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  • 27. Februar 2004, noch kein Kommentar

London Der britische Popstar Morrissey vollendet derzeit sein erstes Album nach sieben Jahren Pause und plant ein Konzert in Manchester, berichtet das britische Magazin "NME".

Dem Bericht zufolge würden gerade die letzten Arbeiten an dem Album "You are the quarry" (in etwa "Du bist die Beute") abgeschlossen, das am 17. Mai erscheinen soll. Bereits eine Woche zuvor erscheint die neue Single "Irish blood, english heart". In seiner Heimatstadt Manchester wird Morrissey, der seit langem auf der anderen Seite des Atlantiks lebt, am 22. Mai das erste Konzert seit 12 Jahren geben. Es ist sein 45. Geburtstag.

Das neue Album wird produziert von Jerry Finn, sonst eher zuständig für den kommerziellen Punk von Blink 182, AFI und Green Day. "Ich wollte einen lauteren Sound für diese Platte", so Morrissey in einer Pressemitteilung. "Es gibt keine Verbindung zur Vergangenheit. Ich wollte nicht wieder das gleiche Zeugs machen. Das ist langweilig." So wird das neue Album auch politisch. In dem Stück "America is not the world" werden amerikanische Alleingänge angeprangert.

Ein Richtungswechsel war offenbar dringend geboten: die letzten Soloplatten des Popstars verkauften sich eher schlecht, zwischenzeitlich stand er ohne Plattenvertrag da. Für das neue Album wollten ihn die größeren Labels Auflagen machen, beispielsweise sollten Mitglieder von Radiohead an dem Album mitwerkeln. Morrisseys entschied sich für as kleine Label Sanctuary, ingesamt entstanden rund 30 Songs von zart bis hart, die jedoch nicht alle den Weg aufs Album finden (aber sicher ins Internet). Gitarrist Alan Whyte bezeichnete "You Are The Quarry" gegenüber "Visions" als das "beste Werk, das Morrissey jemals aufgenommen" habe. "Man kann es als eine Mischung aus 'Your Arsenal' und 'Vauxhall & I' bezeichnen."

Der Ex-Sänger der Smiths gilt als Homo-Ikone ohnegleichen, der in Großbritannien bekannte schwule Journalist Mark Simpson hat ihm längst eine Biographie geschrieben. Titel: "Saint Morrissey". So richtig geoutet hat sich Morrissey bei allem Spiel mit der Homoerotik freilich nie, unzählige Liedzeilen wie "I'm the end of the family line" ließen jedoch genügend Spielraum für Vermutugen. Wieder andere Zeilen ließen genug Spielraum für homoerotische Träume: "If you ever need self-validation, just meet me in the alley by the railway station" (aus "I want the one I can't have"). (nb)



Morrisseys bestes Album

Neu aufgelegt; "Vauxhall and I – 20th Anniversary Definitive Master" ist ein makelloses Pop-Album mit brillanten und melodischen Songs.