Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?6476

Wien (queer.de) - Die konservative Österreichische Volkspartei (ÖVP) steht der Anerkennung von Homo-Paaren nicht mehr ablehnend gegenüber. Gesundheits- und Familienministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) sprach sich im ORF gegen "jede Form der Diskriminierung" aus. Insbesondere im Miet- und Erbrecht sollten schwul-lesbische Paare gleichberechtigt sein. Allerdings sei die Ehe ein "besonderer Zustand" zwischen Mann und Frau und müsse daher geschützt werden, so Kdolsky. Die ÖVP ist derzeit der Junior-Partner in einer Koalition mit der SPÖ. Die sozialdemokratische Justizministerin Maria Berger hatte zuvor im Radiosender Ö1 gesagt, sie könne sich vorstellen, dass schwule und lesbische Paare im Standesamt heiraten könnten. Allerdings sei auch eine Lösung beim Notar möglich. Das stieß bei der Homo-Gruppe HOSI Wien auf harsche Kritik: "Eine solche Variante lehnen wir strikt ab. Abgesehen von den Mehrkosten für die Paare würde eine solche Vorgangsweise eine Diskriminierung bedeuten. Wir bestehen daher auf einer staatlich anerkannten Partnerschaft mit einer staatlichen Eintragung an den dafür prädestinierten Standesämtern. Alles andere wäre eine rechtliche Anerkennung dritter oder vierter Klasse", erklärte die HOSI-Vorsitzende Bettina Nemeth. Im Januar war die Homo-Ehe Medienberichten zufolge auf Druck der ÖVP nicht in den Koalitionsvertrag aufgenommen worden (queer.de berichtete). (dk)



#1 rudolfAnonym
  • 26.02.2007, 13:28h
  • Eine positive Entwicklung in Österreich, das zwar weniger klerikal ist, als man denken könnte. Dafür aber sehr konservativ und konventionell.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FloAnonym
  • 26.02.2007, 14:29h
  • "Allerdings sei die Ehe ein "besonderer Zustand" zwischen Mann und Frau und müsse daher geschützt werden, so Kdolsky."

    Sagt wer? Wie man Ehe definiert ist kein unumstößliches Naturgesetz, sondern Konvention. Und nur weil etwas lange so gemacht wurde, muss es nicht richtig sein!

    "m Januar war die Homo-Ehe Medienberichten zufolge auf Druck der ÖVP nicht in den Koalitionsvertrag aufgenommen worden"

    Das zeigt die wahre Gesinnung der ÖVP. Jetzt das ist doch nur Augenwischerei aus politischen Gründen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 tuxAnonym
  • 26.02.2007, 20:31h
  • @flo:

    Das mit der Definition
    der Ehe schlechthin
    haben wir doch auch immer
    wieder hierzulande. Derlei
    "Einwände" kommen meistens
    von den "C"-Parteien.
    Diese bezeichnen sich zwar
    als Christlich, denken
    aber nicht im Traum daran,
    diese Werte umzusetzen.

    Zu einem Modernen Christlichen
    Denken gehört auch die
    Abkehr von Traditionellen,
    verstaubten vorstellungen
    wie denn ehe auszusehen
    habe.

    Wenn man das nun noch mit
    den letzten Äusserungen von Herrn
    Glos kombiniert, kommt man
    zu einem erschreckenden
    Ergebniss. Nämlich zurück
    zum Feudalismus.

    Ansonsten ist dies für Österreich
    ein weiterer, großer Fortschritt.

    Daran merkt man, das die
    Österreicher in weiten
    Teilen weiter als wir
    Deutsche sind.
  • Antworten » | Direktlink »