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Die Dramedy-Serie "Desperate Housewives" kehrt mit der dritten Staffel zurück – und wird immer besser!

Von Dennis Klein

Selbst die Welt der Hausfrauen wird schnelllebiger: In den USA läuft die dritte Staffel noch und schon am 6. März beginnt Pro Sieben mit der Ausstrahlung der deutschen Synchron-Fassung. Eines haben die Macher der Kultserie geschafft: Das Hausfrauendasein ist plötzlich schick. Amerikanische Konservative bringt die Serie aber trotzdem auf die Palme: So hat der Parents Television Council, ein 800.000 Mitglieder zählender Verein verklemmter christlicher Kulturkritiker, Episoden der Serie wiederholt als "Worst show of the week" gebrandmarkt. Und das, obwohl im US-Fernsehen ja so einiges Grenzwertige gezeigt wird. In der Serie wimmle es von "Ehebruch, Nacktheit und Teenager-Sex", beschweren sich die Moralapostel. Die amerikanische Öffentlichkeit schaut aber – oder gerade deshalb - gebannt zu: In den Ratings befindet sich die 3. Staffel derzeit auf Platz 5 - davor wimmeln nur die Reality-Shows "American Idol" (die US-Version von DSDS) und "Dancing With Stars (lief hierzulande unter "Let's Dance"), sowie "CSI" und "Grey's Anatomy". Hierzulande sind die Quoten nach Staffel 2 dagegen noch ausbaufähig.

Auch für die deutschen Zuschauer gibt es im dritten Jahr allerlei Déjà Vu-Erlebnisse: So kehrt der schöne Gärtner - natürlich textilfrei - zumindest kurzzeitig zurück und auch mit Bree van de Kamps verlorenem schwulen Sohn Andrew gibt es ein Wiedersehen, nachdem er sich monatelang auf der Straße durchgeschlagen hat. Fürs schwule Auge hält Edies gut gebauter Neffe Austin (dargestellt von Josh Henderson) Einzug in die Welt der Hausfrauen. Er läuft dankenswerterweise meist oberkörperfrei durch Wisteria Lane.

Natürlich ist es in dem noblen amerikanischen Vorort nicht so langweilig wie in Hamburg-Marienthal: Wie immer geht es um Leben und Tod – und so mancher verliert auch in dieser Staffel ersteres: Gleich zu Beginn bangt Susan um Klempner Mike, der auf mysteriöse Weise vom Auto überfahren wurde und jetzt im Koma liegt. Im Krankenhaus trifft sie jedoch einen Gleichgesinnten mit umwerfendem englischen Akzent (zumindest in der Originalfassung). Für Bree läuten wieder Hochzeitsglocken, doch ihr Ehemann hat diesmal eine äußerst fragwürdige Vergangenheit. Sogar die Ermordung der waffenvernarrten, aber liebenswerten Republikanerin wird geplant.

Gabrielle muss sich währenddessen auf ein Leben ohne den von ihr getrennt lebenden Ehemann Carlos einstellen – oder muss sie das überhaupt? Der zieht nämlich nebenan ein. Auch Lynette hat so ihre Probleme, hat ihr Mann doch vor kurzem eine Affäre gestanden, aus der eine recht ungenießbare Tochter hervorgegangen ist – ganz zu schweigen von deren Mutter. Die wird zu allem Überfluss noch mit Lynette Geisel in einem Supermarkt – und hier fließt natürlich nach der Werbeunterbrechung gehörig Blut. Fazit: Kranken-, Hausrats- und Haftpflichtversicherungen müssen auf Wisteria Lane astronomisch teuer sein...

Die dritte Staffel "Desperate Housewives" geht weiter, wie die zweite geendet hat. Die kreativen Drehbücher sollte man zwar nicht an der Wirklichkeit messen. Dennoch ist die Serie grandios unterhaltsam und das beste, was das Fernsehen derzeit zu bieten hat. Unser Tipp: Auf jeden Fall einschalten!

"Desperate Housewives, Staffel 3". Ab 6.3. immer dienstags, 21:15 Uhr, Pro Sieben

6. März 2007



GLAAD Awards: Sieg für "Milk" und "Desperate Housewives"

Am Wochenende sind zum 20. Mal die GLAAD Media Awards verliehen worden, mit denen die Homogruppe Gay & Lesbian Alliance Against Defamation Fernseh- und Kinoproduktionen ehrt, die für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben einen Beitrag leisten.
Star aus "Queer as Folk" bei den Housewives

Gale Harold wird offenbar ein Hetero-Lover in der Wisteria Lane.
#1 ralliAnonym
  • 06.03.2007, 16:53h
  • die serie spielt nicht in kalifornien, sondern in einen fiktiven (tiefer geht's nicht ;-)) staat namens "eaglestate"

    ralli

    Vielen Dank für den Hinweis. Die Serie spielt tatsächlich in einem fiktiven Staat, wird aber ausschließlich in Kalifornien gedreht. Red.
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#2 SvenAnonym
  • 06.03.2007, 19:18h
  • Toll finde ich den Hinweis im Artikel auf die Versicherungspreise.
    Solche Gedanken gibt's wohl nur in Deutschland!
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#3 ChrisAnonym
  • 07.03.2007, 10:06h
  • Bzgl. Kalifornien ist falsch. Anscheinend dachte man sich, ach da ist ja oft schönes Wetter, liegt es halt in Kalifornien (wobei es in Kalifornien auch ein Fairview gibt). Richtig ist - die Wisteria Lane liegt in Fairview im Bundesstaat Eagle. Zwar wird der Name nie erwähnt, jedoch befindet sich der Name und das Wappen z.B. auf den Nummernschildern der Autos und auch im Gerichtssaal.
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