Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?6289

Bei den GLAAD-Awards ist diesmal mit "Sommersturm" auch ein deutscher Film im Rennen.

Von Dennis Klein

Bereits zum 18. Mal vergibt die amerikanische Homo-Gruppe GLAAD ihre Medienpreise. Die 1990 gegründete Preis, der im Rahmen von mehreren Galas zwischen Los Angeles und New York vergeben wird, erhält inzwischen viel Aufmerksamkeit sogar in den Mainstream-Medien. Die Gay & Lesbian Alliance Against Defamation ehrt damit Serien, Filme und Dokumentationen, in denen das Leben von Schwulen und Lesben ehrlich dargestellt wird. So hat im vergangenen Jahr "Brokeback Mountain" als bester Mainstream-Film den Preis gewonnen, "Transamerica" erhielt die Auszeichnung als bestes "Limited-Release" (ein Film, der nicht landesweit mit großem Tamtam angelaufen ist).

In diesem Jahr hat der deutsche Film "Sommersturm" Aussicht auf den "Limited"-Preis. Der Film ist hierzulande bereits 2004 in den Kinos gestartet (queer.de berichtete) und erzählt die "Coming-out"-Geschichte des jungen Tobi (dargestellt von Robert Stadlober). Drei amerikanische und ein britischer Film treten gegen "Summer Storm" an: Bereits auf DVD erschienen ist bei uns "Eine Hochzeit zu Dritt", ein Film über eine Frau, die sich während ihrer Hochzeitsvorbereitungen in eine Geschlechtsgenossin verguckt. Der Film "Shortbus" zeigt, was bei New Yorker Sexpartys so alles geschieht (siehe queer.de-Artikel). "Quinceañera" porträtiert eine mexikanische Immingrantenfamilie in Los Angeles zwischen altem und neuem Leben. Dieser Film lief vergangenes Jahr im "Verzaubert"-Filmfestival. "The History Boys" ist schließlich eine britische Komödie über einen Haufen Geschichtsschüler, die sich für eine Eliteuniversität bewerben (Deutschlandstart: 17. Mai). In der Kategorie der Mainstream-Filme sind nominiert: "Little Miss Sunshine" (siehe queer.de-Artikel), die hier soeben hier angelaufene Tragikomödie "Running With Scissors" ("Krass"), die Komödie "Talladega Nights", der Science-Fiction "V wie Vendetta" sowie "The Night Listener" mit Robin Williams (noch kein Deutschlandstart angekündigt).

Auch für Fernsehproduktionen werden Jahr für Jahr Preise verteilt – sowohl für fiktive als auch für dokumentarische. Im vergangenen Jahr sahnten die Lesbenserie "The L Word" als bestes Drama sowie die letzte Staffel der Sitcom "Will & Grace" als beste Comedy-Sendung die Preise ab. Beide Serien wurden hierzulande von Pro Sieben ausgestrahlt. "The L Word" ist in diesem Jahr wieder nominiert und muss unter anderem gegen die Mafia-Serie "The Sopranos" antreten. Bei der besten Comedyreihe sind unter anderem "Desperate Housewives" und "Ugly Betty", die auf der gleichen kolumbianischen Seifenoper basiert wie "Verliebt in Berlin". Auch eine Folge von "Grey's Anatomy" wurde nominiert; diese Serie sorgte zuletzt für Aufregung, weil sich einer der Hauptdarsteller negativ über die Homosexualität eines Kollegen geäußert hatte (queer.de berichtete).

Insgesamt gibt es die "GLAAD Media Awards" in 42 Kategorien (davon 16 spanischsprachige). Die Preisträger werden in vier verschiedenen Zeremonien in New York, Los Angeles, San Francisco und Süd-Florida geehrt. Die Veranstaltung ist gleichzeitig ein großer Spendenmarathon für die Homo-Gruppe – die Tickets kosten zwischen 250 und 3.000 Dollar. Die vom Hauptsponsor "Absolut Wodka" unterstützten Events werden zudem im US-Fernsehsender "Logo" übertragen.

22. Januar 2007



#1 MariusAnonym
#2 chrisAnonym
  • 29.01.2007, 22:43h
  • Wäre toll wenn er den auch bekommt,denn der Film ist einfach Spitzenmäßig.Schade ,das er noch nicht im Fernsehen gezeigt wurde.Aber das neue Jahr ist ja noch Lang.
    mfg chris
  • Antworten » | Direktlink »
#3 benAnonym