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Washington (queer.de) - Die antischwulen Äußerungen des Generalstabchefs Peter Pace haben in den USA zu heftiger Kritik geführt. Der General hatte in einem Zeitungsinterview gesagt, er halte Homosexualität für unmoralisch und sei deswegen dagegen, dass Schwule und Lesben offen im Militär dienen dürfen (queer.de berichtete). Nancy Pelosi, demokratische Sprecherin des Repräsentantenhauses, erklärte sogleich, die Vereinigten Staaten bräuchten "patriotische Amerikaner" und die "talentiertesten Menschen", aber nicht "moralische Urteile des Generalstabchefs". Der republikanische Senator John Warner sagte, er sei nicht der Meinung, dass Homosexualität unmoralisch sei. Der Kongress-Abgeordnete Martin Meehan will nun seinen bereits gestellten Antrag auf Aufhebung des Homo-Verbots im Militär schneller durch das Parlament boxen: "General Pace muss umlernen, denn die Unterstützung für eine neue Regelung ist sowohl in der Öffentlichkeit als auch im Militär überwältigend". Die Truppen wiesen "gute Männer und Frauen ab, nur um Diskriminierung durchzusetzen." Auch Homo-Gruppen griffen Pace scharf an.

Pace bedauert Aussagen, entschuldigt sich aber nicht

Pace bedauert in einer gestern veröffentlichten Stellungnahme die Diskussion, die er ausgelöst hat. Er wollte mit seiner Aussage nur die "Don't ask, don't tell"-Regelung unterstützen, die es lediglich versteckt lebenden Schwulen und Lesben erlaubt, im Militär zu dienen. "Ich hätte mehr auf meine Unterstützung für das bestehende Gesetz hinweisen sollen und weniger auf persönliche moralische Ansichten", so der 61-Jährige. (dk)