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London (queer.de) - In einem Pilotprojekt halten nun erstmals Märchen-Bücher über gleichgeschlechtliche Liebe in den englischen Grundschulen Einzug. Am von mehreren Universitäten entwickelten und mit staatlichen Mitteln von rund einer Millionen Euro ausgestatteten Programm "Keine Außenseiter" beteiligen sich derzeit 14 Schulen. Bei einem Erfolg soll es landesweit ausgeweitet werden. Eines der Bücher ist "King & King", das bereits in den USA sehr umstritten war (queer.de berichtete). Die von niederländischen Autoren verfasste Geschichte handelt von einem Prinzen, der drei Prinzessinnen abweist, bevor er sich in einen Mann verliebt.

"Nicht Sex ist das Thema, sondern Liebe"

"'King & King' hat ebenso wenig mit Sex zu tun wie Aschenputtel, sondern mit Liebe", sagte Mark Jennett, einer der Projektleiter. "Das Problem bei der Angelegenheit sind nicht die Kindern, sondern die Nervosität der Erwachsenen." Andere Bücher auf dem Lehrplan handeln von schwulen Pinguinen und einem lesbischen Pärchen, das seine Tochter auf einen Weltraumausflug schickt.

"Gay" ist zu oft ein Schimpfwort

Die Lehrergewerkschaft hatte zuvor das Projekt angeregt, da zu oft das Wort "gay" als Schimpfwort auf dem Schulhof verwendet werden würde. Dem müsse entgegengewirkt werden. Kritik kommt dagegen von christlichen Gruppen, die auch Elternverbände in Protesten unterstützen: "Ich glaube nicht, dass Kindern das Thema Homosexualität aufgezwungen werden muss", sagte Andy Hibberd, der Gründer des Elternverbandes Parent Organisation. Bereits 1988 war ein ähnliches Vorhaben an der damaligen Premierministerin Margaret Thatcher gescheitert. Sie erließ kurzerhand ein Gesetz, dass die Diskussion von Homosexualität in Schulen untersagte. "Section 28" war bis 2003 gültig. (dk)



#1 FloAnonym
  • 13.03.2007, 15:53h
  • Sehr vernünftig!

    Wenn schon manche Eltern ihrem Erziehungsauftrag nicht nachkommen und ihren Kindern nicht zeigen, dass es mehrere gleichberechtigte Arten von Liebe gibt, müssen das die Schulen machen.

    Das hat mehrere Vorteile:

    - Heterosexuelle werden dann vielleicht etwas toleranter und sehen Homosexualität nicht mehr als pervers an und schlagen auf Schwule ein.

    - Homosexuelle Jugendliche haben in der Pubertät und beim Outing weniger Probleme. Hoffentlich sinken dann auch die Selbstmordraten unter schwulen und lesbischen Jugendlichen und sie lernen sich selbst zu lieben....
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#2 LisaAnonym
  • 13.03.2007, 16:56h
  • Freut mich! Ich hätte auch gerne in meinem Leben so ein Buch gelesen.... vllt. wäre mir dann alles leichter gefallen -.-
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#3 Diz!Anonym
  • 13.03.2007, 17:46h
  • Das Buch ist super, ich hab's meinem Mann geschenkt. Und es ist absolut kindergeeignet! Respekt, GB, Respekt. Toller Vorstoß!
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#4 SaschaAnonym
  • 13.03.2007, 23:01h
  • Solche Maßnahmen (und das hier ist nur EIN einzelnes Beispiel) sind unabdingbare Voraussetzung für eine neue Kultur des Respekts vor der menschlichen und sexuellen Vielfalt!!!!

    Während bei uns laut einer jüngeren Studie 90% der Lehrer "Angst" vor dem Thema Homosexualität haben, setzen diese sich in anderen Ländern offenbar für Menschenrechte und gegen (v.a. psychische) Gewalt ein.

    Bei uns ist der Begriff "schwul" ganz sicher nicht weniger ein Schimpfwort in deutschen Klassenzimmern als in Großbritannien. Und wer interessiert sich dafür??? Niemand!!!

    Dabei wird gerade dort, in den Klassenzimmern und Schulhöfen dieses Landes, und in den Gruppen, die sich dort formieren und auch die Freizeit junger Menschen wesentlich mitbestimmen, Sozialverhalten eingeübt und auch die sexuelle Selbstentdeckung wesentlich mitbestimmt. Deshalb müssen wir in diesem Bereich endlich radikale Veränderungen im Interesse Aller (!!!) erreichen!
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