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München (queer.de) - Die bayerische Staatsregierung will deutschlandweit den Verleih von indizierten Filmen, darunter fallen auch alle Pornos, an Erwachsene verbieten. Nach Angaben des Sozialministeriums sollen mit der Bundesratsinitiative Kinder besser vor Gewaltfilmen, die ebenfalls indiziert sind, geschützt werden. Das berichtet "Spiegel Online". Bayern will demnach einen Passus im Jugendschutzgesetz ersatzlos streichen, nach dem Videos und DVDs "in Ladengeschäften, die Kindern und Jugendlichen nicht zugänglich sind", angeboten werden dürfen. Pornos dürften dann nur noch unentgeltlich verliehen oder unter dem Ladentisch verkauft werden. Scheinbar war sich aber das bayerische Sozialministerium am Montag noch nicht im Klaren darüber, dass alle Pornofilme automatische von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien automatisch indiziert werden. "Das Verleihverbot wird nur einen ganz kleinen Teil besonders heftiger Pornos betreffen", sagte ein Sprecher "Spiegel Online". Erst gestern hat das Ministerium bestätigt, dass alle pornografischen Filme betroffen sein werden, verteidigte aber den Entwurf: "Für mich hat der Jugendschutz ganz klar Vorrang vor dem Kommerz. Wir brauchen klare, insbesondere leicht überprüfbare Regeln, um Jugendliche vor jugendgefährdenden Filmen zu schützen", sagte Familienministerin Christa Stewens (CSU). Es sei in Ordnung, von "Videoverleihern eine ethische Fundierung zu verlangen." Sollte der Entwurf durchkommen, wird ein Videothekensterben erwartet. Gleichzeitig könnten ausländische Online-Anbieter ihren Marktanteil in Deutschland beträchtlich steigern. (dk)



38 Kommentare

#1 rudolfAnonym
  • 14.02.2007, 10:41h
  • @Bastian, sebi83

    Na sowas! Könnt Ihr das mal erklären? In Eurer CSU sind die 50er Jahre doch angeblich lääääängst vorbei! Oder etwa nicht, oder etwa doch?
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#2 joshAnonym
  • 14.02.2007, 11:21h
  • na das passt doch sehr gut zum vorstoss russlands homosexualität zu verbieten. und was ist unter "besonders deftig" wohl zu verstehen? wohl klar.
    tja die 50er jahre sind in der csu vorbei man ist rückwärtsmarschiert schon wieder in den 30er.
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#3 hwAnonym
  • 14.02.2007, 12:17h
  • @ rudolf

    wieso, der zugang zum leckeren messweinpokal (sperma bis zum abwinken) bleibt bei laptop und lederhose via internet doch unberührt.
    der doofe rest soll gucken wo er bleibt.
    außerdem versprechen sich schwarze
    von schwarzmarkttarifen zu recht einen
    extragewinn.
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#4 joshAnonym
  • 14.02.2007, 12:26h
  • @hw:
    das internet wollen sie doch gleich mitzensieren. das soll dann werden wie in china, wo die provider gesetzlich zur zensur verpflichtet sind. also auf in die illegalität. ich hab mir mal nen porno aus nicht-eu zuschicken lassen (oh gott welch outing!) und dann gleich nen brief vom staatsanwalt bekommen, das das illegal ist.
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#5 rudolfAnonym
  • 14.02.2007, 12:37h
  • @hw

    Tja, dass die Schwarzen ganz böse sind, wissen wir ja. Aber um einen Kommentar zur Homophobie der russischen Kommunisten wirst Du Dich doch wohl hoffentlich nicht herumdrücken, oder?
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#6 JürgenAnonym
  • 14.02.2007, 13:05h
  • Mittlerweile macht es fast Spass, diese Meldungen zu hören. die Konservativen überall blasen zum Angriff und es bilden sich die perversesten Allianzen. Die CSU wird sich mit den russischen Kommis verbinden, der Iran darf sein Atomprogramm weiter führen, wenn er sich verpflichtet, Homos noch stärker zu verfolgen usw- usw. Wir haben uns einlullen lassen und gedacht, jetzt ist ja fast alles erreicht. Ein gutes hat dieser Trend in jedem Fall. Im heimlichen Tun liegt halt mehr romantik
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#7 filmmaniacAnonym
  • 14.02.2007, 13:35h
  • In 1. Linie geht es bei dieser bayerischen Bundesratsinitiative um Gewaltdarstellungen in Games u. Filmen. Beckstein hat wohl nicht so recht geblickt., daß ein Verleihverbot für indizierte Filme auch Pornos mit einschließt, die als "schwer jugendgefährdende" Medien automatisch, ohne Indizierungsverfahren durch die Bundesprüfstelle, gewissen Beschränkungen unterliegen. Aber gerade dieses drohende "Pornoverbot" wird dazu führen, daß das Gesetz nicht kommt. Da die Videotheken 1/3 ihres Umsatzes mit dem Pornoverleih machen, wird Beckestein bestimmt vor den drohenden Arbeitsplatzverlusten einknicken. Es sei denn, es kommt "nur" ein extra Gesetz gegen "Gewaltmedien", was ich für genau so schlimm halte.
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#8 hwAnonym
  • 14.02.2007, 14:02h
  • also ich bin auch für mehr jugendschutz.
    ich fand die zahlen zwar nicht erschreckend
    aber sehr sehr besorgniserregend.

    UNICEF-VERGLEICHSSTUDIE
    Kinder in Deutschland leben schlechter als in vielen EU-Staaten
    Von Björn Hengst

    Kinderfreundliches Deutschland?
    Von wegen. Heranwachsende leben hierzulande deutlich schlechter als in vielen Nachbarstaaten. In einem internationalen Vergleich landet die Bundesrepublik auf Rang elf - weit hinter den führenden Ländern Niederlande und Schweden.

    www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,grossbild-801556-4
    66304,00.html


    das die propaganda klappt war mir klar:
    "...Den besten Wert erreicht Deutschland bei der Einschätzung der Jugendlichen und Kinder zur eigenen Lebenssitutation und dem eigenen Wohlbefinden - in dieser Kategorie landet Deutschland auf Rang 9, bei der materiellen Situation dagegen lediglich auf Platz 13..."

    www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,466304,00.html

    Den Spitzenplatz belegen die Niederlande, vor Schweden, Dänemark, Finnland, Spanien, der Schweiz und Norwegen. Am schlechtesten schnitt Großbritannien ab.
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#9 hwAnonym
  • 14.02.2007, 14:59h
  • na ja passt irgendwie zu film. hier ein
    paar schnipsel zu asiatischen produktionen
    beim teddy award in berlin:

    www.aibai.cn/info/open.php?id=16104

    arte macht ne sendung:

    Der deutsch-französische Kultursender ARTE überträgt die Verleihung des TEDDY Award am Sonntag, den 18. Februar 2007 um 14 Uhr 50.
    Außerdem widmet ARTE dem TEDDY zeitgleich zur TEDDY-Preisverleihung am 16. Februar ab 22 Uhr 10 den Themenabend «Das Coming-out des Kinos», u. a. mit André Schäfers Dokumentarfilm »Schau mir in die Augen, Kleiner» und einer Live-Schaltung zum Flughafen Berlin-Tempelhof.

    TEDDY goes to Russia

    Der TEDDY blickt über den eigenen Tellerrand hinaus und lädt GastkolumnistInnen aus aller Welt dazu ein, ihre Sicht der Berlinale im täglichen Online-Tagebuch zu beschreiben. In thematischen Schwerpunkten wie etwa «TEDDY goes to Russia», «TEDDY goes to Africa», «TEDDY goes to Turkey» und «TEDDY goes to China» erzählen Menschen aus diesen Regionen im Interview mit TEDDY Award TV autobiographisch über ihr Coming-out oder schildern die politische Situation queerer Menschen in ihrem Geburtsland.

    www.dirkjung.de/phpwcms/index.php?id=310,1136,0,0,1,0
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#10 filmmaniacAnonym
  • 14.02.2007, 15:04h
  • Wenn man diese UNICEF-Studie mit dem JuschG in Verbindung bringt, dann hat D auch hier mit den europaweit strengsten Regelungen verloren. In den Niderlanden gibt es überhaupt keinen gesetzlichen Jugendschutz z.B. für DVDs. Dort haben alle Filme nur eine Altersempfehlung des Anbieters (höchste Freigabe ab 16), ausgenommen auch hier Pornos, die sind ab 18. Weder eine Bundesprüfstelle, noch die einschlägigen Verbotsparagraphen des StGB ( § 131+184) gibt es dort. Allerdings finde ich auch, daß man öffentlich auf Flohmärkten keine Tierpornos anbieten muß(hab ich in Amsterdam gesehen).
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