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Zermatt (queer.de) - Die Werbekampagne "It's only natural", mit der schwule Touristen in die Schweiz gelockt werden sollten, ist von Zermatt Tourismus eingestellt worden. Begründung: Man wolle nicht als "Schwulen-Kurort" abgestempelt werden, so Tourismus-Chef Daniel Luggen im Interview mit "RZ Oberwallis": "Sowohl interne wie externe Reaktionen haben uns gezeigt, dass sich nur wenig Leute für diese Aktion erwärmen konnten. Zermatt steht in erster Linie für ein sportlich, elegantes Publikum.", erklärt Luggen weiter. Die Werbung solle deswegen neutraler gestaltet werden. In Zukunft seien aber "selbstverständlich auch homosexuelle Menschen" in Zermatt willkommen. (dk)



22 Kommentare

#1 TimAnonym
  • 12.01.2007, 19:07h
  • "Man wolle nicht als "Schwulen-Kurort" abgestempelt werden"

    "Zermatt steht in erster Linie für ein sportlich, elegantes Publikum."

    Aha, und Homos sind grundsätzlich weder sportlich noch elegant sondern suchen stattdessen einen "Schwulen-Kurort".

    Wieso soll man nicht unterschiedliche Zielgruppen mit eigener Werbung adressieren? (Ist eigentkich selbstverständlich in der Werbewelt.)

    Wenn Homowerbung deren Meinung nach Heteros abschrecken könnte, dann gilt ja wohl auch umgekehrt, dass reine Heterowerbung uns Homos abschreckt...

    Da stecken wieder mal ganz andere Hintergründe dahinter. Das ist ja auch deren Recht ihre eigene Meinung zu haben, aber dann sollen die nicht solche Märchen erzählen und meinen, wir seien so dumm, darauf reinzufallen...

    Aber bitte, wenn die unser Geld nicht haben wollen, können wir das auch woanders lassen! WIR können uns unsere Urlaubsorte aussuchen, DIE können sich ihre Gäste nicht aussuchen!
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#2 MoritzAnonym
  • 12.01.2007, 20:46h
  • mich wundert immer, warum sich gewisse leute so der kritik aussetzen...

    ist ihr gutes recht, die kampagne einzustellen (auch wenn sie in den anderen städten weiterläuft)... wenn er aber einfach gesagt hätte, dass sie nicht Ihrem Zielpublikum entspricht, dann wäre die sache erledigt gewesen... aber nein... es muss ja immer polemik dabei sein.

    :) naja... kommt einfach zu uns ins Grödnertal...da passiert so was nicht.... (auch weil wir uns noch nie eine Kampagne zu 320.000 euro geleistet haben... nicht mal für die hetero gäste) :))

    viel spass an alle!!

    Moritz
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#3 alfAnonym
  • 12.01.2007, 21:18h
  • ich kenne allein 5 schwule die in zermatt urlaub gemacht haben, sicherlich zum letzten mal.
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#4 bastianAnonym
  • 13.01.2007, 00:22h
  • Wie lächerlich ist das denn?? Werbung speziell für Schwule? Ich will doch überall willkommen sein und nicht nur dort, wo das beworben wird...

    Es wird doch auch keine Werbung "nur für Heten" gemacht. Also Sorry, daß zeigt mal wieder wie naiv sich manch ein Schwuler darstellen lässt.

    Wäre ja noch schöner, vielleicht noch ein Regenbogenfähnchen an die Ski unter dem Motto: Schaut her, ich bin Schwul. Das sind die Probleme die wir uns selber machen (oder besser gesagt die meisten immer herbeiführen wollen).
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#5 FloAnonym
  • 15.01.2007, 15:31h
  • @bastian:

    Fast alle Werbung adressiert nur Heteros. Überall wo Heteropaare vorkommen, etc.

    Und andere Zielgruppen werden doch auch individuell adressiert. Das ist doch im Marketing absolut üblich.

    Ich unterstütze mit meinem Geld auch lieber Produkte und Dienstleistungen, wo die Firmen, etc. die dahinter stehen homofreundlich sind und nicht homofeindlich.

    Das muss nicht heißen, dass man nirgends hinfährt, wo es keine spezielle Homowerbung gibt, aber diese Begründungen von Zermatt finde ich schon latent schwulenfeindlich.

    Ich würde mir wünschen, dass Schwule in der Werbung so selbstverständlich vorkommen wie Heteros.
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#6 skydiverProfil
#7 seb1983
  • 16.01.2007, 15:52h
  • Wenn die Reaktionen gezeigt haben, dass die Werbung nicht ankam, dann ist es nur logisch sie wieder abzusetzen. Die Überprüfung ob die Aktion denn auch erfolgreich war gehört nämlich auch zum Marketing!

    Der Ausdruck mit dem "Schwulen- Kurort" ist zugegeben etwas unglücklich, denn wenn dann baut sich die "Community" ihre ghettos ja auf eigene Faust.
    Wer sich dadrüber jetzt aufregen will, bitte schön. Ich bin eh wieder nach Südtirol gefahren ;-))
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#8 HampiAnonym
  • 18.01.2007, 03:29h
  • hmm,ich bin ja selbst Schweizer und wohne in der Schweiz...ok,es gibt ja im Januar die schwule Skiwoche in Arosa,natürlich ausserhalb der Sportferienzeiten im Februar wenn Mutti mit Papi und den Kleinen Skiurlaub machen,da verdrängt man "Randgruppen" geschickt in die sonst flaue Nebensaison...ist es da vom Kurort Zermatt nicht ehrlicher,gleich ganz auf warme Schiwedelwochen zu verzichten? Bleibt die Frage,ob Minderheiten,und das sind Schwule ja nun mal,automatisch immer auch Randgruppen sind....und inwieweit schwul-tuckiges Getue zur Zermatter Formulierung "....als schwuler Skiort abgestempelt" beiträgt....
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#9 MarcoAnonym
  • 19.01.2007, 04:13h
  • Ich kann hier die ganze Aufregung nicht verstehen. Die Bank X bewirbt den Privatkunden, während die Bank Y mehr Geschäftskunden an sich binden will. Ein ganz normaler Vorgang und niemand kommt auf die Idee, der Bank Y eine Diskriminierung der Privatkunden vorzuwerfen. Sollte ein Konzept nicht greifen und die Gewinne hinter den Erwartungen zurückbleiben, dann ändert man die Strategie und bewirbt wieder beide.

    Das Zermatt überhaupt erst diese Werbekampagne gestartet hat, zeigt doch, dass Schwule dort gerngesehene Gäste sind. Nur weil man die Werbestrategie ändert, kann man nicht den Umkehrschluß ziehen, Schwule seien nicht mehr willkommen. Eine total falsche Denkweise !

    Ich kenne nicht die wirtschaftliche Situation von Zermatt, bin aber überzeugt, dass zurückgegangene Übernachtungszahlen ausschlaggebend für die Einstellung der Kampagne waren. Bedenkt, wenn ich nur Schwule bewerbe, dann bewerbe ich höchstens ca. 10% (+-) der Bevölkerung und lasse ca. 90% außen vor. Auch gibt es heute leider noch sehr viele Heteros, die Vorurteile gegenüber Schwulen haben und einen so beworbenen Urlaubsort meiden. Das ist aber ein gesellschaftliches Problem in der gesamten Schweiz und in Deutschland und hat absolut nichts mit dem Ort Zermatt zu tun ! Ich war zusammen mit meinem Freund im Dezember 2005 für 14 Tage in Zermat und kann diesem Ort nur Bestnoten geben !

    Ich muß gestehen, die Begründung zur Kampagneneinstellung ist etwas unglücklich formuliert und man hätte sich einige Bemerkungen schenken können. Hier wäre weniger mehr gewesen.

    Obwohl ... wir erinnern uns noch amüsiert an die 4 Schwulen, die in heutengen Skianzügen durch Zermatt stolziert sind, stets das Becken nach vorne durchgedrückt, damit jeder die Links- oder Rechtslage erkennen konnte. Echt sportlich und elegant, besonders die dabei getragenen Ballettschühchen, in denen strumpflose Füße steckten ...

    Ich muß Bastian (Beitrag Nr. 4) voll zustimmen. Wenn ich mich nur an schwulenumworbenen Orten aufhalte und nur schwuleninterne Lokale aufsuche, dann grenze ich mich selbst aus und darf das dann auch nicht beklagen. Um ein Lokal "Only for Gays" machen wir neuerdings einen großen Bogen, nachdem mein Freund und ich mit einem Arbeitskollegen (Hetero) in so einem Lokal in Frankfurt/Main waren. Nach ca. 15 Minuten erfolgten die ersten Anbaggerungsversuche vom Nachbartisch und er gab sich freundlich als Hetero aus. "Und was willste dann hier ?", wurde ihm beleidigt und aggressiv geantwortet. Aber wir Schwule grenzen ja niemanden aus, beklagen das aber so gerne. Lasst uns erstmal vor der eigenen Haustüre kehren, bevor wir in allem gleich eine Diskriminierung wittern.

    Sorry, etwas lang geraten, aber das musste mal raus !

    Liebe Grüsse aus Frankfurt am Main
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#10 SchorschAnonym
  • 19.01.2007, 09:04h
  • @ Marco:
    Zu Deinem Beispiel mit der schwulen Kneipe frage ich mich und Dich allerdings auch, warum Du mit einem Hetero nicht in eine "gemischte, tolerante" Kneipe gehst. Wenn ich in eine Kneipe gehe, die ausdrücklich nur für Schwule gedacht ist, dann tue ich das, weil ich hier aus zwei Gründen ein Reservat im Vergleich zur übrigen Welt suche:
    1. Ich will hier keine Frauen sehen. (Klar, es gibt auch total nette. Aber auch die belegen letztlich Plätze, auf denen auch nette hübsche Männer sitzen können. Oder sie versperren den Blick auf selbige.)
    2. Ich kann hier sicher sein, dass jeder Mann schwul ist und ein potenzielles Anmachziel.
    Das sind doch genau die beiden Punkte, die eine solche Kneipe ausmachen!
    "Tolerant" sein gegenüber Heteros muss ich an den übrigen 6 Wochentagen und an den übrigen 22 Stunden des siebten, an dem ich abends in dieser Kneipe sitze.
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