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Ludwigsburger Polizei und Schwulengruppe glücklich: Nur noch "seriöse" und diskrete Kontakte an der A81.

Von Carsten Weidemann

In einer gemeinsamen Aktion haben sich Polizei, Autobahnmeisterei, Stadtverwaltung und Schwulengruppe im süddeutschen Ludwigsburg erfolgreich gegen "sexuelle Auswüchse" am Autobahnparkplatz "Kälbling" an der A81 eingesetzt. Ende vergangener Woche zog der "Runde Tisch" gegenüber der Presse eine positive Bilanz.

"Es kommt noch zu sexuellen Handlungen", zitierte die Tageszeitung "Heilbronner Stimme" Kriminalhauptkommissar Hermann Dengel, "aber seriös, und so, dass es möglichst niemand mitbekommt". Außer denen, "die es mitbekommen wollen", ergänzte Joachim Stein von der Initiativgruppe Homosexualität (ihs).

Noch vor wenigen Jahren habe "ein nackter Hintern" alle Autofahrer begrüßt, die auf dem Parkplatz anhielten, erinnerte sich Dengel. Allein im Jahr 2003 gab es 40 Anzeigen wegen Sachbeschädigungen - die Toilettenwände waren mit Kontaktannoncen vollgeschmiert. Die benutzten Kondome lagen wild entsorgt als Müll herum, ahnungslose Autofahrer, auch Kinder, wurden unfreiwillig Zeuge schwuler Sexkunst.

Ein Faltblatt für Cruiser, verteilt in einer Auflage von 5.000 Exemplaren, sorgte für die Entschärfung der Situation. Darin enthalten: Regeln, an die sich alle halten sollen, und ein Appell an die Toleranz und den Respekt der Parkplatznutzer. "Die soziale Kontrolle funktioniert", freute sich Andreas Dittmann, stellvertretender Dienststellenleiter der Ludwigsburger Autobahnmeisterei. Allerdings seien manche Homos nun auf andere Parkplätze ausgewichen. (cw)



12 Kommentare

#1 MalteAnonym
  • 10.02.2007, 19:08h
  • Also es sollte doch wohl eigentlich selbstverständliche sein, dass man sich an öffentlichen Plätzen (wo halt auch andere Leute sind) einigermaßen benimmt.

    Ich will auf Parkplätzen keine vögelnden Heteros sehen und das Gleiche gilt dann auch für Schwule. Wer dann was sucht, soll das an etwas geschützteren Stellen machen. Ich habe auch schon erlebt, dass schon bei der Auffahrt ein Mann seinen Dödel allen einfahrenden Autos präsentierte. Damit tut man uns echt keinen Gefallen... (Ich will auch keine Frau sehen, da da ihre M... reibt.)

    Also: wer Sex im Freien haben will: bittesehr! Aber bitte an etwas geschützten Plätzen, wo dann nur die das sehen, die es auch sehen wollen.
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#2 tuxAnonym
  • 10.02.2007, 21:02h
  • Also, mal ganz ehrlich: Wer hat es denn heute noch nötig, sich auf Autobahnrastplätzen oder in Klappen rumzutreiben?
    Gibt es nicht inzwischen gemütlichere Orte? So zum Beispiel Kneipen, Clubs, Saunen...??

    Zumal auch die Gefahren an derlei Orten nicht zu unterschätzen sind:
    www.e110.de/artikel/detail.cfm?

    pageid=77&id=78800
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#3 skydiverProfil
  • 11.02.2007, 16:59hStuttgart
  • Als es noch kein GayRomeo gab was Kontakte betrifft, habe ich mich als Stuttgarter sehr gerne und oft auf dem "Kälbling" Parkplatz aufgehalten und auch hin und wieder die kuriosesten Beobachtungen und Erfahrungen gemacht ...

    Beispiel: Da sitz die (Hetero)Familie in den Spätnachmittagstunden im Sommer mit Hund, der Oma und Kind und Kegel am Tisch und macht Abendbrot (Rast), und keine 10m weiter sind 2-3 Typen gut sichtbar am rumficken ...

    Es gab Zeiten, da hat es wirklich "wüst" ausgesehen auf dem "Kälbling" was die Hinterlassenschaften betrifft (!!!) Dann wurden schon vor Jahren alle Büsche abgeholzt und starke Metallzäune gezogen (!!!) Aber Man(n) mag es ja gar nicht glauben, wie viele schwule Männer wohl doch mit einem "Seidenschneider" in der Tasche rumlaufen, und grosse Löcher selbst in "starke" Metallzäune schneiden können :-)

    Da bildet der Rastplatz "Kälbling" aber sicher keine Ausnahme (!!!)

    Inzwischen ist der "Kälbling" für die meisten schwulen Männer und auch zahlreich anwesende Hetero-Paare die sich (leider) ebenfalls dort vergnügen so "unatraktiv" geworden, da bleibt es natürlich nicht aus, das inzwischen andere Parkplätze aufgesucht werden ...
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#4 JoeAnonym
  • 11.02.2007, 21:21h
  • Ach wie schön dass es nun eine Einigung gibt, aber erst nachdem die Polizei wohl hunderte von Anzeigen gegen uns abgesetzt hat. Sich mit Taschenlampen nachts in den Büschen durchgewühlt, tausende Autonummern aufgeschrieben hat.
    Klar will ich auch ein sauberen Parkplatz. Klar will ich auch keine vögelnde Heteros irgendwo sehen. Aber nach und nach werden wir wieder dahin zurückgedrängt wo wir schon immer waren, in Clubs, Saunen usw.
    Unsere Gesellschaft ist nicht liberal, davon sehe ich nicht viel.
    Schade.
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#5 CarstenAnonym
  • 11.02.2007, 23:55h
  • Sehr zweischneidige Sache...

    Natürlich sollte Parkplatzsex diskret erfolgen, dass durchreisende Heten davon nicht mitkriegen.

    Aber die Möglichkeiten es diskret zu machen sollten da sein - und da gibt es oft Schikanen der Behörden, wie z.B. Zäune die den Zugang zu den Büschen verhindern.

    Warum macht man das heutzutage noch? Ganz einfach weil es oft die beste Möglichkeit für Sex ist. Beispiel Frankfurt: die Szene hier ist sehr langweilig. Am Parkplatz an der A5 bei Langen / Mörfelden ist im Sommer einfach mehr los als in den Bars und Saunen in Frankfurt. Und wenn man auf dem Land wohnt gibts gar nichts anderes.
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#6 HampiAnonym
  • 12.02.2007, 00:43h
  • @joe:Nimmst Du als Massstab einer liberalen Gesellschaft dass man an allen öffentlichen Plätzen rumvögeln kann wie es einem beliebt? Das ist für mich nichts weiter als rücksichtslos und egoistisch. Wer dauernotgeil ist, sollte sich vielleicht auch mal überlegen,ob mit ihm vielleicht was nicht in Ordnung ist,immerhin will ja auch kein schwuler Mann überall vögelnde Heteropaare sehen,oder? Und wer seine Präservative auf öffentlichen Parkplätzen rumliegen lässt ist für mich, sorry, einfach eine Drecksau,egal ob Homo oder Hetero. Mag sein,dass Littering und Schmierereien heute als Zerfallserscheinungen der Gesellschaft üblich sind, hinnehmen muss der Staat das ganz sicher nicht! Und zum Vögeln gibts das Heteropuff und die Schwulensauna, wenn ich im Freien Tiere am rumficken sehen will,dann gehe ich in den Zoo, aber wir sind doch eigentlich vernunftbegabte Menschen und keine hirnlosen Zuchbullen...oder?
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#7 CarstenFfm
  • 12.02.2007, 10:11h
  • @ Hampi:
    Du bist ziemlich borniert und intolerant!

    Gegen diskretes Rumvögeln im Busch, eben nicht neben der picknickenden Oma ist absolut nichts einzuwenden!

    Um den Titel des Artikels aufzugreifen: Nehmt Rücksicht auf Heteros - und ansonsten viel Spaß dabei.
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#8 skydiverProfil
  • 12.02.2007, 13:29hStuttgart
  • Ich finde es einfach köstlich, wie sich der Autor des Berichtes in der "Heilbronner Stimme" so regelrecht "gesuhlt" hat im Thema "Parkplatzsex" ...

    Man(n) beachte: in Kreis Heilbronn werden wir "tolleriert", und im Landkreis Ludwigsburg weiterhin "schikaniert" ...

    Ich habe die Erfahrung gemacht, das es eigentlich eher mehr die (Pseudo)Heten wie Brummi-Lenker, Ehemänner etc. sind, die gerne öffentliche Parkplätze anfahren und den schnellen Sex mit Mann suchen ...

    Für mich als schwuler Mann natürlich auch nicht unbedingt "verkehrt" :-))
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#9 CarstenFfm
  • 12.02.2007, 14:13h
  • Übrigens: es gibt auch (andere) Parkplätze, an den Heten Sex machen. Es läuft soweit ich weiß etwas anders: man fährt nicht einfach hin und schaut wer da ist, sondern verabredet sich vorher über einschlägige Internetseiten.
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#10 kuscheldadAnonym
  • 14.02.2007, 01:14h
  • Ich habe auch die Erfahrung, dass sich da viele Verheiratete tummeln und die Gelegenheit beim Vorbeifahren genau einkalkulieren......na ja.

    Aber wie sich die Leute benehmen,da kann ich nur sagen: Pfui Teufel! Benutzte Kondome werden da nicht etwa auf den Boden geworfen, nein man dekoriert damit Äste und Zweige, die Verpackung lässt man auf der Erde liegen, Pornos fliegen herum, die Papiertaschentücher können gar nicht so schnell verrotten wie neue dazu kommen,etc. pp. Man läßt einfach die Sau raus! Also ich kann verstehen, dass man sich damit keine Freunde schafft! Darum finde ich die Initiative der Schwulengruppe prima, hier mit Regeln für Besserung zu sorgen. Das muntere Treiben sollte doch auch mit Diskretion und Benehmen gehen!
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