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Die ersten Billigflieger entdecken die Langstrecke - Tipps (nicht nur) für schwule Globetrotter

Von Micha Schulze

Während sich die meisten deutschen Billigflieger vor Interkontinental-Flügen noch scheuen, zieht es die asiatischen Low-Cost-Carrier nach Europa. Nach dem Start von Oasis Airlines, die ab 75 Pfund von Hongkong nach London fliegt, will im Juli AirAsia-X den Flugbetrieb zwischen der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur und Großbritannien aufnehmen. Die neue Airline, ein gemeinsames Ableger des erfolgreichen Billigfliegers AirAsia und der malaysischen Fly Asian Xpress (FAX), will zum Start Tickets für weniger als drei Euro anbieten.

Bei geplanten Reisen nach Übersee kann es sich in der Tat auszahlen, Abflüge aus einem Nachbarland zu prüfen. So fliegt die kanadische Fluglinie Zoom Airlines ab britischen und französischen Flughäfen nach Montreal oder Toronto. Auf ein Konzept mit günstigen Business-Class-Tickets setzt wiederum die französische L'Avion. Auf der Strecke Paris-New-York setzt die Airline eine Boeing 757 mit lediglich 90 Business-Plätzen ein. Für rund 1.000 Euro sind Hin- und Rückflug zu haben.

Wenn man die Langstrecke in Paris oder London antritt, können andere Billigflieger wie Germanwings oder TUIfly als Zubringer fungieren. Allerdings sollte man genügend Zeit zum Umsteigen oder besser noch einen Stopover einplanen: Erreicht man den Anschlussflug nämlich nicht, muss in der Regel ein neues Ticket gelöst werden.

Special-Oneway-Tarife ab 99 Euro direkt ab Deutschland nach Asien, in die Karibik oder nach Nordamerika bietet allein die Condor an - der erste interkontinentale Billigflieger überhaupt. Allerdings ist es bei Condor erfahrungsgemäß schwierig, einen ebenso günstigen Rückflug zu bekommen. Seit vergangenen Oktober fliegt zudem Pro Sky Travel zweimal wöchentlich mit einer Maschine der brasilianischen BRA von Köln nach Rio de Janeiro. Tickets gibt's ab 199 Euro.

Die meisten deutschen Billigflieger sehen in der Langstrecke jedoch kein neues Geschäftsfeld. "Bei einem Flug nach New York müssen Sie im Schnitt 500 Euro pro Ticket verlangen - sonst kommt das Unternehmen nicht auf seine Kosten", winkt Air-Berlin-Sprecher Peter Hauptvogel ab. Wie risikoreich das Geschäft ist, zeigt das Beispiel von Air Madrid. Die spanische Linie, die günstige Tickets nach Südamerika anbot, musste letztes Jahr den Flugbetrieb einstellen.

7. März 2007

Link-Tipps:
Air Asia
Condor
Oasis airlines
L'Avion
Pro Sky Travel
Zoom Airlines



10 Kommentare

#1 Jörg EbelAnonym
  • 07.03.2007, 14:48h
  • Liebe Queers,
    so gerne ich selbst reise - passen billige Langstreckenflüge noch in unsere Zeit? Es mag ja sinnvoll, Reiseziele zu besuchen, so lange sie noch nicht überflutet oder durch Stürme verwüstet sind. Aber wäre es nicht besser, durch ein klimabewusstes Verhalten dazu beizutragen, dass es gar nicht erst dazu kommt? Immerhin ist der Flugverkehr nicht unwesentlich für die CO2-Belastung unseres Planeten. Wir sollten deswegen rechtzeitig über Alternativen nachdenken - auch für uns Schwule und Lesben. Vielleicht wäre das mal eine Reportage wert.

    Viele Grüße
    Jörg Ebel
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#2 madridEUAnonym
  • 07.03.2007, 16:29h
  • @Jörg Ebel: Das frage ich mich schon seit Jahren, ob Europäer unbedingt in ferne Kontinente in Urlaub fliegen müssen, wenn sie in 2-3 Stunden Flugzeit in Italien, Griechenland,Spanien oder Nordafrika mindestens 8 Monate im Jahr Strandwetter haben können. Denn darum geht es den meisten doch in erster Linie.
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#3 WolfgangAnonym
#4 tuxAnonym
  • 07.03.2007, 19:18h
  • muss eigentlich reklame für billigflieger sein in zeiten der klimakatastrophen??

    zumal ich mir nie so sicher wäre, in eine maschine von billigfliegern zu steigen. an irgendetwas müssen die ja sparen und ich glaube nicht das es nur am essen ist...

    ich mache lieber hier urlaub...
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#5 NLAnonym
  • 07.03.2007, 21:12h
  • "billig airlines" und die Luftfahrtbranche sind ja nun nicht alleine fuer klimakatastrophen verantwortlich. CO2 emissionen die durch den luftverkehr verursacht werden liegen bei rund 3 prozent, es gibt also andere industriezweige die deutlich mehr co2 emissionen verursachen.
    nach malaysia wuerde ich auch wieder fliegen, ich bin gerne unterwegs und wenn man in europa schon viel gesehen hat, dann zieht es einem halt auch mal weiter weg. ob ich dann allerdings mit einer "billig airline" fliegen wuerde ist eine andere frage.
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#6 SvenAnonym
  • 08.03.2007, 06:17h
  • Sicher sind Flugzeuge nicht allein verantwortlich, aber zum großen Teil mitverantwortlich.
    Wo denn anfangen, wenn nicht bei sich selbst; Beim Urlaub, beim Auto usw. Auf Politiker warten?
    Werbung für Billigflieger ist nicht etwas, was einen Norddeutschen wirklich glücklich macht, bei einem Blick auf zukünftige nasse Füße.
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#7 southwark-boyAnonym
  • 09.03.2007, 18:41h
  • Ich stimme hier voll und ganz den meisten vorherigen Kommentatoren zu.
    In Zeiten des Klimawandels sind "Billig-Langstreckenflüge" bedenklich.
    Ich habe zwar auch schon in meinem Leben 3 Langstreckenflüge hinter mir (einer davon für ein sechsmonatiges Indien-Praktikum, die beiden anderen für jeweils 4 wöchige Rucksackreisen durch Indien und Südafrika). Dafür habe ich bisher in meinem Leben noch keine Europa - Flüge zu irgendwelchen Mittelmeerinseln & Co gemacht, sondern bin bei Südeuropa Urlauben (auch bis Spanien und Griechenland) immer mit Bahn, Bus und Fähren unterwegs gewsen.
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#8 southwark-boyAnonym
  • 09.03.2007, 18:50h
  • Fortsetzung: Sollten aber Billig-Fernflüge möglich sein, befürchte ich, daß einige Leute, die jetzt zum Sonnen nach Mallorca fliegen, demnächst zum ähnlich niedrigen Flugpreis zum Badestrand nach Thailand oder Mauritius fliegen.
    Und das auch, wenn sie eigentlich kein großes Interesse an der fernen Kultur, an Land und Leuten haben, sondern nur 10 oder 14 Tage am Strand abgammeln und sich sonnen (was wahrlich auch in Europa möglich ist). Ich finds OK, wenn jemand zwei oder drei Mal im Leben aus kulturellem Interesse einen Fernflug macht, aber finde es nicht OK, wenn mehrmals im Jahr um die Wette geflogen wird , nur für einen Badeurlaub am Strand. Martin
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#9 pete20Anonym
  • 10.03.2007, 17:23h
  • zum CO2 Ausstoss:

    Mir ist folgender Gedanke gekommen. Erdöl gibt es noch für 30-40 Jahre. Wenn wir jetzt an Flugreisen usw sparen, wird es vielleicht 50 Jahre reichen. Ich glaub die erderwärmung wird es nicht stark beeinflussen. Denn die gleiche menge CO2 wird nur über eine wenig längere ausgestossen.

    Ausserdem, wenn wir des Erdöl nicht verbrauchen, sind es unsere Freunde in China und Indien.
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#10 UlliAnonym
  • 12.03.2007, 18:19h
  • ja - klasse headline - kuala lumpur macht das schwule leben so richtig aufregend...
    ich würde allerdings vorsichtshalber nur one way buchen, spart evtl geld ...

    also jungs, malaysia ist (eigene erfahrung) nun wirklich kein schwulen-kompatibles reiseland, lasst da vorsicht walten!

    lg ulli

    ondamaris.blogspot.com
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