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In seiner Autobiografie berichtet der schwule Bro’Sis-Sänger über Drogen, Ruhm, Coming-out – und wie er als Kind sexuell missbraucht wurde.

Von Carsten Weidemann

Menschen, die ihre Autobiografie veröffentlichen, sind meist jenseits der 50 – sollte man meinen. Ross Antony ist 32 Jahre alt und hat jetzt schon jede Menge Gründe, seine Lebensgeschichte zu erzählen.

Der Brite spielte Hauptrollen in verschiedenen Musical-Produktionen, bevor er 2001 beim TV-Casting "Popstars" entdeckt wurde. Millionen Fernsehzuschauer erlebten mit, wie er mit der R’n’B-Band Bro’Sis berühmt wurde. In vier Jahren veröffentlichte Ross Antony mit Bro’Sis drei Alben, acht Singles und elf Videoclips. Er erhielt für insgesamt über vier Millionen verkaufte Tonträger europaweit Gold- und Platinstatus sowie die wichtigsten Musikpreise.

Ross Antonys Geschichte klingt wie ein Märchen, und sie ist heute aktueller denn je angesichts der immer wiederkehrenden Castingshows und Talentwettbewerbe. Wie geht es hinter den Kulissen einer solchen Show zu? Wie fühlt es sich an, über Nacht ein Star zu werden? Verstehen sich die Bandmitglieder auch so gut, wenn die Kameras aus sind?

In seiner 240 Seiten starken Biografie "The Inside Me – Das Leben eines Popstars" gibt Ross Antony Antworten auf diese und andere spannende Fragen. Ein Jahr lang arbeitete der 32-Jährige mit der Stuttgarter Journalistin Nadja Otterbach an seinem Buch, das Mitte März im Machtwortverlag erschienen ist. Schritt für Schritt erzählt er darin seinen Werdegang. Emotional und aufrichtig. Er schildert, wie er seinem Traum vom Popstarleben näher kam und wie er ihn erlebte. Kindheit und Jugend in der englischen Kleinstadt Linley Brook, Homosexualität, Missbrauch und Liebeskummer sind ebenso Thema wie die Ausbildung an der Guildford School of Acting, Drogenerfahrungen, Musical-Stationen, Fans und das Leben mit Bro’Sis.

Ross Antony gibt in seinem Buch Persönliches preis, über das er noch nie zuvor in der Öffentlichkeit gesprochen hat. Dennoch soll "The Inside Me" keine Abrechnung mit der Musikbranche sein.

Abgerundet wird die Biografie durch Beiträge von ihm nahe stehenden Personen. Familienmitglieder, Bandkollege Giovanni Zarrella, Managerin und DSDS-Jurorin Anja Lukaseder sowie Freunde und Fans äußern in "The Inside Me" persönliche Eindrücke und Begegnungen mit Ross Antony.

Ross Antony: The Inside Me – Das Leben eines Popstars, Taschenbuch, 240 Seiten, Machtwort Verlag, Dessau 2007, 13,50 €

18. März 2007



#1 Luckylion
  • 18.03.2007, 19:35h
  • Hab selber das Buch bereits zuhause und kann es wirklich empfehlen. Sehr ehrlich beschreibt Ross die guten und schlechten Seiten seines (Popstars-) Lebens. Es gibt auch eigenes Kapitel zu seiner Sexualität, wo sehr ergreifend Themen wie z.B. sein Coming Out beschreibt...
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#2 AndreasAnonym
  • 18.03.2007, 20:26h
  • Ross wer? Vielleicht sollte dem mal einer sagen, dass seine 15 Minuten Berühmtheit längst rum sind. Brauchen wir wirklich eine Autobiographie von jedem Seppel, der mal in einer Casting-Show sein Gesicht in die Kamera gehalten hat? Preluders, Overground und wie sie alle hießen, DSDS 1 bis x, Star Search und so weiter... alles ganz, ganz wichtige und berühmte Leute. Oh ja, die haben ganz viel bewegt und die Musik in Deutschland enorm vorangebracht...
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#3 AlexAnonym
  • 19.03.2007, 10:43h
  • War auf der Buchpremiere am vergangenen Samstag in Köln. Ross ist ein sehr sympatischer Mensch und auch als nicht Casting /Bro`Sisfan finde ich seine Biographie super. Ross spricht mit dem Buch meinem Coming-Out aus dem Herzen. Kann das Buch nur jedem wärmstens empfehlen !
    Finde es auch toll das er so offen über die Schattenseiten in seinem Leben redet . Ein wirklich rundum gelungene, emotionale Bigrafie die einem von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen ;)
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#4 StarAnonym
#5 axMucAnonym
  • 20.03.2007, 15:54h
  • Vermutlich ist er, so ganz zufällig natürlich, in einen Darkroom gelaufen. Als ich das erste mal im Darkroom oder in einer Sauna war, habe ich mich auch missbrauchen lassen. So einfach ist das. Sozusagen auf der Suche nach mir selbst. Lach...denn ich hatte schon einen Sohn.
    Dieser Schwachsinn soll doch nur Auflage steigern. Kleiner Trost, er ist nich der einzige C -Promi, der von solchen absurden "Zeich " gebrauch macht. Auf den "Privaten" hat gestern irgend jemand erzählt er ist missbraucht wurden. Mmhh... schon wieder vergessen.....
    Dieses Klischee wird von Promis schon zu oft benutzt. Aber OK, das Buch hat sicher seine Leser
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#6 VanessaAnonym
  • 20.03.2007, 20:07h
  • Also ich hab das Buch auch und bin total begeistert davon! Es ist wundervoll geschrieben, sehr tief und sehr bildreich, man empfindet einfach total mit. Mich hat vor allem berührt, dass es hier nicht nur um das Popstarleben an sich, sondern auch um sehr tiefgehende Themen und Erlebnisse geht. Ross Antony ist sehr offen in allem und gibt vieles von sich preis, man kann sich so gut damit identifizieren. Da geht einem vieles total ans Herz.......

    Und zu meinen Vorrednern will ich hier mal nur eins sagen: obwohl euch Castingshows ja so egal sind, kennt ihr euch ja erstaunlich gut aus!! Und bevor man dumme Kommentare von sich gibt, sollte man das Buch doch erst mal lesen! Und ein Thema wie Missbrauch, das heutzutage erschreckend viele Menschen betrifft, ins lächerliche zu ziehen, finde ich wirklich mehr als arm!
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#7 axMucAnonym
  • 21.03.2007, 10:40h
  • @Vanessa: Ich bleibe trotzdem dabei und das ist eben meine Meinung allgemein bei solchen Sachen. Bei Normalos ist es "das erste mal", ein Promi ist "missbraucht" wurden. Ausserdem hat er sicher das Buch nicht alleine geschrieben. Für solche Sachen gibts Profis, die am Besten wissen, wie sich ein Buch verkauft. Bei Herrn Bohlen damals hiess die "Bild - Tante" Kessler und jetzt eben Otterbach. Sicher alles legitim, aber eben nicht überzubewerten. Und ehrlich gesagt, ich will es auch nicht wissen. Vielleicht die "Zahnspangenfraktion"
    Was ich Ross Antony allerdings hoch anrechne, er ist nicht als CSD-Leiche geendet, wie viele Casting-Stars.
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#8 seb1983
  • 21.03.2007, 11:52h
  • @axMuc

    Ausnhmsweise gibt hier bereits der queer.de Artikel notwendige Hintergrundinfos:
    "Ein Jahr lang arbeitete der 32-Jährige mit der Stuttgarter Journalistin Nadja Otterbach an seinem Buch"

    Er hat also erzählt und sie hat das alles ansprechend aufbereitet (große Gefühle und so), ob hier und da auch etwas dazugedichtet wurde?? Reine Spekulation :-))
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#9 AndreaHAnonym
  • 26.03.2007, 19:32h
  • Für die, die es interessiert:

    Am Samstag. 14.04.07 um 15:00 Uhr ist Ross in Esslingen im Kino "Traumpalast". Es findet eine Lesung mit Autogrammstunde statt.

    für die, die es nicht interessiert:

    einfach unkommentiert überlesen ;-)
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