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Bremen (queer.de) - Der Schauspieler Klaus J. Behrendt, vielen bekannt als Tatort-Kommissar Max Ballauf, spielt in einem Fernsehfilm erstmals einen Schwulen mit Doppelleben.

Im Film "Einfache Leute", der am Mittwoch in der ARD läuft, spielt er einen Bademeister in einem kleinen Ort, der verheiratet ist und einen Sohn hat. Heimlich führt er eine zweite Existenz mit Besuchen in schwulen Bars und Darkrooms. Seine homosexuelle Vergangenheit vor der Ehe holt ihn wieder ein, und seine Frau erkennt, dass sie Männer als Konkurrenten hat.

Für den heterosexuellen Behrendt, der sonst als tougher Typ auftritt, war diese Rolle eine Herausforderung, wie er im Interview mit der Presseagentur dpa gesteht: "Ich gebe zu, ich musste mich gewaltig anstrengen, um über eine gewisse Grenze zu kommen." Ähnlich äußerten sich auch die Schauspieler Jake Gyllenhall und Heath Ledger nach ihren Dreharbeiten für "Brokeback Mountain".

Ebenfalls der Regisseur Thorsten Näter betrat Neuland. "Wie es in einem Darkroom zugeht, musste ich mir erstmal selber ansehen. Ohne Studien vor Ort hätte ich daraus vermutlich eine gemütlichen Herrenabend gemacht." Auch er hätte eine gewisse Schamgrenze zu überwinden gehabt. (cw)

Mittwoch, 07.03.2007, 20:15 Uhr, ARD



12 Kommentare

#1 ChrisAnonym
#2 OscarAnonym
  • 08.03.2007, 15:47h
  • Das war der schlechteste Homo- Film seit Brokebackmountain. Wieder mal ein Film mit sexsüchtigen alten Mänern in Darkrooms und obzöner Musik. Kaum ein ernstzunehmender Kuss. Beschissener Tod und ein flüchtiges Ende. Wenn es diesen Film auf DVD gebe ... ein Staubfänger in jeder gutsortierten Videothek.
    Schaut lieber was gescheites!
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#3 Diz!Anonym
  • 08.03.2007, 16:57h
  • Die Kritik ist großteils berechtigt. Dennoch bin ich froh, mal einen öffentlich rechtlichen Schwulenfilm ohne Lidschatten und Trümmertunten gesehen zu haben.
    Man ist ja leicht zufriedenzustellen...
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#4 MarkusHBAnonym
  • 08.03.2007, 16:57h
  • Es ging ja in diesem Film auch nicht um eine romantische Liebesbeziehung, sondern um einen Mann der schwul ist - und in einer Lüge lebt. Mit Frau und Sohn zusammen wohnt - aber schwulen Sex sucht! Wo hätte da bitte ein romantischer Kuss gepasst... Es sollte ja schließlich provokant sein und die Probleme darstellen... Von daher passt doch auch sein Tod: Er hat sich betrunken und ist dann bei einem Unfall ums Leben gekommen - Absicht oder nicht?Interpretationssache.

    Davon abgesehen hatte doch der Film auch viele romantische Zwischentöne.

    Was ist zum Beispiel mit der Mütze seines Ex-Freundes (und großen Liebe) die er als 'Glücksbringer' behält? Und was ist mit der SMS? Oder die Begegnung im Hafen (als es übrigens auch zu einem romantischen Kuss kommt!)...

    Aber klar - wenn mal ein Film mit Niveau und vielen Zwischentönen gesendet wird, ist es auch wieder nicht richtig.

    Irgendwas ist immer.
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#5 KritikerAnonym
  • 08.03.2007, 18:48h
  • @MarkusHB

    Ich unterstütze Deine Aussage voll und ganz!
    Allein schon die reißerische Kopfzeile dieses Artikels "KJB steigt in den Darkroom" verzerrt den Inhalt vollkommen.

    Ich kenne eine Person aus meinem nahen Umfeld, der es genauso gegangen ist, wie in dem Film - also alles andere als unrealistisch oder sonst was.
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#6 tuxAnonym
  • 09.03.2007, 05:55h
  • habe leider zu spät mitbekommen das dieser film läuft. gibts den irgendwo als dvd oder hat ihn wer aufgenommen??

    kann den jemand splitten und als mailanhang versenden? oder gibt`s den irgendwo auf nem ftp-server?
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#7 OscarAnonym
  • 09.03.2007, 12:19h
  • Natürlich hat der Film viele Zwischentöne, jedoch muss man mal beachten, dass die Zuschauergruppe nicht unbedingt zwischen 16 und 26 liegt, sondern auch weit darüber hinaus. Da sitzten dann Eltern vor ihrem Bildschirm und wollen mal wieder einen ARD- Spielfilm schauen und lassen sich auch mal auf was neues ein, jedoch bekommen sie von einigen Szenen einen schlechten Eindruck von der Community. Nehmen wir mal die Szene im Darkroom, da wird mal wieder das Thema in die Schmuddelecke gedrängt. Natürlich gibt es dieses, aber es ist schon wieder so Klischeehaft. Männer in Leder!
    Oder die Szene im Schwimmbad. Meiner Meinung nach übertrieben. Wie die Wilden denken sich dann besorgte Eltern.
    Wir wissen alle wie die Community ist. Es gibt Sonnenseiten und Schattenseiten und natürlich soll der Film nicht unbedingt romantisch sein, aber bitte schön nicht wieder in eine Schublade stecken. Wie der Film auch zeigt haben wir es nicht leicht uns im Alltag zu beweisen (wenn wirs nötig haben). Jeden Tag muss man sich was anhören und gefallen lassen. Eltern die sich wundern, dass ihr Sohn ein Poster von einem halb nackten Brad Pitt in seinem Zimmer hat, werden durch diesen Film (meiner Meinung nach) nicht an das Thema vorsichtig herangeführt. Wir wissen doch alle wie Eltern sind.
    Ohne Darkroom und Schwimmbad Szene wäre der Inhalt nicht verloren gegangen.
    Danke schön.
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#8 tommobdfAnonym
#9 hannesAnonym
  • 09.03.2007, 14:23h
  • ich fand ihn ziemlich plump. allein der anfang mit den beiden jungs, die es auf dem sprungbrett treiben... ne, das geht schon mal gar nicht.
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#10 seb1983
  • 09.03.2007, 15:09h
  • In 90 Minuten der gesamten Bandbreite schwulen Leben gerecht zu werden ist natürlich unmüglich. Urlaub ist ja auch mehr als Ballerman6.

    Das was gezeigt wurde war aber durchaus glaubwürdig fand ich. Es war zwar mal wieder eine gescheiterte Existenz und die schauspielerische Leistung fand ich auch nicht immer umwerfend, aber es hat gut die gesellschaftlichen Zwänge in einer grauen norddeutschen Stadt gezeigt.
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