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  • 23. Februar 2007, noch kein Kommentar

Beim Contest ging die Synthie-Pop-Band unter. Das neue Album "Propaganda" soll trotzdem ein Hit werden.

Von Jan Gebauer

Stefan Raab rief und Melotron stand stramm: Beim Bundesvision Song Contest trat das Trio mit dem Lied "Das Herz" für ihr Heimatbundesland Mecklenburg-Vorpommern an. Der Erfolg blieb aus. Am Ende landete Melotron auf Platz 13 von 16 Teilnehmern. Dabei hatten sie sich für ihren Auftritt extra die Cheerleader-Damen der Basketballer von Alba Berlin als Fahnenträgerinnen engagiert. Die marschierten dann auch fleißig mit roten Flaggen zum lauten, dezent düsteren Elektro-Pop von "Das Herz". Andy Krueger, Edgar Slatnow und Kay Hildebrandt bilden seit Ende der 90er Jahre das Trio Melotron. Die neue CD "Propaganda", die auch "Das Herz" enthält, ist bereits das sechste Werk der Band. Ähnlich wie Rammstein hat die Band in den fast zehn Jahren ihres Bestehens vor allen Dingen im Ausland Erfolge gesammelt.

Elektronische Musik made in Germany machte ja einst schon aus Kraftwerk oder Disco-Queen Donna Summer Welterfolge. So trat Melotron 2006 u. a. in den USA, Brasilien, Spanien, Türkei, Mexiko und Russland auf. Dass die Jungs auf Deutsch singen, stört keinen. Erst mit "Broken" hat man für das aktuelle Album erstmals einen komplett in Englisch gesungenen Titel eingespielt. Die ersten Titel auf "Propaganda", ganz besonders die Single "Das Herz", klingen sperrig und wenig überzeugend. Doch oh Wunder, danach geht es mächtig bergauf: "Princess of Russia" und "Vaterland" sind packende Elektro-Pop-Hymnen vom Feinsten und gehen sofort ins Ohr. "Liebe ist Notwehr" stimmt nachdenklich, "Lebe ungewöhnlich" bietet ähnliche Soundeffekte wie NDW-Perlen à la "Zauberstab" (!) von ZaZa. In ihren besten Momenten erinnern Melotron an die frühen Depeche Mode und der sonore Gesang von Andy Krüger ähnelt dem von Peter Heppner (Wolfsheim).

23. Februar 2007