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In Schweden längst ein Superstar, bei uns noch ein Geheimtipp: Anna Ternheim. Ihr zweites Album heißt "Separation Road".

Von Jan Gebauer

Man kennt die ewig gleichen Namen, die man gerne bemüht, wenn es um schwedische Musik geht: ABBA, Roxette, Europe, vielleicht noch Siw Malmkvist oder Harpo ("Moviestar"). In den letzten Jahren haben sich allerdings eine ganze Reihe interessanter neuer Musikerinnen im hohen Norden etabliert, die nun versuchen international zu punkten. Norwegen hat mit Rebekka Bakken oder Bertine Zetlitz schon mächtig vorgelegt, da will Schweden natürlich nicht hinten anstehen. Anna Ternheim präsentiert bereits ihr zweites Album (ihr erstes "Somebody Outside" stellte queer.de bereits vor) und schickt sich an, damit auch Deutschland zu erobern. "Auf diesem Album wollte ich einen klareren, direkteren Klang haben, so wie ihn gute Live-Aufnahmen bieten", sagt Ternheim. "Filmmusik hat mich schon immer fasziniert, und wir hatten schon ziemlich zu Beginn der Aufnahmen den Eindruck, dass einige Songs nach breitwandigeren Arrangements verlangten." In Schweden kam das Ganze gut an: Platz eins der Charts!

Elf sensible Singer/Songwriter-Stücke bietet "Separation Road". Ternheim gelingt es, sich in tiefgründige Atmosphären zu begeben, ohne je zu dunkel oder depressiv zu werden. Im Gegenteil: Melodiöse Indie-Pop-Töne verbinden sich raffiniert mit Nu Folk-, Jazz- und angedeuteten Gothic-Elementen, eingebettet in die spröde Schönheit von Ternheims Stimme. In erster Linie ist sie jedoch einfach eine starke Songwriterin, die weiß was sie will und das selbstbewusst bei ihrem Major-Label Universal durchsetzt: "Es gibt so viele ungeschriebene Regeln, wie man als Künstler sein sollte, wie man aussehen und wie man sich geben sollte", erzählt die Sängerin. "Immer wenn ich auf solch eine Regel stoße, dann sage ich mir: Nein! Ich muss etwas anderes machen! Deshalb fand ich es so großartig, auf das Albumcover ein völlig ausgeflipptes Foto bringen zu können - was auch hervorragend passte, weil wir uns ohnehin schon in vielerlei Hinsicht sehr weit von 'Somebody Outside' entfernt hatten." Im Frühjahr wird Ternheim die neuen Songs auf einer kleinen Tour ihren deutschen Fans vorstellen.

Tourdaten:

09.03.2007 Hamburg Grünspan
11.03.2007 Berlin Kalkscheune
12.03.2007 Köln Prime Club
13.03.2007 Frankfurt Brotfabrik
14.03.2007 Stuttgart Manufaktur
15.03.2007 München Ampere

23. Februar 2007