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Sydney (queer.de) - Die Polizei hat am Sonntag eine Tanzveranstaltung mit 5.000 Gästen zum CSD Sydney gestürmt, weil sie dort Drogenkonsum vermutete. Das führte zur Kritik von Homo-Gruppen, auch weil sich Gäste noch vor Ort für eine Leibesvisitation nackt ausziehen mussten. 26 Menschen wurden festgenommen. Die Polizei argumentierte, dass die Aktion eine Reaktion auf den Drogentod einer 20-Jährigen bei einem Musikfestival gewesen sei. Homo-Aktivisten vermuten dagegen, dass die Razzia die harte Linie der regierenden Konservativen demonstrieren soll. Ein Gast sagte dem "Rainbow Network": "Das scheint reine Homophobie zu sein, denn es gab in letzter Zeit mehrere Razzien bei schwulen Partys. Wir misstrauen jetzt der Polizei". Canberra hatte Anfang des Monats angekündigt, gegen Homo-Adoptionen im Ausland vorzugehen (queer.de berichtete). (dk)



14 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 28.02.2007, 17:51h
  • Das erinnert mich an die Razzien damals zur Stonewallzeit... Da wurden auch Drogen und andere Argumente als Grund vorgeschoben. Vielleicht braucht Australien bei der faschistischen Regierung die die haben auch mal sowas wie einen Stonewallaufstand...

    Schon beachtlich, dass die Drogenvermutungen nur für schwule Partys gelten. Und dass man sich gleich vor Ort ausziehen muss ist auch reine Schikane!

    Aber was will man von deren Regierung schon erwarten...
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#2 Thomas, KölnAnonym
  • 28.02.2007, 19:31h
  • grundsätzlich sollte jeder, der die geistige reife besitzt entscheidungen für sich selbst zu treffen, für sich selbst entscheiden ob und welche drogen er zu sich nehmen will. aber bitte dann auch die folgen selbst tragen und nicht nach der allgemeinheit rufen, wenn´s gesundheitlich abwärts geht oder man unter drogen unfälle verursacht bei welchen dritte geschädigt werden.
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#3 tuxAnonym
  • 28.02.2007, 21:17h
  • @flo: Von deren Regierung kannst Du genau so viel erwarten wie von der US-Amerikanischen. Siehe den Beitrag mit der "Enthaltsamkeit"....

    Ansonsten nimmt es hierzulande auch langsam überhand.. Aber bei uns gibt es ja angeblich keine politische verfolgung...
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#4 axMucAnonym
  • 01.03.2007, 10:42h
  • 26 Festnahmen bei 5000 Gästen, wow, wie peinlich für die Polizei. Oder es waren wirklich fast alle clean. Ob es speziell gegen Schwule ging, lässt sich sicherlich schwer sagen und ist , denke ich, überall anders.
    Was Razzien in Clubs, hetero oder schwul, betrifft, so hält sich das bei uns in MUC ungefähr die Waage. Die letzte gabs vor 5 Wochen in einem Hetenclub.
    In Zürich allerdings hat es den Anschein, dass es die "Stadtoberen" offen auf Schwulenclubs abgesehen haben. Razzien und Clubschliessungen gab es in letzter Zeit oft. Meinen Freunden in Zürich wird fast regelmässig vor Betreten oder nach Verlassen des "Labyrinth", von Zivis an die Eier gefasst. Immer ein paar hundert Meter vom Club weg.
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#5 madridEUAnonym
  • 01.03.2007, 13:06h
  • Einer meiner besten Freunde lebt in Melbourne und beteuert, dass Australien trotz augenblicklicher konservativer Regierung sehr liberal ist. Es kann ja sein, dass es wirklich nur gegen Drogen geht, wie unser Freund aus MUC schildert ?
    @tux2006: Es muss doch dramatisch anstrengend sein, sich in der BRD laufend nicht nur als Schwuler überwacht , verarmt und unterdrückt zu fühlen. Gibt es denn noch irgendwelche positiven Seiten in diesem kapitalistischen Polizeistaat, der Dir so verhasst ist ?
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#6 hwAnonym
  • 01.03.2007, 14:37h
  • @ madridEU

    ..es ist die wahrnehmung von zynismus und
    selektionsdruck in dieser gesellschaft,
    der wird gottlob immer offener: ihr arbeitet
    länger und bekommt weniger geld oder ihr fliegt raus...wird hier gerade mit 50.000 menschen medienwürdig aufgeführt.
    teil 2 der aufführung muss sein: widerstand zwecklos..

    "Die psychoanalytische Frage ist dann nicht: Warum schlagen die Primitiven und Zukurzgekommenen zu, sondern welcher Abspaltungs- und Kompensationstendenz verdanken wir es, daß wir den öffentlich geförderten Zynismus widerspruchslos unterstützen: das Lügen unserer Volksvertreter, das Auspressen arbeitsloser Schuldner durch unsere Banken, die unmenschliche Massenabrichtung in den Schulen, die Innenweltvergiftung durch die Medien, das Geschäft mit den Mördern durch unsere Industrie zum Nutzen unserer Außenhandelsbilanz? Kennt nicht jeder von uns die himmelschreienden Ungerechtigkeiten? Ich frage: Wie halten wir das aus, ohne dreinzuschlagen oder Brandsätze zu werfen? Haben wir es nicht alle schon miterlebt, wie Kinder von ihren Eltern oder Lehrern, Arbeiter von ihren Kollegen oder Chefs, psychisch Kranke von ihren Mitmenschen fertiggemacht werden? Die beste Nahrung findet der Haß in der pseudoeffizienten Erfolgsideologie: Werbung, Medien, politische Propaganda und Aufstiegsagenturen, Schulen, Berufsberater, Personalmanager vermitteln den Eindruck: Nur wer sich gut verkauft, kommt weiter; und andererseits sind die Nachrichten voll von Massenentlassungen, Langzeitarbeitslosen, Obdachlosen, Elend und Massakern in den armen Ländern. Den letzten beißen die Hunde, unverdient, aber unvermeidlich. Da kommt einem schon der Haß hoch. Primitive Menschen haben eben primitivere Mittel als die mit gut ausgebildeter Sublimierungsfähigkeit; aber beide können andere kaputt machen, um sich besser zu fühlen."

    www.khwitte.de/Aufs-Texte/A_DE_HASS.htm
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#7 madridEUAnonym
  • 01.03.2007, 14:53h
  • @hw: Zu meinen Zeiten war es auch nicht viel anders und Spanien durchläuft zufällig mal gerade einen Wirtschaftsboom, wobei auch hier nur die Eifrigsten bestehen und Demokratie vor den Werktoren haltmacht. Wir standen alle auf der Abschussliste und hatten nur das Glück der frühen Geburt, so dass wir diesen Tanz der kaum verhüllten "subtilen" Agressionen jetzt nur noch in den Medien ertragen müssen. Es mag feige sein, aber man muss sich trotzdem einrichten, so gut es geht, denn es gibt leider keine Alternativen. Da wirft man uns unter anderem vielleicht nur zur Beruhigung die längst fällige Homo-Gleichstellung vor die Füsse und lässt uns Karneval feiern. Das ist doch zumindest etwas ?
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#8 hwAnonym
#9 madridEUAnonym
  • 01.03.2007, 15:44h
  • Au weia,@hw: Aber schon der "Struwwelpeter" lehrt, was uns passiert, wenn wir den Daumen in den Mund nehmen.......Gibt´s den heute noch ?
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#10 seb1983
  • 01.03.2007, 15:52h
  • @madridEU

    Eine überraschend harte Breitseite von dir gegen tux...

    26 Personen entspricht übrigens grob 0.05% von 50.000, da hat sich die Razzia ja gelohnt...
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