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  • 01. Februar 2007, noch kein Kommentar

Die Tranny-Band Venus Flytrap (Venusfliegenfalle) sorgt in Thailand für Furore.

Von Carsten Weidemann

Sie fangen Fans: Venus Flytrap, zu deutsch Venusfliegenfalle, werden schon als "Thailands Spice Girls" verehrt. Sie gelten als eine der größten Popsensationen aus dem Land, das den Kitsch im Liedgut liebt wie kaum ein anderes.

Zum ersten Mal hat ein großes Plattenlabel eine Band aus Katoeys, wie Trannys sich im Land des Lächelns bezeichnen, einen Vertrag angeboten. SonyBMG will die Schönheiten, die allesamt als Jungs auf die Welt kamen, groß herausbringen. "Sie sind nicht nur smart, hübsch und große Entertainerinnen, sie sind auch talentiert", freut sich auf Anhieb eine große Bangkoker Tageszeitung.

Ihr erstes Musikvideo, "Visa for Love", ist jetzt auf den Markt gekommen. Es hat alle Zutaten dazu, Kult zu werden. Die Handlung basiert lose auf dem Märchen "Aschenputtel". In einer Szene rennen sie von ihrem Prinzen weg – und tragen oben herum gar nichts. Das ist eine Sensation in Thailand, das sich offiziell recht prüde gibt. "Zuerst dachte ich, das Musikvideo würde sicher verboten werden, aber als ich hörte, dass jeder es liebt, waren überglücklich", berichtet Yolanda ("Posh Venus") in einem Interview.

Venus Flytrap besteht aus fünf Katoeys, die ihre Nähe zu den Spice Girls wahrlich nicht verheimlichen, wie schon ihre Spitznamen verraten: Ploipaitoon "Bobo" Moukprakaaiphed besticht als Hot Venus, Yonlada "Nok" Komklong geht als Posh Venus auf Fußballprofi-Fang, Dhanade "Taya" Ruangroongroj gibt lässig die Cool Venus, Topmonthawan "Gina" Boonchalee ludert sich als Naughty Venus in die Boulevardpresse und Rachakorn "Amy" Jaroensuk soll als Sweet Venus Herzen zum Schmelzen bringen.

Dieses innovative Projekt ist von SonyBMG ins Leben gerufen worden. Die Plattenfirma wollte eine Alternative anbieten zu den gängigen Boy- und Girlbands, die im Prinzip alle das selbe anziehen und tun. In Castings haben sie sich dann die fünf Mädels zusammengesucht – und dabei wirklich ein gutes Händchen bewiesen. Selbst Dieter Bohlen wäre entzückt gewesen...

1. Februar 2007