Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?6566

Paris (queer.de) - Das höchste Gericht Frankreichs hat heute endgültig die Ehe von zwei Männern annulliert, die sich 2004 im südwestfranzösischen Bègles das Ja-Wort gegeben haben. Stéphane Charpin et Bertrand Charpentier wurden 2004 vom damaligen grünen Bürgermeister Noël Mamère getraut, weil der im Ehe-Verbot für schwule und lesbische Paare eine Verletzung der Grundrechte gesehen hatte (queer.de berichtete). Die Staatsanwaltschaft hat im Verfahren argumentiert, dass es Sache der Politik sei zu entscheiden, ob Homo-Paare gleiche Rechte erhalten sollten wie Hetero-Paare. "Im Präsidentschaftswahlkampf müssen die Kandidaten sagen, ob sie für eine Ehe gleichgeschlechtlicher Partner sind oder nicht", erklärten die Ankläger. Die Richter folgten dieser Argumentation: "Nach französischem Gesetz ist die Ehe eine Verbindung von Mann und Frau", sagten sie in der Urteilsbegründung. Das schwule Paar kündigte bereits an, nun vor den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof zu ziehen. (dk)



11 Kommentare

#1 josefAnonym
  • 13.03.2007, 22:58h
  • ich hoffe das wir schweizer so schnell wie möglich zu europa stossen,so das wir denen dampf unter dem arsch machen können.bei uns heiraten männer und männer frauen und frauen.und ab und zu auch mal frau und mann.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 axMucAnonym
  • 14.03.2007, 08:04h
  • Ups....was dazu gelernt. Ich dachte immer, die sind Deutschland meilenweit voraus.

    @ josef : Hört sich gut an, aber da es sogar bald neue Motive für Euern Stutz gibt, dürfte es wohl auch mit Schweiz-Europa sobald nichts werden. Schade eigentlich.
    (Für alle: "Stutz" = Züri-Släng für Franken)
  • Antworten » | Direktlink »
#3 MarcAnonym
  • 14.03.2007, 09:17h
  • Da kann man nur hoffen, dass Segolene Royal die kommende Wahl gewinnt und in Frankreich zügig die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare öffnet.

    Je mehr Staaten das tun, desto mehr wird klar, wie vorteilhaft das für alle ist (nicht nur Schwule und Lesben). Und desto größer wird auch der Druck auf die rückständigeren Staaten.

    Wenn in Frankreich als viertem EU-Land nach Belgien, den Niederlanden und Spanien die Ehe geöffnet wird, ist dieses Ziel auch in Deutschland ein Stück näher und dann brechen die Dämme in der EU. (Außer in Faschistenstaaten wie Polen, wo wohl selbst dann Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle weiterhin Untermenschen sind, wenn die EU nicht endlich mal einschreitet!)
  • Antworten » | Direktlink »
#4 DanielAnonym
  • 14.03.2007, 19:07h
  • In der Schweiz handelt es sich ebenfalls nicht um die Ehe, sondern um ein ähnliches Konstrukt wie die LPart in Deutschland, wesentliche Unterschiede bei den Rechten sind nicht erkennbar.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 josefAnonym
#6 HampiAnonym
  • 15.03.2007, 02:51h
  • @josef: Was die Situation bei uns in der Schweiz betrifft, siehst Du es aber auch durch die allzu rosarote Brille: Zwar gibt es tatsächlich neu einen fünften Zivilstand bei uns, nämlich eben die "eingetragene Partnerschaft" für Schwule und Lesben nebst debisherigen ledig, verheiratet,verwitwet und geschieden. Wie Du siehst,ist "eingetragene Partnerschaft" also rechtlich absolut nich das Gleiche wie "verheiratet", denn sonst hätte es den neuen fünften Zivilstand gar nicht gebraucht! Auch bei uns in der Schweiz gilt ergo nach wie vor: Der Zivilstand "verheiratet" gilt nur für die Ehe zwischen Mann und Frau! "Eingetragene Partnerschaft" gibts dagegen nur für Mann mit Mann oder Frau mit Frau, und bei Transsexuellen stösst unser Gesetz dann auch rasch an seine enge Grenzen, wenn ein verheirateter Mann sich zu einer Frau umbaut, dann folgt zwingend die Scheidung, allenfalls kann die Ex-Frau,sofern gewünscht ihren bisherigen Mann, der jetzt ja auch eine Frau ist, wieder durch eingetragene Partnerschaft an sich binden, obwohl so etwas in der Praxis wohl noch nie vorgekommen ist. Jedenfalls ist die Argumentation der französischen Richter wohl auch für die Schweiz gültig "die Ehe mit dem Zivilstand verheiratet ist lediglich eine Verbindung zwischen Mann und Frau", auch Adoptionen sind in der Schweiz für homosexuelle Paare nach wie vor verboten und hätten bei einer erneuten Volksabstimmung im Moment noch keine Chance (siehe Appenzell Innerrhoden, jener Kanton der sogar die eingetragene Partnerschaft mit 58% Nein-Stimmen abgelehnt hat!!)
  • Antworten » | Direktlink »
#7 madridEUAnonym
  • 15.03.2007, 10:18h
  • @hampi: Man hat nach Lektüre Deines letzten Kommentars den Eindruck, dass Du die Diskriminierung in Deinem Lande begrüsst. Dabei hatte ich beinahe angenommen, dass Du langsam einer von uns wirst. Schade, schade........
  • Antworten » | Direktlink »
#8 josefAnonym
  • 15.03.2007, 11:03h
  • ich sehe nichts durch die rosarote brille,ich lebe die ehe ,mein mann hat ein sohn und eine tochter und wir leben alle zusammen verheiratet. die kinder haben halt zwei papas und das ist gut so.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 TimoAnonym
  • 15.03.2007, 15:03h
  • @Josef:

    1. Die Adoption ist nicht der einzige Bereich, wo Du nicht gleiche Rechte hast. Da bist Du falsch informiert. Schau mal auf die Seiten der Aktion Eins zu Eins.

    2. Selbst wenn Du gleiche Rechte hättest, wäre es diskriminierend für dasselbe unterschiedliche Namen zu verwenden. So als gälte für Schwule nicht die Bezeichnung Mensch.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 HampiAnonym
  • 15.03.2007, 15:19h
  • @josef: Auch wenn Du immer wieder rausposaunst, Du seist mit Deinem Mann verheiratet, stimmt es rechtlich nach Schweizer Gesetz eben nicht! In der Schweiz giltst Du als "in eingetragener Partnerschaft lebend", und nicht als verheiratet! Und dass Dein Mann Kinder hat, ok, aber die hat er ja sicher nicht mit Dir zusammen gezeugt (...?). Es stimmt, was hier auch schon geschrieben wurde, eigentlich ist ein fünfter Zivilstand für Homosexuelle diskriminierend, denn der Zivilstand verheiratet gilt nach wie vor nur für Mann und Frau! Daran wird sich so schnell nichts ändern, solange eben der Begriff verheiratet mit der biologistischen Argumentation verknüpft bleibt, dass nur Mann und Frau die theoretische Möglichkeit haben, gemeinsam blutsverwandte Kinder zu zeugen!
  • Antworten » | Direktlink »