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Berlin (queer.de) - CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla zeigt sich bei der Gleichstellung von Homo-Paaren kompromisslos. Seine Partei lehne gleiche Rechte für Eingetragene Partnerschaften ab, sagte er heute nach Angaben der Nachrichtenagentur AP in Berlin. Auch ein Adoptionsrecht sei mit der CDU nicht zu machen. Allerdings würden die Christdemokraten anerkennen, "dass auch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften Werte gelebt werden, die grundlegend für unsere Gesellschaft sind". Diese Erkenntnis würde auch ins neue Parteiprogramm einfließen, das über das derzeit beraten wird. Das aktuelle Parteiprogramm stammt aus dem Jahre 1994 und erwähnt Homo-Partnerschaften mit keinem Wort. Pofalla setzte sich auch dafür ein, den Begriff "Leitkultur" wiederzubeleben.

Scharfe Kritik von LSVD und Grünen

Der Lesben- und Schwulenverband erklärte, dass Pofalla die CDU mit seinen Äußerungen in ein "familien- und gesellschaftspolitisches Gestern" schicken wolle. "Es gibt offensichtlich Kreise in der CDU, die noch nicht zur Kenntnis genommen haben, dass unsere Verfassung Respekt und Anerkennung unterschiedlicher Lebensentwürfe fordert", sagte LSVD-Sprecher Axel Hochrein. Die Christdemokraten seien sogar bereit, "das individuelle Kindeswohl den ideologischen Überzeugungen zu opfern", so Hochrein weiter. Für Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen, ist es ein Armutszeugnis, "wenn eine angebliche Volkspartei die rechtliche Diskriminierung einer ganzen Bevölkerungsgruppe zum Grundsatzprogramm erhebt". (dk)



74 Kommentare

#1 RabaukeAnonym
  • 09.03.2007, 12:31h
  • Liebe "Gaymeinde".

    Was Herr Pofalla da von sich gibt, grenzt beinah an eine Frechheit und ist von Dusseligkeit kaum zu überbieten. " Eine weitere Gleichstellung wird es mit der CDU nicht geben". Tja,lieber Herr Pofalla. Eine Wiederwahl gibts mit uns Homosexuellen aber auch nicht. Parteiprogramm von 1994?
    Wo leben die denn???? Steinzeitpartei= Steinzeitansichten. Naja.........für die nächste Wahl fällt die CDU wohl auf Po-----Falla= Aua Aua!!!!!!!

    Ein schönes Wochenende an Alle User und natürlich auch für´s gesamte Queer team.

    Euer Rabauke
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#2 Norbert NeugierigAnonym
  • 09.03.2007, 12:35h
  • Typisch CDU gleiche Pflichten, sind kein Problem,
    aber Rechte.. Weil die würden ja die "Ehe" gefährden..
    als wenn gleichgeschlechtliche Partnerschaften
    Ehepaaren irgendtetwas wegnehmen würden..
    diese Partei ist u n w ä h l b a r.
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#3 bastianAnonym
  • 09.03.2007, 12:48h
  • Für mich bleibt diese Partei auch als Homosexueller nach wie vor die einzig wählbare in Deutschland!! Es gibt durchaus wichtigere Themen wie die Wirtschaft, Arbeitslosigkeitsbekämpfung und weiteres. Und da ist und bleibt diese Partei eben spitze - s. die großen Verdienste unserer aktuellen Kanzlerin Merkel.

    Dennoch muss ich mich natürlich auch als Wähler der Union und gleichzeitig Schwuler damit befassen, WARUM diese Partei den Gang so langsam hält. Es ist trotzdem erfreulich, daß wir wenigstens schon mal im Parteiprogramm auftauchen ;-). Und ich bin mir sicher, kommt Zeit - kommen auch Fortschritte. Aber auch hier bleibt die Frage: Welche sollen überhaupt kommen?! Ich bin ein sehr weltoffener und tolleranter Mensch - aber in Sachen Adoption z.B. bin ich nach wie vor der Meinung, daß ein Kind zu Mann und Frau gehört! (Nicht das ich bezweifeln möchte, daß zwei Männer kein Kind erziehen könnten - aber man(n) sollte auch an das Kind denken). Und dabei denke ich, daß die Bevölkerung noch nicht so weit ist, dies zu akzeptieren...

    In meinem Freundeskreis leben bereits 2 Pärchen mit "eingetragenen Partnerschaften"
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#4 hwAnonym
  • 09.03.2007, 12:57h
  • also die sache mit der leitkultur gefällt
    mir. kultur hat ja immer was mit wurzeln zu tun, beim ackerbau, bei weltanschauungen, in petrischalen oder auch in mülltonnen.
    dieser zwerg-hinze pofalla wird wahrscheinlich wunderschöne möglichkeiten bieten auf die wurzeln der
    relativ jungen partei cdu hinzuweisen, sie
    auszugraben und rund um die uhr zu beleuchten. biedenkopfs wohnsitz in radebeul, seine familien-, erb- und wirtschaftspolitik, gerade auch im privaten,
    werden so zu einem wahren lehrstück der
    leidkulturen der cdu als auffangbecken von
    mitgliedern staatsterroristischer vereinigungen. nachdem soviel zeit seitdem vergangen ist, haben auch die jüngeren generationen ein recht mehr über diesen laden zu erfahren. die cdu hat die herkunft ihrer schwarzgelder aus jüdischen
    erbschaften ja ernst gemeint. mit biedenkopfs wohnsitz mal anzufangen ist da nicht verkehrt so macht sein engagement und das seiner jünger erst richtig sinn:

    de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Biedenkopf
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#5 rudolfAnonym
  • 09.03.2007, 12:59h
  • Da ich ich ohnehin noch nie in Verlegenheit war, diese Partei zu wählen (warum denn auch?), kann ich auch festhalten: das mit den 'grundlegenden Werten', die für die CDU auf einmal in schwulen Partnerschaften gelebt werden, ist für stockkatholische und islamistische Mullahs schon eine Provokation, gleichsam ein Kniefall vor dem Bösen. Für den einen ist das Glas halbvoll, für den anderen halbleer.
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#6 SebastianAnonym
  • 09.03.2007, 13:13h
  • Ich weiß nicht warum sich fast alle Schwule das gefallen lassen. Man hört fast ständig was von Demonstrationen in den Nachrichten wegen jedem Scheiß:
    Wenn es aber um Menschenrechtsverletzungen gegen Schwule geht, wird nichts gemacht. Wer sowas wie s.o. sagt, sollte sofort abdanken müssen.

    Warum gibt es eigentlich so gut wie keine Schwulendemos??

    (ps. Den CSD kann man leider nicht wirklich als Demo bezeichnen, da er mittlerweile die selbe Demonstationswirkung wie die Loveparade hat.)
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#7 bastianAnonym
  • 09.03.2007, 13:41h
  • @ Sebastian

    Der CSD ist mittlerweile dafür gut, daß die Bevölkerung wieder Schritte zurückgeht, weil sie denkt "Schwule" bestehen generell aus bunten Papageien, Pailletten, Leder und Lack. Man sollte mal eine Demo oder ein Fest veranstalten, wo sich vielleicht der Großteil der Schwulen so zeigt, wie sie wirklich sind - nämlich Arzt, Lehrer, Pfarrer, genauso wie Bäcker, Metzger oder Bänker. Dann würde auch die Tolleranz mal nach vorne gehen - vielleicht nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch bei gewissen Parteien.

    Man kann nicht immer nur provozieren, motzen und fordern - man(n) sollte auch mal überlegen etwas dafür zu tun!
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#8 hwAnonym
  • 09.03.2007, 13:42h
  • @ sebastian

    die erinnerten aktionsformen der
    schwulenbewegung werden so nicht mehr
    greifen. zumindest nicht ausschließlich. richtig schöne kracher brauchen auch mut. ich mein das jetzt nicht zynisch,
    aber woher soll der kommen ? und motivierende ziele. was könnten solche sein ?
    schau dir das särge-basteln mit gruppen-walking der gewerkschaften an und die damit verbundene botschaft: so das war´s...
    ich bin kein zwangsgeiler fan von gewalttätigen aktionsformen aber ein gewisser leidensdruck muss schon da sein. siehe widerstand in frankreich. der führt dann ab und an auch zum erfolg.
    da muss dann aber auch, mal wieder,
    das klima stimmen !
    oder man macht´s wie die ärzte: demo kaufen, marktlücke ?
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#10 SebastianAnonym
  • 09.03.2007, 13:52h
  • Das wär doch dann mal eine Anregung an die Macher von Seiten wie Queer.de oder Schwulenvereinen (die viele Leute erreichen), eine ERNSTE Demonstation zu planen (wie meine Vorredner schon sagten OHNE Musik, Kostüme etc.)!
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