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  • 05. Februar 2007, noch kein Kommentar

Bei TeNeues erschienen: Fotoband mit Robert Mapplethorpes Blumenfotografien, häufig bewundert und nie erreicht.

Von Carsten Weidemann

Blumen zählen wohl zu den gängigsten Kunstmotiven überhaupt. Mapplethorpe allerdings versteht es meisterlich, seinen Blumenfotografien einen radikal neuen Touch zu verleihen. Indem er sie einzeln arrangiert, sorgt er für eine klassische Pose und reduziert sie auf wenige essenzielle Formen. Die Kompositionen sind bestechend einfach, bergen jedoch gleichzeitig eine komplexe Dynamik in sich. Jede ist evokativ, fast immer schwingt eine sexuelle Note mit. Mapplethorpe erreicht in seinen Fotografien, dass diese zarten Organismen beinahe muskulös wirken in der reinen Kraft, die sie ausstrahlen.

Der homosexuelle Robert Mapplethorpe wurde 1946 geboren und wuchs in Long Island, New York auf. Sein Studium am Pratt Institute in Brooklyn schloss er als Bachelor of Fine Arts ab. In den frühen Achtzigerjahren revolutionierte er mit neuen Techniken und Formaten die Fotografie und schuf bis zu seinem frühen Aids-Tod 1989 kraftvolle Bilder. Diese Bilder zählen zu den schönsten Momenten in Mapplethorpes Werk und der Geschichte der Fotografie schlechthin. Das Buch wurde gestaltet von Dimitri Levas und ist mit einem Vorwort von Jamaica Kincaid versehen.

Mapplethorpe: The Complete Flowers, TeNeues Verlag, 38 x 27,5 cm, 256 Seiten, Hardcover mit hochwertigem Samtüberzug und Prägung, 128 Euro

5. Februar 2007<