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Rom (queer.de) - Italienische Homo-Gruppen und Parlamentsabgeordnete haben öffentlich das staatliche Fernsehen RAI kritisiert, weil es den Moderator einer populären Spielshow beim Casting nach dessen sexueller Ausrichtung befragt hatte. Flavio Insinna, Showmaster bei "Affari Tuoi" (der italienischen Version der Sat.1-Sendung "Deal or No Deal") hatte zuvor in einem Interview von dem Vorfall berichtet. "Die Frage der Diskriminierung gegen Homosexuelle seitens der RAI muss unbedingt beantwortet werden", so der Abgeordnete Franco Grillini, der auch Chef der Homo-Gruppe Arcigay ist. "Es muss sowohl gleiche Chancen bei der Anstellung geben als auch gleiche Berücksichtigung schwul-lesbischer Themen in den Nachrichten."

Die RAI lernt aber hinzu: Erst vor kurzem kündigte sie ihre neue Serie "Un Medico in famiglia" ("Ein Arzt in der Familie") an, die von einem schwule Ärztepaar handelt. Nach Angaben von "Variety" ist das die erste RAI-Serie mit schwulen Hauptfiguren. Die faschistische Europaabgeordnete Alessandra Mussolini warf daraufhin dem Staatsfernsehen vor, die Bevölkerung einer "Gehirnwäsche" zu unterziehen, "weil eine Familie von zwei Leuten des gleichen Geschlechts als normal dargestellt wird." (dk)