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Mindestens 23 Männer soll ein Amerikaner umgebracht haben. Er hatte seine Opfer zuvor vergewaltigt.

Von Dennis Klein

Im Rollstuhl wurde der 42-jährige Angeklagte am Dienstagmorgen in den Gerichtssaal von Houma im US-Bundesstaat Louisiana gefahren. Dem herzkranken Ronald Dominique wird ein selbst in den USA beispielloser Serienmord vorgeworfen: Er soll in Polizeigewahrsam bereits 23 Morde an jungen Männern gestanden haben. Mindestens zwei weitere Fälle trügen darüber hinaus seine Handschrift. Er hat die Männer zuerst vergewaltigt und dann umgebracht. Jetzt steht der Angeklagte zunächst wegen neun Morden in Terrebone Parish, seinem Heimat-Landkreis, vor Gericht. Trotz des vorherigen Geständnisses plädierte Dominique auf "nicht schuldig".

Die Opfer wurden gefesselt und erdrosselt

Er verfuhr bei den Morden der Anklage zufolge immer nach dem selben Muster: Er sprach zwischen 1997 und 2005 seine Opfer an und versprach ihnen Geld für Sex. Manchen sagte er, er wolle zuschauen, wie sie Geschlechtsverkehr mit seiner Ehegattin haben – ihnen zeigte er das Bild einer hübschen Frau. In Wirklichkeit war Dominique aber nicht verheiratet. Seine Opfer waren meist Obdachlose. Er führte sie zu seinem Wohnwagen, in dem in einer kleinen Armutssiedlung lebte. Dort sagte er seinen Opfern, er wolle sie für den Geschlechtsakt fesseln. Stimmten sie zu, vergewaltigte er sie brutal und erdrosselte sie anschließend. Wenn sich ein Mann weigerte, Fesseln anzulegen, schmiss Dominique ihn aus seinem Wohnwagen, ohne ihm ein Haar zu krümmen. Seine Opfer brachte er hingegen in entlegene Gegenden und warf sie in einen Graben oder ein Zuckerrohr-Feld. Viele wurden erst Monate nach ihrer Ermordung gefunden. Sein jüngstes Opfer war 19 Jahre alt, das älteste 40.

Ein ungenannter Mann, der sich nicht von Dominique fesseln lassen wollte, gab der Polizei schließlich den entscheidenden Tipp. Die Behörden überwachten den Verdächtigen daraufhin 24 Stunden pro Tag, woraufhin Dominique in ein Obdachlosenheim zog. Ermittler vermuten, dass er nicht vor den Augen seiner Familie, die ebenfalls im Wohnwagenpark zu Hause ist, verhaftet werden wollte. Als die Behörden anhand von DNS-Spuren ihn als Täter überführen konnten, nahmen sie den 42-Jährigen im Obdachlosenheim fest.

Täter führte Doppelleben

Nachbarn beschrieben Medienberichten zufolge den Täter als kauzigen, aber sehr hilfsbereiten Mann. Dominique selbst berichtete, er habe in seiner Jugend nie zugegeben, dass er schwul ist, sei aber trotzdem von Klassenkameraden gehänselt worden. Seine Homosexualität hielt er auch später geheim. In seinem Umfeld wusste niemand, dass er jahrelang in eine lokale Homo-Bar gegangen und dort bei unprofessionellen Travestieshows teilgenommen habe. Freunde habe er unter Schwulen keine gehabt.

Gesundheitlich ist der Täter sehr angeschlagen. Wegen seiner Herzprobleme musste er schon seit Jahren am Stock gehen. Prozessbeobachter spekulieren bereits, dass er ein langwieriges Verfahren nicht überleben würde. Falls es zur Verurteilung kommt, droht Dominique die Todesstrafe.

17. Januar 2007



#1 thommen, peterAnonym
  • 18.01.2007, 13:36h
  • Ich finde es schade, dass queer.de die Methode der Homo-Schlagzeile der Boulevardpresse pflegt...
    Es gibt dazu Alternativen, einfach ein bisschen weiter denken! ;)
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#2 joergAnonym
  • 27.01.2007, 03:22h
  • Was ist denn das Gegenteil eines Homo-Mordes? Ein Hetero-Mord? Dieses Wort habe ich noch nie gehört. Es wird nicht benötigt. Eigentlich brauchen nur BZ und BILD den "Homo-Mord"
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#3 JanAnonym
#4 JanAnonym