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Washington (queer.de) - Ein US-Berufungsgericht hat gestern entschieden, dass die Bush-Regierung gemeinnützigen Aids-Gruppen die Zuschüsse streichen darf, wenn diese nicht Enthaltsamkeit propagieren. In erster Instanz hatte ein Gericht der Gruppe DKT International noch Recht gegeben. Diese hatte sich geweigert, den Vorgaben der konservativen Regierung zu folgen, weil sie in Vietnam Kondome an Prostituierte verteilt. Die Anwälte von DKT International argumentierten, dass die Einschränkungen der Regierung das Recht auf freie Meinungsäußerung einschränkten. Die Richter argumentierten jedoch, dass die Regierung ein Recht habe, die Richtlinien der förderwürdigen Programme zu bestimmen. Die USA gibt innerhalb von fünf Jahren 15 Milliarden US-Dollar für die Bekämpfung von HIV und Aids aus, will aber in erster Linie Enthaltsamkeit als Mittel gegen die Immunschwächekrankheit fördern und nur in Ausnahemfällen Verhütung. (dk)



#1 SaschaAnonym
  • 28.02.2007, 14:04h
  • Was für ein perverses Spiel mit armen Menschen und deren Recht auf Gesundheit und Selbstbestimmung! Und all das im Namen religiös-fundamentalistischer Ideologien und Unterdrückungslehren...

    Kriegsverbrecher Bush sollte sich ein Beispiel an der brasilianischen Regierung nehmen, die in Karnevalszeiten Millionen von Kondomen kostenlos unter die Leute bringt und in öffentlichen Schulen Automaten mit Gratis-Präservativen installiert.

    Das sind Ansätze, die einen verantwortungsvollen und selbstbestimmten Umgang mit Infektionsrisiken fördern und bereits sichtbare Erfolge in der HIV-/AIDS-Prävention gezeitigt haben, und nicht die Unterdrückungspropaganda des kirchlichen und/oder religiös-fundamentalistischen Machtapparates, die zudem den Menschen in armen Ländern ihr Grundrecht auf sexuelle Selbstbestimmung abspricht!
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#2 FloAnonym
  • 28.02.2007, 17:46h
  • Bush halt...

    Lieber Leute für dumm verkaufen als für weniger AIDS-Kranke sorgen.
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#3 JanAnonym
  • 28.02.2007, 20:18h
  • Nun, ich finde die Entscheidung des Gerichts völlig
    nachvollziehbar. Natürlich kann die Regierung frei
    entscheiden, welchen Gruppen sie Geld gibt und
    welchen nicht.
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#4 tuxAnonym
  • 28.02.2007, 20:59h
  • .....aber überall auf der welt rumrennen und was von "Schurkenstaaten" und Menschenrechten faseln!

    was will man schon von einer Religiös-Fundamentalistisch-Faschistischen Regierung erwarten.

    MÖRDER!!
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#5 cole12Anonym
  • 28.02.2007, 22:54h
  • Das ist wieder Mal George W. Bush jr. at his best. Weltfremd, menschenverachtend und zutiefst scheinheilig. Mit aller Gewalt christliche Werte in die Menschen prügeln, auch wenn dabei mal einer auf der Strecke bleibt.

    Dass mit dem 'enthaltsamen Leben predigen' funktioniert ja in den Staaten seit Jahren richtig supi. Nirgendwo gibt es so viele Gruppen, die Enthaltsamkeit propagieren wie in den USA. Ich frage mich nur, wie die USA es jedes Jahr wieder schaffen, die Rate z. B. der Teenager-Schwangerschaften zu toppen.

    Ich habe vor einigen Monaten eine Studie gelesen, in der dargestellt wurde, wie schlecht amerikanische Teenager aufgeklärt sind und über die Risiken von ungeschütztem Sex so gut wie nichts wissen, was in Deutschland leider häufig auch der Fall ist. Vielleicht sollte man in den USA lieber aufklären, anstatt darüber zu diskutieren, ob die Evolutionstheorie und das Propagieren der Enthaltsamkeit den Biologieunterricht ersetzen sollen. Verantwortungsbewusstes Verhalten wäre den Jugendlichen sicherlich besser zu erklären, als der Verzicht auf etwas, was doch die schönste Nebensache der Welt ist.
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#6 sajoAnonym
  • 01.03.2007, 11:56h
  • @cole12

    Deinem Kommentar ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Diese Enthaltsamkeits- programme gehen ja wohl voll an der Realität vorbei. Es ist eigentlich wirklich ein Verbrechen an der Jugend, dass sie anscheinend nicht ausreichend oder gar nicht über so wichtige Dinge wie Sexualität und Verhütung im allgemeinen und Homosexualität im Besonderen informiert wird oder auch über die Gefahren von Alkohol, insbesondere Alkohol im Straßenverkehr und Drogen. Auch das Tabuthema "Suizid" sollte ein Thema sein, um zu verhindern, dass sich Jugendliche - aus welchen Gründen auch immer - umbringen.
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#7 SebiAnonym
  • 01.03.2007, 12:15h
  • @cole12
    Super Eintrag! Gerade deine Sachlichkeit sowie die erwähnenswerte Realität der Teenagerschwangerschaften erwischen die rechts-konservativen Demagogen eiskalt !
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#8 SaschaAnonym
  • 01.03.2007, 16:45h
  • @Jan:

    Du solltest dich um eine verantwortungsvolle Position in Bushs krimineller Clique bewerben. Aber beeile dich, denn lange sitzen die nicht mehr im Weißen Haus, wenn sie nicht vor 2008 noch offiziell eine Diktatur ausrufen...
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#9 FinnAnonym
  • 01.03.2007, 20:27h
  • Natürlich ist diese Gerichtsentscheidung scheinheilig. Würde queer.de aber nur ein einziges Mal wirklich recherchieren, würde wohl auffallen, dass es gar nicht darum geht, Abstinenz propagieren zu müssen, sondern darum, sich gegen Prostitution und 'Sex als Ware' auszusprechen.

    Aber gute Güte - auf solch marginale Unterschiede kann es bei einem solchen Thema ja nicht ankommen...
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