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Wiesbaden (queer.de) - Ein Mann aus Frankfurt/Main ist von der katholischen Kirche geoutet und daraufhin in seiner ehemaligen Heimatgemeinde wie ein Aussätziger behandelt worden. Das ist eines der Ergebnisse eines Berichtes, den der hessische Datenschutzbeauftragte Michael Ronellenfitsch gestern vorgestellt hat. Wie die dpa berichtet, hat das zuständige Amtsgericht beim Kirchenaustritt des Mannes die Kirche über den Familienstand (Eingetragene Partnerschaft) informiert. Familie und Freunde aus der ehemaligen Heimatgemeinde hätten daraufhin mit ihm gebrochen. Ronellenfitsch sagte, die Information über die Homo-Ehe hätte nicht an die Kirche weitergegeben werden dürfen, da nur Hetero-Ehen Auswirkung auf die Kirchensteuer hätten. Schuld daran sei ein Formular zur Kirchenaustrittserklärung gewesen. Der Betroffene klagte ohne Erfolg beim Oberlandesgericht auf Schadensersatz. Beim Landesdatenschutzbeauftragten gingen vergangenes Jahr mehr als 2.000 schriftliche Beschwerden ein. (dk)



26 Kommentare

#1 hwAnonym
#2 MalteAnonym
  • 01.03.2007, 14:32h
  • Wieso hängt die katholische Kirche nicht gleich Abschusslisten mit den Namen von Homosexuellen aus? Das würde doch zu denen passen...

    "Der Betroffene klagte ohne Erfolg beim Oberlandesgericht auf Schadensersatz."

    Was wieder mal zeigt, dass die Kirche auch hierzulande viel zu mächtig ist. Wann stoppt endlich jemand diesen heuchlerischen Verein?
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#3 HaKuAnonym
  • 01.03.2007, 15:43h
  • Was ich nicht verstehe: Wie kann man eine "Eingetragene Partnerschaft" haben, ohne
    dass dies Verwandte und Freunde mitbekommen?
    Schrankschwuchtel und eingtr. Partnerschaft, kann mann sich so verbiegen?

    Gruss,
    HaKu
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#4 HaKuAnonym
  • 01.03.2007, 15:43h
  • Was ich nicht verstehe: Wie kann man eine "Eingetragene Partnerschaft" haben, ohne
    dass dies Verwandte und Freunde mitbekommen?
    Schrankschwuchtel und eingtr. Partnerschaft, kann mann sich so verbiegen?

    Gruss,
    HaKu
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#5 Kai78Anonym
  • 01.03.2007, 16:01h
  • Ja die römisch kath. Kirche ist schon ein ganz besonderer verein.
    Aber das dieses Outing in Absicht geschah nach dem Motto dem Abtrünigen zahlen wir es heim glaube ich absolut nicht.
    Ich denke es war ein ganz normaler Verwaltungsakt Kirchenaustritt wird im Pfarrbrief veröffentlicht und gut ist neben dem Namen steht bei uns auch Alter und Familienstand drin.
    Da hat die Sekretärin das abgetippt was ihr das AG zugestellt hat.
    Es ist sehr bedauerlich für den Betroffenen aber wo Menschen arbeiten passieren Fehler.

    Zudem wenn ein Familienmitglied oder Freund von mir bereits verpartnert ist und dann geoutet wird hätte ich auch ein Problem damit weil ich mir schlicht und ergreifend belogen und verarscht vorkäme.
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#6 ThomasAnonym
  • 01.03.2007, 16:44h
  • An der Geschichte gefällt mir etwas nicht!
    Der Mann lebte also in einer eingetragenen Partnerschaft. Dann ist er bewusst und offen mit seiner Homosexualität umgegangen. Demnach mußten doch seine Freunde und Familie über ihn Bescheid wissen. Der Lebenspartner dieses Mannes muss den Verwandten ja bekannt gewesen sein, er war ja lt.Gesetz ein "Mitglied "der Familie.
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#7 FloAnonym
  • 01.03.2007, 17:42h
  • Das passt mal wieder zur katholischen Kirche: die hatten immer schon Probleme mit Grundrechten und Demokratie.

    Die können nicht verwinden, dass es ein Recht auf Austritt gibt und wenn das dann auch noch jemand wahrnimmt und ihnen damit einen kleinen Teil Geld wegnimmt, dann wollen die sich wenigstens rächen und demjenigen noch so weit es geht schaden. Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass das gemacht wird.

    @Kai78:
    Erstens hat die Kirche kein Recht einen Austritt im Pfarrbrief zu veröffentlichen. Die Wahl meiner Religion ist in einer Demokratie Privatsache und ich habe zu etscheiden, wer meine Religion kennt und wer nicht (die betroffenen Personen aus Verwaltung und Kirche ausgenommen). Gerade durch einen Austritt ist man nicht mehr Mitglied und dann haben die erst recht nicht mehr das Recht, etwas über mich zu veröffentlichen.

    Zweitens weißt Du gar nicht, ob es um den Pfarrbrief ging oder ob das Zwangsouting ganz anders stattfand.

    Übrigens: ich kenne auch Fälle, wo Schwule vom Land in die Großstadt ziehen und dort eingetragene Partnerschaften eingehen, es aber ihren Verwandten und Freunden vom Dorf nicht oder nur teilweise sagen, weil es auf dem Land halt leider immer noch anders ist als in der Stadt. Ich selbst finde das auch komisch, aber darüber haben wir nicht zu urteilen.

    Fakt ist und bleibt: die katholische Kirche hat nach dem Austritt nachgetreten und sich einen Dreck um Datenschutz und Grundrechte gekümmert... Ganz so, wie dieser heuchlerische Verein es immer macht...
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#8 ChristianAnonym
  • 01.03.2007, 17:56h
  • Jeder muß selbst entscheiden, ob und wem gegenüber er
    sich outet oder nicht bzw. ob und wenn ja welcher Religion er
    angehören möchte. Das Grundproblem im vorliegenden Fall
    ist die allenfalls inkonsequente Trennung von Kirche und
    Staat in Deutschland. Die Kirchen sollten ihre Mitgliedsfragen
    autonom regeln und der Staat sollte hier keine
    administrativen Handlangerdienste leisten, die ihn überhaupt
    nichts angehen. Wenn Kirche und Staat bei uns konsequent
    getrennt wären, gäbe es solche tragischen Vorgänge gar
    nicht.
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#9 charfikAnonym
  • 01.03.2007, 18:25h
  • ich glaube das ich vor 20 jahre das richtig gemacht habe und bin ausgetreten denn wie ich noch zur schule ging und ich wusste das ich schwul bin da haben sie schon über mich gelästert denn ich komme auch vom dorf
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#10 SebiAnonym
  • 01.03.2007, 18:28h
  • Die Kirchenaustritte werden extra publiziert?!? Jeder normale Mensch prahlt mit seinen Erfolgen, die Kirche hat es aber schon nötig, mit ihren Misserfolgen zu prahlen.
    Man kann es ihnen übrigens nicht verbieten. Denn die Info über den Familienstand ist keine intime schützenswerte Privatsphere. Aber man kann es belächeln. Ebenso kann man Leute belächeln, die nicht mal zugeben, dass sie verheiratet -pardon eingetragenegleichgeschlechtlichepartnerschaftentet sind -, weil sie sich dafür schämen.
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