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Toronto (queer.de) - Das kanadische Justizministerium hat die Abschiebung des 21-jährigen Nikaraguaners Alvaro Orozco aufgeschoben. Er darf jetzt für weitere zwei Monate im Land bleiben, um eine Aufenthaltsgenehmigung aus humanitären Gründen zu beantragen. Orozco war vor rund neun Jahren als 12-Jähriger aus Nikaragua geflohen, weil er nach eigenen Angaben wegen seiner Homosexualität verfolgt worden war (queer.de berichtete). Der Asylantrag wurde jedoch abgelehnt, weil er in diesem Alter noch nicht sexuell aktiv gewesen sei und das Schwulsein lediglich als Ausrede benutzt habe, in Kanada zu bleiben, entschied das Gericht. Die Situation für Schwule in Nikaragua ist Menschenrechtsorganisationen zufolge prekär: Amnesty International warnt, dass allein die Mitgliedschaft einer Aids-Aufklärungsgruppe zu einer Anklage führen kann. Außerdem gibt es Berichte, dass Schwule systematisch von Banden verprügelt und manchmal sogar getötet werden. In Nikaragua wurde 1992 unter einer konservativen Regierung Homosexualität rekriminalisiert. Unter den derzeit regierenden linksgerichteten Sandinisten gibt es im Moment eine Debatte, das Gesetz sogar noch zu verschärfen. (dk)



10 Kommentare

#1 tuxAnonym
  • 12.02.2007, 19:29h
  • "....In Nikaragua wurde 1992 unter einer konservativen Regierung Homosexualität rekriminalisiert....."

    Hm, was sagt uns das?? Mir sagt dies, das Konservative auch gefährlich sein können.
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#2 RalfAnonym
  • 12.02.2007, 20:30h
  • Und die "linksgerichteten Sandinisten" wollen die Verfolgung noch verschärfen. Das ist keine Frage von rechts und links.
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#3 tuxAnonym
#4 madridEUAnonym
  • 12.02.2007, 21:39h
  • Heteros interessiert es normalerweise nicht, wo Homo-Gleichstellung existiert, ob konservative oder sozialistische Staaten Schwule verfolgen oder nicht. Auch ich erfahre hier zum ersten Mal über die bevorstehende Gesetzesverschärfung in Nicaragua, wo es doch eigentlich bei sozialistischen Mehrheiten in kapitalistischen Ländern gesellschaftspolitisch besser aussehen müsste. Man sieht, dass nichts mehr schwarz oder weiss ist und dass unser
    gewohntes Weltbild auch nicht mehr das ist, was es früher war.
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#5 SchorschAnonym
  • 13.02.2007, 07:25h
  • @tux (Nr. 1):
    Mir sagt das vor allem, dass ohne Zivilisation, Kultur, Aufklärung, Demokratie und nicht zuletzt einen gewissen Stil JEDER gefährlich werden kann. Und zwar ganz besonders die "Linken", da die ja in der Regel alles mit besonderem Dogmatismus und besonderer Gründlichkeite betreiben.
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#6 SchorschAnonym
  • 13.02.2007, 07:33h
  • madridEU:
    Das liegt allerdings mehr an Eurem Weltbild als an der Realität - die war früher auch nicht schwarz/weiß. Gute Idee, ab jetzt mal das Bild an die Realität anzupassen! Jahrzehnte des umgekehrten Versuchs haben nämlich eine Menge Leid und Schaden angerichtet.
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#7 madridEUAnonym
  • 13.02.2007, 09:53h
  • @schorsch: Mit den Jahren sieht man die Dinger gelassener. Das gilt aber für alle Seiten, ob man nun Verteidiger faschistischer Militärdiktaturen oder pseudo-marxistischer Ideen in real existierenden Volksrepubliken ist. Man wundert sich immer wieder, dass Humanismus und Menschenrechte nicht über den Gruppeninteressen stehen.
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#8 MAnonym
#9 hwAnonym
  • 13.02.2007, 15:39h
  • nach der freude für orozco, kann man sich eigentlich nur an der "debatte" beteiligen.
    gibt es da eine seriöse quelle ?
    hier die e-mail-adresse der botschaft in berlin:
    embanic-berlin@t-online.de
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#10 tuxAnonym
  • 13.02.2007, 16:09h
  • @schorsch: Das Gebet der Zukunft in unserem Land, vielleicht schonmal auswendig lernen:

    Schäuble Unser

    Schäuble unser im Reichstag
    geHEILigt werde Dein Name
    Dein Reich komme
    Deine Willkür geschehe, wie im Internet so im RL
    Unsere tägliche Bild-Zeitung gib uns heute
    Und vergiss nie unsere Schuld, wie auch wir vergessen nie unsere
    Unwürdigkeit
    Und führe uns nicht zur Erlösung
    sondern versuche nur Dein Böses
    Denn Dein ist die Macht und das Gesetz und die Vorratsdatenspeichrung
    in alle Ewigkeit.

    Scheisse.

    www.heise.de/newsticker/meldung/85023
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