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Zwei Männer im Fummel, und lecker Kerle: Der Eurovison Song Contest am 12. Mai wird ein großer Spaß werden.

Von Christian Scheuß

Der 52. Eurovision Song Contest im finnischen Helsinki hat bereits einen Rekord gebrochen. In diesem Jahr nehmen 42 Länder teil, so viele wie noch nie. Darunter erstmals die Tschechische Republik und Georgien. Entsprechend bunt und vielfältig ist die Schar der Kandidaten, die sich um die Länderpunkte bemühen. Jetzt stehen endlich alle Kandidaten fest. Neben vielen gutaussehenden Künstlern wird dieser Songcontest auch ein Fest für Transen. Denn mit dem dänischen und dem ukrainischen Vertreter stehen gleich zwei Männer im Fummel auf der Bühne.

Peter Andersen aus Dänemark nennt sich selber "Drama Queen", kurz DQ, und so heißt auch sein Song, der nach einem spannenden Vorentscheid im dänischen Fernsehen quasi in letzter Sekunde das Rennen machte. Im Videoclip trägt Peter Andersen einen beeindruckend mächtigen Federschmuck auf dem Kopf, seinem Namen macht er allerdings keine Ehre. Das Stück klingt wie ein Stock Aitken Waterman-Verschnitt und ist eher langweilig denn dramatisch, da nützen sämtliche Kolliergriffe und Amphorenposen nichts. "I’m your drama Queen tonight", singt Peter Andersen im Refrain, und damit hat er einfach Unrecht.

Lustiger wird es mit dem ukrainischen Sänger Andrei Danilko. Der 30-Jährige soll angeblich nicht homosexuell sein, tritt aber als übergewichtiger 50-jähriger Transvestit mit dem Künstlernamen Verka Serduchka auf. Verka sieht ein bisschen aus, wie Hella von Sinnen im zu engen Kostüm einer Glücksfee. Mit Techno-Polkaweisen, einer Mischung aus ukrainisch, russisch und zwischendurch ein paar Brocken deutsch bringt sie ordentlich Stimmung in die Bude. "To Dance or not to Dance, that is not the question" singt er/sie. Selbst, wenn man das Lied zu albern findet, man wippt gerne mit.

Es ist nicht das erste Mal, das (ehemalige) Männer im Fummel beim Grand Prix mitmachen. Mit Dana International aus Israel hatte 1998 sogar eine Transsexuelle den ersten Platz belegt. In diesem Jahr ist aus Israel allerdings nicht glamouröses zu vernehmen, das Stück ließe sich eher als drastische 2007er-Version von "Ein bisschen Frieden" interpretieren. Es trägt den Titel "Push The Button".

Für Glanz und Glitter werden dagegen "The Ark" aus Schweden sorgen. Die Retro-Glamrocker mit dem knackig-geilen wie androgynen Frontmann Ola Salo sind mit dem Stück "The Worrying Kind" dabei. Und da wir schon gerade bei Schönheiten sind. Auch der Sänger Kenan Dogulu aus der Türkei ist eine Augenweide für alle, die auf Kerle mit Dreitagebart stehen. Im Stück "Shake It Up Shekerim" schüttelt er ordentlich seine Hüften. "I know, what you are feeling", singt er. Seine männlichen Verehrer werden wünschen, es wäre wahr.

Mal ganz abgesehen vom Cutie-Faktor gäbe es aus schwuler Sicht noch einen ganz heißen Favoriten. Denn absolut tauglich für den Homo-Dancefloor wäre der Beitrag aus Bulgarien. Elitsa Todorova & Stoyan Yankoulov trommeln und kieksen sich mit ihrem Ethno-Techno-Mix die Seele aus dem Leib.

20.03.2007



12 Kommentare

#1 PuempelAnonym
#2 manuelAnonym
  • 20.03.2007, 22:14h
  • nicht zu vergessen Eric Papilaya, der für österreich an den Start geht (zumindest in der Vorrunde...). Er sieht vielleicht nicht so "knackig" aus, wie die anderen, dafür ist sein Lied der offizielle Song zum diesjährigen Life-Ball.
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#3 Disco StuAnonym
#4 HampiAnonym
  • 21.03.2007, 02:38h
  • komisch,vielleicht bin ich doch nicht richtig schwul, aber ich finde Transen seit eh und je einfach den absoluten Ablöscher, Männer als aufgedonnerte Frauen,auch wenn sich am Fasching selbst Heterokerle so verkleiden,igitt! Oder ist das wieder auch nur eine psychische Störung bei mir, gehörtö denn zum schwulen Lifestyle wirklich an jedes Fest wenigstens eine einzige Transe, und wozu das? Was soll mir das als Homosexueller vermitteln,etwa eben doch,dass ich als Schwuler mich wie ein Weib verhalte und mich auch so fühlen muss,weil ich eigentlich ein Mädchen hätte werden sollen bei meiner Zeugung? Oder teilt hier jemand meine Abneigung gegen Transen?
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#5 tuxAnonym
  • 21.03.2007, 07:38h
  • @Hampi: Da bist Du, glaube ich, nicht der einzige. Ich finde Männer im Fummel auch nicht besonders erregend, eher lächerlich.
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#6 madridEUAnonym
  • 21.03.2007, 10:11h
  • Keine schwule Party ohne Fummel. Schon möglich, dass die meisten von uns da nicht reinsteigen wollen, weil Schwulsein nicht unbedingt gleichbedeutend mit Verkleidung zur Frau sein muss. @tux und @hampi: Seht das einfach mal nur entspannter, denn Ihr sollt ja nicht mit ´ner Transe ins Bett gehen, sondern Euch nur mit vielen Heteros den Spass an der Travestie teilen, ohne in Verdacht zu kommen, Euch dabei selber zu verwirklichen.
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#7 seb1983
  • 21.03.2007, 11:40h
  • Auf die Weinfeste bei uns kam jahrelang ein Martin aus Darmstadt. Allerdings in wallenden Kleidern die er sich in Spanien oder der Türkei gekauft hat. Nannte sich dann Marry, 2 meter groß und mit perfekten Beinen für die ihn meine Mutter umgebracht hätte ;-)) Lustigerweise allerdings total Hetero. Die Frauen mpchtens trotzdem, hat ja immer so gut geruchen der Mann *g*

    Wer das gerne machen möchte, bitte... Vielleicht würdens Heteros auch gerne machen und trauen sich halt nicht, Schwule sind da etwas offener (ist der Ruf erstmal ruiniert....), aber logisch dass das nichts für jeden ist.
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#8 Peter H. SeifertAnonym
  • 21.03.2007, 15:59h
  • Unser deutscher Beitrag ist Geschmackssache (Frank Sinatra Copie?), aber was ist nur aus dem Grand Prix Eurovision... geworden? Ich bin zwar ein Gruftie und hänge nicht an Volksmusik. Die einzelnen Ländervertreter sollten ihr Land würdig vertreten und in keiner anderen als der Landessprache singen.
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#9 HampiAnonym
  • 22.03.2007, 00:20h
  • @Peter: Völlige Zustimmung was den Grandprix betrifft! Die ganze Veranstaltung kommt mir inzwischen so vor wie eine alte neunzigjährige abgehalfterte Tunte....viel hat für mich mit dem blöden Televoting zu tun wo jeder noch so verblödete Säugling via Handy abstimmen kann,anstatt wie früher die Sache der Jury eines jeden Landes zu überlassen. Egal wie Scheisse ein Song ist, die Punkte werden unter den Nachbarn vergeben,und wir Schweizer die wir uns strikt weigern der EU beizutreten, und die wir geizig auf unserem Geld hocken, wir gehen meistens bei der Punkteverteilung fast ganz leer aus, denn die Schweiz hat nicht mehr viele Freunde in Europa (Steuerfluchtparadies, Bonzenparadies, nur auf eigene Vorteile bedacht statt solidarisch). Dieses Jahr vertritt ja DJBobo die Schweiz als Vampir verkleidet,so weit ich weiss. Naja, ein paar Säuglingen wirds wohl gefallen und die tippen dann mit ihren Schnullern wie wild aufs Handy beim Voten, so wie letztes Jahr bei den finnischen Monstern....gute Nacht, EuroSongContest!
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#10 madridEUAnonym
  • 22.03.2007, 10:09h
  • @peter: Muss Dir uneingeschränkt recht geben. Die alles gleichmachende englische Sprache ist auch mir beim GrandPrix unerträglich.
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