als gewollte und akzeptierte Umverteilung Teil des Programms.
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#4 Axel BerlinAnonym
  • 12.01.2007, 13:32h
  • Gegen das schwedische Model habe ich nichts einzuwänden.
    Ich bin dafür den halben Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung in Lohn umzuwandeln; die andere Hälfte verfällt zugunsten der Arbeitgeber.
    Das bedingt eine Anhebung der Umsatzsteuer auf ca. 25% und sicher auch eine Anhebung der Einkommensteuer um ca. 5% im unteren Bereich und 10% im oberen Bereich.
    Die Unternehmen wären somit von der Mitfinanzierung des Sozialsystems befreit und hätten für die Preiskalkulationen mehr Spielräume.
    Meine Frage im vorigen Kommentar zielte darauf hin ab, dass O. Wilde doch in sehr träumerischen Ideen verweilte, die in der Realität nicht durchgeführt werden können.
    Zwischen beruflicher Bestimmung, Motivation, beruflicher Zwang und Hunger steht nicht immer das Mitgefühl mit hungernden Menschen.
    Das Mitgefühl regt sich bei mir in ungemeiner Weise bei Menschen, die wollen aber nicht können; nicht aber bei denen, die könnten und nicht wollen.
    Spätestens bei der Fütterung letzterer dürfte der Sozialismus auch in der Realität ankommen, wenn alle könnten, aber nach dem systembedingten Gleichheitsprinzip niemand mehr mag.
    Arbeit lohnt sich nur, wenn sie auch dem einzelnen zugute kommt. Die Fütterung unwilliger kann nicht Hauptzweck der Arbeit sein.
    Die modelhafte, ja romantische Denkweise von O. Wilde erkennt man auch in der Verneinung jedlichen Privateigentums.
    Nackt sterben ist ja ok.; aber zum leben soll´s dann doch ein bisserl mehr sein.
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#5 madridEUAnonym
  • 12.01.2007, 13:58h
  • Dazu fallen mir Oscar Wildes letzte Worte ein, die er vorm Sterben gesagt haben soll: Ich sterbe, wie ich gelebt habe, über meine
    Verhältnisse.
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#6 Axel BerlinAnonym
  • 12.01.2007, 15:24h
  • @madridEU
    ich dürste geradezu nach Deiner Solidarität.
    Tux2006 würde die entscheidende Frage stellen:
    "Bist Du endlich vernünftig geworden?"
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#7 madridEUAnonym