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Bogota (queer.de) - Das höchste Gericht Kolumbiens hat entschieden, dass gleichgeschlechtliche Paare die selben Rechte haben sollten wie nicht verheiratete Hetero-Paare. Die Homo-Gruppe Colombia Diversa hatte gegen ein Gesetz aus dem Jahre 1990 geklagt, das bei Eigentumsrechten von Paaren den Begriff "Mann und Frau" verwendet - das sei verfassungswidrig, urteilten die Richter. Weitere Klagen gegen andere Gesetze könnten nun folgen. Mit der Entscheidung des Corte Constitucional erkennt das südamerikanische Land erstmals die Rechte Schwuler und Lesben in einer Beziehung an. Trennt sich ein Homo-Paar nach einer mindestens zweijährigen Beziehung, wird von nun an der gemeinsam angehäufte Besitz jeweils zur Hälfte aufgeteilt. Sollte ein Partner sterben, erhält der andere dessen gesamten Besitz. Bislang ging der Überlebende leer aus. Colombia Diversa sagte, die Entscheidung betreffe mindestens 100.000 Paare im Land. Das sei ein wichtiger Schritt, jetzt müsse aber um Akzeptanz geworben werden, da Homosexualität gerade auf dem Land nach wie vor ein Tabuthema sei. Die katholische Kirche kritisierte die Entscheidung, da sie "gegen Familie und Ehe" gerichtet sei. (dk)



17 Kommentare

#1 gerdAnonym
  • 09.02.2007, 13:10h
  • Wow ein erster richtiger guter Schritt aus Kolumbien: die Entwicklung in Süd- und Mittelamerika gerät in langsam in Bewegung.

    Nach Meldungen aus einigen Bundesstaaten in Argentinien, Brasilien, Mexiko und aus Uruguay jetzt also aus Kolumbien. Damit scheint das Thema endlich in den spanisch-portugiesischsprachigen Ländern Amerikas anzukommen. Die gesellschaftlich Macht der katholischen Bischöfe scheint da doch nicht mehr so stark zu sein, wie sie es in früheren Jahrzehnten war.
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#2 SvenAnonym
  • 09.02.2007, 13:25h
  • Wow, das klingt doch richtig gut!
    Muss aber auch zugeben, dass ich von dem Land bezüglich Homosexualität nicht viel weiß.

    Irgendwie schon witzig, wie die Faschisten (egal ob religiöse oder politisch rechte oder extrem linke) immer wieder auf die arme Familie verweisen.
    Wo bitte sind die Beiweise? Ach so, gibt keine.Na dann ...
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#3 tux2006Anonym
  • 09.02.2007, 13:25h
  • Naja, obwohl der Wortlaut der Meldung nicht so ganz klar ist, denn in der Meldung heißt es "sollten". Womit das wieder ein "Gummiurteil" wäre, also auslegungssache.

    Trotz alledem, Undere Politiker können von Südamerika noch lernen.
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#4 hwAnonym
  • 09.02.2007, 13:51h
  • @ gerd

    ja ein schwuler verwandter aus brasilien,
    der in florianopolis studiert berichtete ganz
    begeistert von csds und großen konzerten in südbrasilien. von curitiba, blumenau und eben florianopolis. ich bekomm über diese
    verwandten, deren vorfahren norddeutschland wegen hunger und armut
    im vorletzten jahrhundert verlassen mussten, noch mal eine besondere sicht mit. selbst die etwas konservativen evangelischen milieus in dieser bevölkerungsgruppe bewegen sich, wenn auch langsam.
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#5 tux2006Anonym
  • 09.02.2007, 13:56h
  • @sven: "..........Irgendwie schon witzig, wie die Faschisten (egal ob religiöse oder politisch rechte oder extrem linke)...."

    hm, ich weiß zwar nicht, woher Du deine Infos holst, aber "Linke Faschisten"???

    Ist das "NeuDeutsch" für Gewerkschafter??
    Oder ist das SpringerVokabular?? Hab mal gehört, das bei vorgenanntem Verlag Andersdenkende grundsätzlich als "Chaoten" bezeichnet werden, aber der Begriff im Zusammenhang mit Faschismus ist mir neu.
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#6 rudolfAnonym
  • 09.02.2007, 14:17h
  • Ein schöner Erfolg. Aber auch nicht sooo verwunderlich. Kulturell sind die meisten Staaten Lateinamerikas Europa eng verwandt und man soll auch die laizistische Tradition - etwa in Uruguay und Mexiko - nicht unterschätzen. Und nicht die Tatsache, daß es jetzt fast überall in Lateinamerika linke Regierungen gibt...
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#7 sveniAnonym
  • 09.02.2007, 18:56h
  • in süd-/ mittelamerika kommt es auf das land an. brasilien ist viel weiter als deutschland (z.B. adoptionen). venezuela (da bin ich öfter) ist auch sehr liberal - viele discos und kneipen, habe keine vorurteile erlebt
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#8 hwAnonym
  • 10.02.2007, 11:47h
  • nein, nein, nein.
    venezuela ist nicht libaral.
    venezuala ist böse, weil die haben dort den
    schawäs und der besucht den castro,
    wenn der krank ist auch noch am bett.
    und ausserdem hat der schawäs was gegen
    den bush und die rice und die ganz reichen.
    venezuela ist ein armes land mit einem bösen diktator, die menschen dort haben keine kleidung. isch weiss bescheid.

    www.cybercx.com/tunick/
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#9 madridEUAnonym
  • 10.02.2007, 12:15h
  • @hw: Da sagste was. Mein kolumbianischer Freund meint, dass seine Landsleute mit ihrem US-freundlichen Uribe genug leiden müssen, um auch noch homophobe Gerichtsentscheidungen zu ertragen. Er findet den Chavez geil, weil er dem verhassten Bush immer eins auf die Rübe gibt, was wir mit einigem Unbehagen registrieren, denn diese Spezie vergisst sowas nie. Man muss vielleicht Venezolano sein, um das alles besser beurteilen zu können. Wer die spanische Sprache beherrscht, fällt bei Chavez´ ordinären Attacken gegen das Imperium jedenfalls der Unterkiefer runter.
    Dagegen sind Castro, Obrador oder Bachelet hochgebildete Redner.
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#10 hwAnonym
  • 10.02.2007, 12:38h
  • @ madridEU

    bei diesem linken gesocks würd ich eher vermuten, dass die sich abgesprochen haben:
    hugo, den bush übernimmst du. grauenhafte sprache, ganz viel öl ist doch dein ding ?
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