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London (queer.de) - Tony Blair soll nach Zeitungsberichten einen Vorstoß im britischen Kabinett unterstützen, christlichen Kirchen von Teilen der "Sexual Orientation Regulations" auszunehmen. Das bisher nur in Nordirland in Kraft getretene Gesetz besagt, dass Schwule und Lesben bei Dienstleistungen nicht gegenüber Heteros benachteiligt werden dürfen. Kommunalverwaltungsministerin Ruth Kelly, der Verbindungen zum Geheimbund Opus Dei nachgesagt werden, will aber mit einer Ausnahmeregelung katholische Adoptionsagenturen davor bewahren, Kinder an schwul-lesbische Paare vermitteln zu müssen. Wie die Tageszeitung "Independent" berichtet, unterstützt Premierminister Blair die Ausnahmeregelung für kirchliche Einrichtungen. Allerdings gibt es darüber im Kabinett Streit. Sowohl Lord Falconer, Minister für Verfassungsangelegenheiten, als auch Umweltminister Ben Bradshaw haben sich am Wochenende öffentlich gegen Ausnahmeregelungen ausgesprochen. Blair sei dem "Independent" zufolge besonders darüber "erbost" gewesen, dass Nordirlandminister Peter Haim den Diskriminierungsschutz für Schwule und Lesben bereits am 1. Januar in Kraft treten ließ. In England und Wales soll das Gesetz ab April gelten. Bereits vor Wochen haben katholische und anglikanische Würdenträger damit gedroht, soziale Einrichtungen wie Obdachlosenheime zu schließen, wenn der Gleichbehandlungsgrundsatz auch für Kirchen gelte (queer.de berichtete). (dk)



15 Kommentare

#1 hwAnonym
  • 22.01.2007, 16:24h
  • die dame gehört durch ihre einflussmöglichkeiten, da auch für minderheitenfragen zuständig, zu den
    gerne zitierten lieblingen der "achse des guten", das ist die abteilung moslems jagen mit latinum und laptop. also nicht mit stiefeln, sondern mit bonmots, apercus,
    sentenzen und viel verve mit wichtigwort.
    halt wie man´s gerne so hat, wenn monat rum und noch viel geld da.
    dass sie sich geschlossene reihen für den
    clach of civilisations wünscht, kann ich bei der katholikin nachvollziehen. katholismus
    ist schwulenfeindlich und das sollte man ausleben bis zur schmerzgrenze des "aufgeklärten" mitteleuropäers, sonst wird´s ja kontrproduktiv. gegen schwule hat man nichts, ist ja eh klar......
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#2 martinAnonym
  • 22.01.2007, 17:01h
  • na dann wär zumindest klar, dass dieser ganze wohltätigkeits-kram für die nicht aus religiösen gründen gemacht wurde, sondern nur um sich das recht auf diskriminierung zu sichern, oder wie soll man diese argumentation deuten???
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#3 joshAnonym
  • 22.01.2007, 17:03h
  • kirche egal welcher art ist schwulenfeindlich. das ist es doch. und reiner hohn ist doch, das sie mit der schliessung von obdachlosenheimen drohen.
    vorschlag:
    verstaatlicht die ganze kirche und schafft sie ab, dann bleiben die obdachlosenheime offen!
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#4 cole12Anonym
  • 22.01.2007, 17:29h
  • Tony Blair war mal die Hoffnung der Briten auf Reformen. Mit ihm sollte der Muff aus dem Unterhaus verschwinden. Er sollte einen Gegenpol zum konservativen Kurs der Margret Thatcher und ihrem Nachfolger werden. Heute kann man sagen, der Tony ist wie das Fähnchen im Wind. Je nachdem, woher der Wind weht, er dreht sich schneller.

    Jetzt sind es also die Kirchen. Sollte uns das wirklich überraschen? Um ehrlich zu sein, ein Mann, der George W. Bush jr. seinen Freund nennt, bei dem überrascht es mich nicht, dass er der Kirche durch die Hintertür mehr Macht gibt, als es ihr zusteht.
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#5 hwAnonym
  • 22.01.2007, 18:06h
  • @ cole12

    ja und als akt tätiger nächstenliebe ließ er
    bisher 117 schulen für lernschwache
    schließen. man kann dann so schön behaupten, die betroffenen seien unzivilisiert und doof. man kann sich dann
    "sanktionen" überlegen. auf´s knie mit rohrstöckchen oder nach afghanistan mit schlagstöckchen oder ins privat-gefängnis
    für den 1-pfund-job ?

    Rule, Britannia! Britannia, rule the waves:
    Britons never will be slaves ?
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#6 Sascha N.Anonym
  • 22.01.2007, 18:08h
  • Klar doch, schafft die Kirchen ab, führt die Gedankenpolizei ein, lasst den Staat entscheiden wer sich wann, wie organisieren darf. Bei solchen Äußerungen darf man sich nicht wundern, dass die Schwulenbewegung bei den eher konservativen Kreisen der Bevölkerung immer noch als gedanken- und verantwortungsloser Haufen gesehen wird. Werdet endlich erwachsen.
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#7 rudolfAnonym
  • 22.01.2007, 18:34h
  • @Sascha N

    Sollen wir so erwachsen werden, wie die 'Christen', die auch als alte Leute noch einen 'Heiligen Vater' und eine 'Mutter Kirche' haben, die ihnen vorschreibt, was sie zu glauben und zu denken haben?
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#8 joshAnonym
  • 22.01.2007, 18:43h
  • @sachaN:
    da haben wir also einen verein, der kinder, jugendliche und später erwachsene, also von frühester jugend an, den menschen vorschreibt, wie sie zu leben haben, was gut ist, was richtig ist, was falsch ist, was sie verdammen müssen, ja sogar was sie ohne beweis gleuben sollen. einen solchen verein nenne ich gedankenpolizei, du freiheit der kirche. einen staat der gegen diese gedankenpolizei vorgehen würde, nenne ich freieheitlich und demokratisch, du vermutlich diktatur. doch frage dich bitte, wer hat eigentlich was davon, dass die menschen so dumm gehalten werden. anders gesagt, wäre kirche so rein, dann könnte sie doch überzeugen und nicht mit staatlicher unterstützung indokttrinieren, oder? doch es ist wie bei attentaten, die frage ist wem nützt es? und hier, natürlich den reichen und mächtigen, denn dumme menschen sind halt leichter zu beherrschen. der rest ist beiwerk.
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#9 Sascha N.Anonym
  • 22.01.2007, 19:12h
  • @ josh
    "einen solchen verein nenne ich gedankenpolizei, du freiheit der kirche. einen staat der gegen diese gedankenpolizei vorgehen würde, nenne ich freiheitlich und demokratisch, du vermutlich diktatur."

    Korrekt. Niemand muss Religion mögen. Aber ich bin nun mal für das Recht sich zu organisieren. Die beste Waffe gegen inhumane Argumente sind Gegenargumente und nicht Verbote. Im Übrigen kenne ich einige religiöse Menschen, die nicht im geringsten homophob sind.
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#10 gerdAnonym
  • 22.01.2007, 20:47h
  • Steht die katholische Kirche in unseren Staaten ausserhalb der Rechtsordnung und darf innerhalb ihres eigenen "Herschaftsbereich" munter diskriminieren.

    Leider ist dies in Deutschland so. Dieser Konflikt ist nicht nur in Großbritannien zu beobachten. Auch in Deutschland erfolgte im Allgemeinen Gleichstellungsgesetz eine Kirchenklausel, was insbesondere hier im Verhältnis zur katholischen Kirche für homosexuelle Menschen von Bedeutung ist. Mit den evangelischen Landeskirchen der EKD gibt es keine Probleme, aber im Verhältnis zur katholischen Kirche darf die katholische Kirche diskriminieren. Zu beobachten ist dies beispielsweise an einer Kündigung durch die katholische Caritas in Limburg.

    Wir leben in einem Rechtsstaat, so denkt man eigentlich. Dies gilt aber leider nicht für die Kirchen, die sogar gesetzlich erlaubt bisher in unserem Staate diskriminieren dürfen. Während bei der EKD keine Gefahr besteht, ist die bei der katholischen Kirchenleitung der Fall.

    Daher empfehle ich weiterhin, tretet aus der katholischen Kirche aus oder wechselt zur EKD über. Es gibt bessere christliche Kirchen als die katholische Kirche..
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