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Rom (queer.de) - Die Mitte-Links-Regierung in Italien hat derzeit ihr Vorhaben aufgegeben, Eingetragene Partnerschaften einzuführen. Nachdem der italienische Präsident Girgio Napolitano den Rücktritt von Ministerpräsident Romano Prodi abgelehnt hatte, hat Prodi einen Zwölfpunkteplan zur Fortsetzung der Neunparteien-Koalition vorgelegt. Darin kommen allerdings Eingetragene Partnerschaften nicht mehr vor. Einige Koalitionspolitiker, allen voran die Kommunisten, hatten der Regierung letzte Woche eine Abstimmungsniederlage im Senat zur weiteren Außenpolitik eingebracht (queer.de berichtete). Kritisiert wurde insbesondere der Einsatz in Afghanistan. Zwar hält die Regierung an ihrer weiteren Unterstützung der multinationalen Truppen am Hindukusch fest, hat aber Beobachtern zufolge die Homo-Ehe geopfert, um die Koalition zusammen zu halten. Mehrere Zeitungen, so auch die "FAZ", erklärten daraufhin den Vatikan zum eigentlichen Sieger des Machtkampfes, da sich die Regierung "riskante Gesetze" wie die Homo-Ehe und die Patientenverfügung nun nicht mehr leisten könne. Prodi will sich diese Woche einer Vertrauensabstimmung im Parlament unterziehen. (dk)



37 Kommentare

#1 madridEUAnonym
  • 26.02.2007, 12:48h
  • Hätte mich auch gewundert, wenn "Il professore" schon im Vorfeld damit durchgekommen wäre.
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#2 splattergayAnonym
  • 26.02.2007, 12:50h
  • Der Gesetzesentwurf ist doch aber schon durch das Parlament gekommen. Ist dann die Abstimmung im Senat nicht zwingend notwendig ? So ganz verstehe ich den Sachverhalt nicht.
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#3 OlafAnonym
  • 26.02.2007, 12:54h
  • Hand in Hand haben die kommunistischen und katholischen Ideologen gleiche Rechte verhindert. Da werden die Sektkorken knallen!
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#4 SebiAnonym
  • 26.02.2007, 13:14h
  • Schluss mit der Coolness. Die Ultra-Kommunisten und die Ultra-Katholiken sind scheiße scheiße scheiße....Ich hasse den Papst und seine ganze verlogene Brut. Hiermit erkläre ich offiziell das Ende der Ignoranz-Toleranz. Solange sich Kirchen in Sachen einmischen, die sie nichts angehen, werde ich also jeden dazu auffordern, endlich auszutreten. Damit wird man dem Spuk zwar auch nicht Herr (hat sich ja schon 2000 Jahre gehalten und Ende ist nicht in Sicht), ist aber vielleicht weniger heuchlerisch als eine krampfhaft zur Schau gestellte Hoffnung auf Besserung (bzw. Zivilisierung) und die Toleranz der v.a. katholischen Ignoranz.
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#5 rudolfAnonym
  • 26.02.2007, 13:26h
  • Tja, ,Bella Italia' halt: klerikale Bigotterie, die zum Himmel stinkt, folkloristische Revolutionsromantik statt rationaler Reformpolitik. Und: eine schrille Transe statt Schwiegersohntypen wie Volker Beck oder Wowereit als Aushängeschilder der Schwulen- und Lesbenbewegung (nix gegen schrille Transen, aber politische Mechanismen sind in dieser beschissenen Welt nun mal so, wie sie sind).
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#6 FloAnonym
  • 26.02.2007, 14:17h
  • Sowohl bei der katholischen Kirche als auch bei den Kommunisten folgt die Ablehnung von Homosexuellen aus denselben Motiven:

    freibestimmte, glückliche Menschen lassen sich nicht so leicht von Obrigkeiten lenken...

    Und dass bei Machtspielen die Schwulen wieder mal als erstes geopfert werden, war doch klar!

    In Italien hat eben die katholische Kirche soviel Macht wie nirgends. Und auch hierzulande tragen die Kirchensteuerzahler dazu bei...
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#7 hwAnonym
  • 26.02.2007, 15:08h
  • fernab von wahrnehmnungsstörungen
    möchte ich darauf hinweisen,
    dass die italienischen kommunisten
    die homo-ehe für ein glücklicheres leben,
    für schwule die das mögen, befürworten.
    und
    völkerrechtswidrige angriffskriege
    mit dem einhergehenden massaker-sterben ablehnen.
    ich freue mich als buddhist über solche haltungen sehr.
    über was ich mich wundere sind die proportionen mancher "bürger " hier.
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#8 martinAnonym
  • 26.02.2007, 15:22h
  • ich als ex-katholik (vielleicht wär so ne gruppe, die hilft, katholiken das denken anzugewöhnen als pendant zu den ex-gays mal lustig...) versteh nicht das was religion damit zu tun haben soll.
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#9 MAnonym
  • 26.02.2007, 15:44h
  • Bei einigen hier scheinen ideologische Beisreflexe gegen alles Linke den Verstand vernebelt zu haben.

    Die italienischen Kommunisten stimmten NICHT gegen die Homoehe. Es hätte mich auch sehr gewundert, wenn die einzige transsexuelle Abgeordnete Italiens (übrigens Kommunistin) gegen Homos stimmt.

    Aber einige hier ignorieren lieber Fakten, wenn sie nicht in die persöhnliche Ideologie passen.
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#10 rudolfAnonym
  • 26.02.2007, 15:45h
  • @hw

    Über den Afghanistan-Einsatz kann man geteilter Meinung sein (über die Taliban jedoch nicht). Welche Meinung hast Du denn zum KPI-Urgestein und jetzigem Staatspräsidenten Napolitano, der Prodi ganz dringend anriet, sich in Sachen 'Pacs' mit dem Vatikan kurzzuschließen? Gibt es in Italien nicht doch mehr Berührungspunkte zwischen dem beiden großen 'Ks' als einem lieb sein kann?
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