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Das HPV-Medikament Gardasil ist jedoch eigentlich für Frauen und Kinder vorgesehen.

Von Michaela Monschein

Schwule Männer in Großbritannien fordern einen umstrittenen Impfstoff gegen eine Geschlechtskrankheit ein, der eigentlich geschaffen wurde, um Krebserkrankungen bei Frauen zu verhindern. Das Medikament Gardasil schützt gegen die meisten sexuell übertragbaren Infektionen wie HPV, das Gebärmutterhalskrebs verursachen kann. HPV kann jedoch auch Warzen im Genitalbereich (Feigwarzen), Krebserkrankungen im Analbereich und Peniskrebs verursachen. Homo-Verbände argumentieren, dass eine Impfung gegen diese Erkrankungen schützen würde.

Zahlreiche private Kliniken bieten die Impfung Männern an. Eine Londoner Institution immunisierte laut BBC in den vergangenen sechs Wochen Dutzende Interessenten. Die Diskussion um Gardasil wurde äußerst kontrovers geführt, da das Medikament darauf ausgerichtet ist, Kindern verabreicht zu werden, bevor sie sexuell aktiv werden und sich mit HPV infizieren können. Die britische Regierung überlegt, ob alle Mädchen und möglicherweise auch die Jungen im Alter von elf oder zwölf Jahren routinemäßig in den Schulen geimpft werden sollten. Mit dieser Initiative soll die Anzahl der Erkrankungen an Gebärmutterhalskrebs verringert werden.

Das Medikament wurde für Jungen und Mädchen zwischen neun und 15 Jahren und für Frauen zwischen 16 und 26 zugelassen. Ärzte können sich jedoch entscheiden, ob sie Gardasil auch an andere Personengruppen abgeben. Sean Cummings von der Londoner Freedom Health Clinic empfiehlt das Medikament gerne auch erwachsenen Männern. Die Behandlung mit drei Injektionen kostet 450 Pfund. "Die Motivation für die Behandlung ist der Selbstschutz und die Weiterverbreitung von HPV zu verhindern."

Gegner argumentieren, dass es keinen Sinn mache, Menschen zu immunisieren, die bereits sexuell aktiv sind. Der Mediziner Paul Fox glaubt jedoch, dass eine Impfung durchaus Sinn machen kann. Er hält es für unwahrscheinlich, dass auch ein sexuell sehr aktiver Mensch sich mit allen vier HPV-Stämmen angesteckt hat, die von Gardasil abgedeckt werden.

Das Pharmaunternehmen Merck testet laut BBC derzeit die Wirksamkeit von Gardasil in einer Studie mit 4.000 Männern. 500 Teilnehmer haben auch schwule Sexualkontakte. Das US National Institute of Health führt derzeit ebenfalls Tests durch. Es soll ermittelt werden, welche Vorteile das Medikament bei einer HIV-Infektion bringen kann.

23. Februar 2007



15 Kommentare

#1 Tranny-JannyAnonym
#2 tuxAnonym
  • 23.02.2007, 20:27h
  • @tranny: hm, das bild sieht doch noch gut aus. weisst du wie "lecker" blutige Hämorroiden aussehen?? vor allem dann wenn sie schon nach aussen treten...
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#3 SvenAnonym
  • 24.02.2007, 00:33h
  • @tux

    Jo, die blutigen oder geschwollenen Hämhorriden (Analtrombosen) haben aber im Normalfall keine Geschlechtskrankheit als Ursache, sondern Bewegungsmangel und Co. Werden net umsonst Bürokirschen genannt...
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#4 MarstophProfil
  • 24.02.2007, 01:16hBerlin
  • Solche Bilder können eigentlich gar nicht oft genug gezeigt werden, solange schwule Männer in Massen bewußt ohne Gummi vögeln...!!
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#5 tuxAnonym
  • 24.02.2007, 06:31h
  • @sven: das kann allerdings nicht so ganz stimmen, das dies eine erkrankung von füllfederhaltern ist. ich bin beruflich bedingt sehr viel unterwegs und habe auch reichlich bewegung. hatte aber trotzdem heftige probleme... bis zur op. dann nicht mehr;-)
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#6 Ulli_2mecsProfil
  • 24.02.2007, 10:20hHamburg
  • ... das wäre auch hierzulande ein thema - analkarzinome treten sich auch hier zunehmend häufiger auf, gerade unter positiven.
    und - welcher schwule wäre nicht glücklich, wenn irgendwann einmal "feigwarzen ausgerottet" zu vermelden wäre?
    lg ulli

    ondamaris.blogspot.com
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#7 MarkusHHProfil
#8 the caverAnonym
  • 24.02.2007, 19:01h
  • Hallo Leute,

    Gardasil /der tetravalente Impfstoff gegen HPV 6,11,16 und 18) ist auf dem amerikanischen Markt erhältlich und kann damit auch von deutschen Apotheken bestellt werden. Bevor der große Run einsetzt, ein paar Zusatzinfos:

    - Das Zeug ist wie alle Impfstoffe rezeptpflichtig, muss also vom Arzt verschrieben werden.

    - In Deutschland besteht noch keine Zulassung. Daher dürfte die Bereitschaft von Ärzten, es zu verschreiben, eher gering sein (arzneimittelrechtlich möglich ist es aber).

    - Solange es in Deutschland nicht zugelassen ist, ist es *keine* Kassenleistung (jedenfalls nicht bei gesetzlichen Kasen) - die Verordnung erfolgt auf Privatrezept un der Patient muß zahlen.

    - Die Kosten sind hoch: Notwendig sind 3 Ampullen (Erstimpfung und Auffrischung nach 2 und 6 Monaten). Eine Ampulle kostet in den USA etwa 100 Dollar. Die internationalen Pharmahändler schlagen nochmal heftig drauf, so dass der Preis in der Apotheke hierzulande bei etwa 200 Euro liegt - pro Ampulle, versteht sich... (falls jemand günstigere Importeure kennt, bin ich für Hinweise dankbar)

    - Die Zulassung in den USA beschränkt sich auf Frauen und Mädchen von 9 bis 26 Jahren. Wenn das in D ähnlich wird, siehts mit der Verordnung auf Kassenrezept für alle anderen eher schlecht aus. Ohnehin muss noch abgewartet werden, ob die Impfung von den Kassen übernommen wird - das hängt u.a. wesentlich von der Empfehlung der ständigen Impfkommission (STIKO) ab, dazu hab ich noch nix gefunden.

    - Inwieweit die Impfung bei schon infizierten hilft, ist unklar. Klar ist: Sie schützt vor Infektionen, die man noch nicht hat - wer also z.B. HPV 11 hat, kann sich damit noch vor 6.16 und 18 schützen. Möglicherweise gibt es über eine Kreuzimmunität sogar einen gewissen Schutz vor weiteren Typen, die gar nicht im Impfstoff enthalten sind, das weiß aber noch keiner so wirklich.

    - Da der Impfstoff keine zelluläre Immunität, sondern nur Antikörperbildung hervorruft, ist die Wirkung auf schon infizierte Bereiche wahrscheinlich eher gering. Denkbar ist aber, dass eine Ausbreitung von Kondylomen in neue Areale verhindert würde. Aber dazu gibt es noch keine Studien.

    Also: Wer reichlich Geld übrig hat, kann sich die Sache ja mal überlegen und mit Onkel Doktor besprechen...
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#9 tuxAnonym
  • 24.02.2007, 20:57h
  • @markusHH: fällt Dir das auch schon auf??

    Ansonsten finde ich das Foto gut. könnte ruhig noch ein wenig mehr die schmerzen rüber bringen(blutige knötchen oder so, lässt sich gut mit GIMP arrangieren...)
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#10 SanAnonym
  • 25.02.2007, 19:24h
  • Habe diese Dinger auch gehabt. Auch wenn es Euch anekelt, das Problem habe ich selbst gelöst.
    Alles was ich dazu brauchte war, gutes Licht, einen Spiegel, fester Untergrund (kein Teppich), Gummihandschuhe und einen festen Willen. Nun ja, den Rest könnt Ihr Euch denken.
    Übrigens, Fisten ist schmerzhafter.
    Jetzt könnt Ihr Euch wegen mir die Mäuler zerreissen. War sicherlich eine blutige Angelegenheit und ich habe bestimmt auch nicht alle erwischt, aber der Rest ist ausgetrocknet. So, basta
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