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Die Florida Keys & Key West feiern im April den 25. Jahrestag ihrer "Unabhängigkeit" von den USA.

Von Carsten Weidemann

Ausgelassene Feierlichkeiten erwarten den Besucher der Florida Keys und Key West Ende April 2006, wenn die sogenannte Conch Republic ihren 25. Jahrestag feiert. Gegründet wurde die selbsternannte Republik im Jahre 1982, als sich die Keys symbolisch von den USA lösten und ihre Unabhängigkeit erklärten.

Bewohner und Gäste der Florida Keys feiern das 25-jährige Jubiläum mit einem bunten Programm. Die große Party beginnt am 20. April mit dem legendären Muschelblascontest, bei dem jeder, der Lust hat, mitmachen kann. Ziel ist es, seiner Muschel (Conch) den schönsten, längsten und lautesten Ton von allen zu entlocken. Die folgenden turbulenten Tage beinhalten unter anderem einen Wettbewerb der berühmt-berüchtigten "Drag Queens" von Key West, die auf ihren Pfennigabsätzen einen Spaß-Parcours meistern. Weitere Höhepunkte sind eine Krönungszeremonie, bei der eine neu gewählte Königsfamilie der Conch Republic in ihr Amt eingeführt wird, sowie die "Bloody Sea Battle" im Hafen von Key West. Mit allerlei "Waffen" – vom Schwamm, über Gemüse bis hin zu Wasserkanonen – findet dort eine Wasserschlacht statt, bei der garantiert niemand trocken bleibt.

Die Conch Republic blickt auf eine Entstehungsgeschichte zurück, die ihresgleichen sucht. 1982 errichteten die US-amerikanischen Grenzbehörden eine Kontrollstelle am Highway Nr. 1, um die Suche nach Drogen und illegalen Einwanderern zu erleichtern. Die Fahrzeugkontrollen am einzigen Landweg, der das amerikanische Festland mit Key West verbindet, führten zu kilometerlangen Staus und lösten wütende Reaktionen bei Besuchern wie Bewohnern der Keys aus. Die Stadtregierung von Key West forderte daraufhin eine sofortige Entfernung der Kontrollstelle, rief schließlich am 23. April 1982 die Unabhängigkeit der Keys von den Vereinigten Staaten aus und erklärte ihnen den Krieg.

Noch am selben Tag kapitulierten die Inselbewohner bedingungslos und forderten 1 Billion US-Dollar finanzielle Hilfe zum Wiederaufbau, womit sie trotz ihrer Niederlage einen ausgeprägten Sinn für Humor bewiesen. Die offizielle Abspaltung war somit gescheitert, doch die imaginäre "Conch Republic", benannt nach dem Symbol der Schneckenmuschel, war zum Leben erweckt worden und hatte erreicht, dass die Kontrollstelle geschlossen wurde. Das selbstbewusste Motto der Keys-Bewohner blieb "Wir hatten Erfolg, wo andere scheiterten".

Seit diesem Tag identifizieren sich immer noch viele Einwohner der Florida Keys mit der Conch Republic und begehen den Tag der Unabhängigkeit jedes Jahr im April mit ausgelassenen Feierlichkeiten.

30. Januar 2007



12 Kommentare

#1 Axel BerlinAnonym
  • 04.02.2007, 14:46h
  • Das weckt den politischen Spieltrieb und inspiriert doch für die Schaffung einer imaginären Deutschen Demokratischen Republik unter:
    Ministerpräsident: hw
    Staatsratsvorsitzender: tux
    Minister für Staatssicherheit: sascha
    Republikflüchtiger: Josh
    Klassenfeind: seb1983
    MadridEU: Kapitalistisches Ausland
    Ich bin bereit, die Vertretung der selbständigen politischen Einheit Westberlin zu übernehmen.
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#2 hwAnonym
  • 04.02.2007, 15:04h
  • @ Axel Berlin

    eine art betriebspraktikum als
    gesandter der republik bei der regionalregierung des mexikanischen
    staates texas, der von den usa okkupiert
    wurde, was mexiko bis heute nicht
    völkerrechtlich anerkannt hat, wäre anzudenken.
    ich habe schon mal mit der verwaltungshochschule in havanna kontakt
    aufgenommen, wegen brüderlicher unterstützung. das zurücklegen von karten für die kommenden schwulen filmtage, ist dir doch recht ? zahlen mußt du an der kasse. die schule kostet nix.
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#3 madridEUAnonym
#4 hwAnonym
#5 AxelAnonym
  • 04.02.2007, 17:12h
  • Auf jeden Fall, die Propaganda ist bereits wirksam im Praktikumsbetrieb.
    Bei dem Betriff "kapitalistisches Ausland" habe ich vielmehr an die Verzweigungen der KoKo gedacht und weniger an die imperialistische Kriegstreiberei.
    Zum Glück waren die Streitkräfte der Sowjetunion nie so stark wie die der Amerikaner. Sonst wär´s andersrum gelaufen und Deutschland wäre heute auf dem rumänischen oder polnischen Entwicklungsstandard.
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#6 madridEUAnonym
  • 04.02.2007, 17:20h
  • @hw: Spanies Nichteinmischung hat immerhin vom Ende des 19.Jahrh., also dem Verlust der philippinischen und lateinamerikanischen Kolonien bis zum Angriff auf den Irak 2003 gedauert, woraus Zapatero sich dann beim Wahlsieg schnellstens zurückzog.Was in der Weltpolitik dabei nicht auffiel, war der endlose spanische Kolonialkrieg in Marokko im vorigen Jahrhundert. Es ist anzunehmen, dass sich auch sonst niemand in Europa der absoluten Neutralität rühmen kann.
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#7 tux2006Anonym
  • 04.02.2007, 19:22h
  • @Axel: Also der Rumänische Entwicklungsstand scheint doch garnicht so schlecht zu sein. Oder warum lassen sonst große Deutsche Unternehmen wie CONTINENTAL dort Ihre Reifen bauen??

    Es liegt sicher auch an den Hungerlöhnen von durchschnittlich 300€/Monat bei 12-Stunden Schichten, aber das scheint ja nicht alles zu sein.

    @madridEU: Ja, unser tolles Land ist ja auch anektiert. von den USA. Zumindest sollte man davon ausgehen, denn diese brauchen sich ja irgendwie nicht so richtig an hier geltendes Recht zu halten. So zum Beispiel Artikel 2, 3, 5 GG.
    Andererseits aber auch den Grundsatz, das "von Deutschem Boden nie wieder ein Krieg" ausgehen dürfe. Denn, Ein Teil der Truppen- & Waffentransporte richtung Irak werden über US-Army-Basen abgewickelt, die sich auf dem Hoheitsgebiet der BRD befinden. Andererseits werden Bundeswehrtruppen in Internationalen Kriegen eingesetzt, was ebenfalls Grundgesetzwidrig ist.

    ".......Zum Glück waren die Streitkräfte der Sowjetunion nie so stark wie die der Amerikaner......" Hm, da irsst Du dich. Sie lagen ungefähr gleich auf. Lediglich die Nuklaerwaffentechnologie der UdSSR war nicht so hoch entwickelt wie die der USA. Von der Sprengkraft her aber genau so schlimm.

    Allerdings hatte die UdSSR mehr Soldaten unter Waffen.

    Im übrigen ist Rusische Waffentechnik auch heute noch mit die beste 6 bam Meisten eigesetzte auf der Welt. Allein die AK 47 und die AK74 sind auch heute noch die am meisten eingesetzten Sturmgewehre. Auch die MIG 29 & die MIG-31 sind sehr viel besser als beispielsweise der "Eurofighter". Das einzige, was sie nicht so haben, sind die tollen ComputerspielWaffen....
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#8 madridEUAnonym
  • 04.02.2007, 21:27h
  • Gut @tux2006, meinetwegen sind wir alle irgendwie von den USA annektiert, was ich als erklärter Europa-Fan und Gegner insbesondere der amerik.Lebensart sehr bedaure. Es handelt sich aber doch hier einmal um ein witzig-interessantes Thema aus der Conch Republic, das wir unverbissen und locker kommentieren sollten.
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#9 Axel BerlinAnonym
  • 04.02.2007, 21:55h
  • @tux
    Du bist ja ein alter Militär-Haudegen.
    Von dir kann man ja lernen.
    Typenbezeichnungen von Gewehren, Militärflugzeugen und anderem militärischen Schrott habe ich mich nie bemüht, zu behalten.
    Sergej Chrustschow (Sohn von Nikita Chrustschow,ehemal. Ministerpräsident der UDSSR) hat dies selbst gesagt, dass die Sowjetunion den Amerikanern militärisch unterlegen war und die Russen daher nur auf hohem Niveau gepokert haben.
    Es war doch gut, dass es beim Pokern blieb.
    Was die Reifenproduktion in Rumänien anbetrifft, finde ich die Abwanderung der Industrie nicht richtig; jedoch, wie haben wir es jüngst in Deutschland erlebt, als nach der neuen Verordnung die Autos mit Winterreifen ausgerüstet werden mussten.
    Anstatt beim einheimischen Fachgeschäft die Reifen zu kaufen, haben die Konsumenten billige, in Asien gefertigte Reifen, aus dem Internet bestellt. Als sie diese dann im Fachgeschäft montieren lassen wollten, haben sie erfahren, dass die Reifen überhaupt nicht der Norm entsprachen.
    Wir leben in einer Geiz-Gesellschaft. Hauptsache billig. Für den Konsumenten spielt es keine Rolle, wo das Zeug gefertigt wurde und für die Industrie ist es egal, wo produziert wird.
    Die Vorteile der Globalisierung nimmt eben jeder in Anspruch, wenn diese einen finanziellen Vorteil bieten.
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#10 AxelAnonym
  • 04.02.2007, 22:08h
  • @tux
    hätte ich beinahe vergessen.
    Es ist eine Mißachtung des Grundgesetzes der Bundesrepublik, wenn von den Amerikanern deutsches Territorium für Kriegseinsätze mißbraucht wird.
    Es ist richtig, dass in Russland nicht mit Computer-Waffen-Spielen die Freizeit gestaltet wird, weil sich die russische Bevölkerung so was nicht leisten kann und gerade mal das nötigste zum Überleben zur Verfügung hat. Dafür wird jedoch in Russland mehr mit richtigen Waffen geschossen.
    Übrigens, in Rumänien und Polen besitzen die wenigsten "Gays" einen PC, in Ostdeutschland aber sehr viele.
    Ich denke, Du verstehst, was ich meine.
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