Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?6322

Berlin (queer.de) - Jugendliche machen immer mehr gleichgeschlechtliche Erfahrungen. Dieses ist eines der Ergebnisse der Jugendsexualitäts-Befragung 2006, die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Anfang des Jahres veröffentlicht worden ist.

Nach der repräsentativen Wiederholungsbefragung von 14- bis 17-Jährigen und ihren Eltern haben 13% der Mädchen und 6% der Jungen nach eigenen Angaben schon einmal engen körperlichen Kontakt mit einem gleichgeschlechtlichen Partner gehabt. Während 1994 nur 6% der Mädchen homosexuelle Kontakte angaben, so hat sich diese Zahl in 2006 mehr als verdoppelt. Bei den Jungen ist die Anzahl der Homo-Kontakte hingegen in etwa konstant.

Wenn es nach der subjektiven Einschätzung der Jugendlichen selbst geht, so fühlen sich allerdings nur 77% der Mädchen und 72% der Jungen ausreichend über Sexualität aufgeklärt. Das ist die niedrigste Selbsteinschätzung zum Aufklärungsstand, seit diese Befragung durchgeführt wird. 24% der Mädchen und etwas weniger als ein Fünftel der Jungen sieht insbesondere Informationsbedarf beim Thema Homosexualität.

"Vor diesem Hintergrund wird eine professionelle Aufklärungsarbeit zu gleichgeschlechtlichen Lebensweisen immer wichtiger", kommentierte Dominic Frohn vom schwul-lesbischen Aufklärungsprojekt SchLAu NRW die Studie. "Damit sind die Jugendlichen in einer Zwickmühle: In ihrer Lebensrealität sind sie mit Kontakten zum gleichen Geschlecht konfrontiert, während die Aufklärung auf dem niedrigsten Stand seit Jahren ist." Die ehrenamtlichen Aufklärer von SchLAU NRW arbeiten seit Jahren kompetent in der Aufklärungsarbeit zu schwul-lesbischen Lebensweisen. (cw)



13 Kommentare

#1 JoernAnonym
#2 JürgenAnonym
  • 30.01.2007, 09:39h
  • Ich finde das garnicht wunderbar - der Prozentsatz der Jugendlichen mit gleichgeschlechtlichen Kontakten ist viel zu niedrig. Früher - in der bösen alten Zeit - also in den 50 er und 60 er Jahren, wo noch alles verboten war, wurde aber auch nie darüber gesprochen, aber es wurde auch selten jemand verdächtigt. Und Spielereien unter Jugendlichen wurden als Phase abgetan, die von selbst vergeht. Nichtsdestotrotz haben sich damals aber etliche Jugendliche an solchen Spielen beteiligt. Es war ja nichts dabei. Keiner ausser den Beteiligten kriegte was davon mit und die runde war absolut dicht und verschworen. Natürlich war das danaks eine schreckliche, muffige Zeit, aber sie war jedenfalls lustbetonter. Die Jugendlichen heute machen diese sogenannte "homosexuelle Phase" kaum noch mit, weil sie bereits als 10 Jährige auf keinen Fall als schwul gelten wollen. Die notwendigen Körperkontakte holen sie sich eher bei Kloppereien. Da kann man sich dannnauch engumschlungen auf dem Boden wälzen, ohne als schwul aufzufallen. Der ernster gemeinte Sex, den die frühreifen Mädchen bereits mit Heranwachsenden haben wollen, ist den meisten Jungen ein Graus auch wenn sie ihre Alte als total geil beschreiben. Jungen bräuchten viel mehr spielerischen Sex, bei dem sie was ausprobieren können und eigentlich wollen sie es auch, aber die gegenseitige Kontrolle in den Cliquen verhindert das. Ausserdem ist das Selbstverständnis, eher schwul zu sein, doch in dem Alter 14-18 noch nicht gewachsen, sodass fast nur noch Jungen, die auch später schwul werden, Homosex haben. Dies ist aber eine emotionale Verarmung und stellt eine starke Einschränkung auf dem Weg zur entwicklung einer stabilen Persönlichkeit dar. Ein später verheirateter Mann, der keine schönen Erinnerungen an die Jugendzeit hat, wo er auch mit seinen damaligen Freunden innige Kontakte hat, wird dies vermissen, ob bewusst oder unterbewusst.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 LeRakiAnonym
  • 30.01.2007, 12:46h
  • Eine interessante Sichtweise, obwohl ich denke, dass dieser "zu niedrige Prozentsatz" eher die Regel ist: man müsste ihn mit heterosexuellen Kontakten der 14-17 jährigen vergleichen und könnte sich erst dann ein Urteil darüber erlauben. Nichtsdestotrotz wundert es mich gar nicht, dass besonders mehr Aufklärung über Homosex verlangt wird - die selben Jugendlichen, die sie jedoch fordern, sind wahrscheinlich die ersten, die in der Öffentlichkeit ( also in der smoothen Clique - jo) über Homos ablästern! Wie schon kommentiert worden ist: Bloß nicht mit schwulsein in Verbindung gebracht werden!, ein absolutes No-Go! Aufklärung sollte vor allem vermehrt in den Schulen betrieben werden - zunächst auf freiwilliger Basis, um eventuellen Elternratbeschwerden vorzubeugen - jedoch lediglich darüber aufzuklären, wie Mann mit Mann und Frau mit Frau "es" machen, reicht da keines Falls aus: Homosexuelle Aufklärung sollte vor allem mit schwuler und lesbischer Geschichte verbunden werden, mit aktueller Sozialpolitik und des Weiteren
  • Antworten » | Direktlink »
#4 MalteAnonym
  • 30.01.2007, 13:05h
  • Wieso auch nicht...

    Die sollen ruhig alles ausprobieren, was sie interessiert und was keinem schadet. Dann können sie auch selbstbestimmt entscheiden, welches Leben sie führen wollen und wen sie lieben wollen.

    Das ist die Basis für ein glückliches und zufriedenes Leben.

    Das ist den Kirchen und den Konservativen zwar ein Graus, da glückliche Menschen sich nicht bevormunden lassen, aber für den Menschen ist es das Beste!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 joshAnonym
  • 30.01.2007, 13:40h
  • ich glaube auch das die kontrolle (welcher art auch immer ) eher stärker geworden ist. und auch der psychische druck. insofern finde ich die überschrift des artikels falsch.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 hwAnonym
  • 30.01.2007, 16:43h
  • also die sache mit den mädels deckt sich ein bißchen mit den gesprächen, die ich
    mit der tochter einer bekannten hatte, 17
    jahre alt, lesbisch, gymnasium. sie hat dort
    noch ein paar lesbische freundinnen und bekannte. das rumprobieren sei nicht die regel, aber auch nichts besonderes.
    das alter 14-17 fand ich in bezug auf jungs interessant, weil bei den jung-türken-klüngeln hier in dieser altersgruppe wohl
    mehr geht, als in der altersgruppe ca. 17-21
    die pienzt über die kleinen rum, die würden ja nur noch rumschwulen, bushido im hintergrund aber die eigenen clips im netz mit umarmen, rumfingern, knutschen und eindeutigen posen. ich konnt´s erst gar nicht so ganz glauben, bis mir ein türkischer bekannter die clips zeigte.
    lustig zu beobachten ist, dass die damit die
    älteren recht gut zwicken. na ja, halt so ne
    beobachtung am rande. bei denen ist das
    gangsta-getue mittlerweile öfters mal ne schrille pose für zwischen durch aber nicht mehr in dem maße identitätsstiftend wie bei der altersgruppe darüber. nun sind die ja nicht alle schwul, diese ebene war aber vorher in unsrer durchschnitts-gegegend
    nicht zu beobachten.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 hwAnonym
  • 30.01.2007, 17:22h
  • nachtrag:
    zu den türken-kids, fast alle recht gutes deutsch, manche sehr gut, alle als großes hobby computer, die haben da ihre intelligenz zum austoben gebracht.
    grauenhafte deutschnoten, 90 %
    berufsschüler, elektro, auto, einzehandel, bau. lebensverändernd eindeutig die deutschnote. bei bemerkungen ey, der is doch schwul, kommt meistens: ...und is doch egal...
    mein eindruck: computer bildet. bei den älteren gab´s im besten fall cs und lall-chat.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 tux2006Anonym
  • 30.01.2007, 17:58h
  • hm, @hw: interessante ansichten, nbezüglich der türkenkids.

    Hier in der gegend, in der wir wohnen, siehts eher so aus, das 90% der türkenjunx was in der richtung "Industriemechaniker" werden wollen oder es geht in die richting SZAG/VW..

    das rumpöbeln im bezug darauf, das ich schwul bin, haben sie sich auch abgewöhnt, allein durch die tatsache, das ich auch kurdische/türkische freunde habe;-)

    naja, manchmal kommt noch nen spruch, da reagiere ich aber inzwischen mit sprüchen wie "biste doch selber" oder "biste neidisch?". funktioniert ganz gut.

    ansonsten sollten dfie zahlen wirklich mal mit denen der heten verglichen werden, damit man sich mal nen bild machen kann:)
  • Antworten » | Direktlink »
#9 CarstenFfm
  • 30.01.2007, 18:02h
  • Ach ja, diese Pubertätserlebnisse:
    Schwanzvergleiche, Wettonanieren....
    *schwärm*
  • Antworten » | Direktlink »
#10 hwAnonym
  • 30.01.2007, 20:09h
  • @ tux2006

    ..diese variante habe ich auch schon beobachtet, die geht tatsächlich ziemlich gut.
    was mich aber am meisten verblüffte:
    gerade bei gymnasiasten mit mig.-hint.gr.
    eine neu stromlinienförmigkeit und erhöhte obacht festzustellen ja nicht in den geruch gay oder bi zu kommen.
    ich vermute da handelt es sich um karrierevorsorge. in ökonomisch schwerer
    zeit, mit entprechenden abschlüssen haben die in ihrer ethno-community noch
    seltenheitswert und chancen knete zu machen, die man sich nicht mit gay-gerüchten versauen möchte. (z.b. im ganzen beratenden bereich). die schwulen türken, die nicht zu blend-frauen greifen eindeutig zweideutig scherzen, kommen nicht aus dem gymnasialen milieu. gut die mit abi flüchten natürlich in uni-städte möglichst weit weg. ist bei kurden und aramäern genauso.
  • Antworten » | Direktlink »