Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?6610

Bad Hersfeld (queer.de) - Wegen versuchter Homo-Erpressung ermittelt die Kripo im osthessischen Bad Hersfeld. Gestern outete sich ein junger Mann, Anfang 20 Jahre alt, seiner Familie und gab an, dass er von einem Mann, Mitte 40 Jahre alt, diesbezüglich erpresst werden würde. Dieser wollte die sexuellen Neigungen der Familie und dem Arbeitsumfeld bekannt geben. Durch Zivilfahnder der Kripo wurde das Treffen der beiden Männer am gestrigen Abend auf einem Parkplatz in der Gemeinde Kirchheim überwacht. Der Verdächtige aus der Kleinstadt Rotenburg, die 2003 wegen des Kannibalen Armin Meiwes weltweit für Aufsehen sorgte, konnte vorläufig festgenommen werden. Der Rotenburger hatte den jungen Kirchheimer in einem Chatroom im Internet kennengelernt und mehrmals zu Gaststätten- und Discothekenbesuchen im Raum Kassel eingeladen. Die Ermittlungen in dieser Sache dauern noch an.

Gibt es weitere Opfer?

Es ist nach Angaben der Polizei möglich, dass in der Vergangenheit auch noch andere junge Männer auf ähnliche Art und Weise von dem tatverdächtigen Rotenburger erpresst wurden. Daher sollen sich diese Männer mit der Kriminalpolizei in Bad Hersfeld in Verbindung setzen (Tel. 06621/9320).

"Homosexuelles Milieu"

In ihrer Pressemitteilung benutzt die Polizei mit der Überschrift "Streitigkeiten im homosexuellen Milieu" einen Begriff, der vom Bund Lesbischer und Schwuler Journalisten heftig kritisiert wird (mehr dazu auf der BLSJ-Seite). Regionalzeitungen übernahmen die Überschrift. (pm/dk)



#1 SvenAnonym
  • 21.03.2007, 13:49h
  • Also ein bisschen dämlich sind die Erpressten wohl.
    Warum machen es nicht alle so, wie das hier erwähnte "Opfer". Einfach outen! Früher oder später sollte man es eh tun. Ist auch für das eigene Empfinden besser.
    Natürlich sollte jeder den Zeitpunkt dafür selbst wählen können, aber wenn man sich schon längere Zeit in schwulen Kreisen bewegt, sollte die Selbstfindung in Bezug auf sexuelle Orientierung schon abgeschlossen sein.
    Und Zweitens sollte sich niemand mit etwas normalen erpressen lassen.
    Da könnte ja auch jemand meinen Eltern und Kollegen erzählen, dass ich Haarausfall habe.
    Boh, wie spannend!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 SvenAnonym
  • 21.03.2007, 13:49h
  • Also ein bisschen dämlich sind die Erpressten wohl.
    Warum machen es nicht alle so, wie das hier erwähnte "Opfer". Einfach outen! Früher oder später sollte man es eh tun. Ist auch für das eigene Empfinden besser.
    Natürlich sollte jeder den Zeitpunkt dafür selbst wählen können, aber wenn man sich schon längere Zeit in schwulen Kreisen bewegt, sollte die Selbstfindung in Bezug auf sexuelle Orientierung schon abgeschlossen sein.
    Und Zweitens sollte sich niemand mit etwas normalen erpressen lassen.
    Da könnte ja auch jemand meinen Eltern und Kollegen erzählen, dass ich Haarausfall habe.
    Boh, wie spannend!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 gerdAnonym
  • 21.03.2007, 15:33h
  • Sehe ich ähnlich...aber halte dem Erpressten sein Alter von 20 noch zu Gute.

    Wer aber heutzutage über 30 ist und im Privatleben ein "Versteckspiel" lebt, der muss entweder katholischer Priester sein ("da könnte es dann eng werden"), verklemmt sein oder Familienvater sein, der jung geheiratet hat. Nötig ist ein Versteckspiel ansonsten in heutiger Zeit zumindest in Deutschland nicht mehr.

    Richtig finde ich aber, dass im Berufsumfeld, das Thema "Privatleben" nicht zum Alltagsthema wird. Man kann dies bei Bürojobs machen, wenn man jeden Tag Smaltalk mit der gleichen Person führt, aber mit Sicherheit gilt auch der Grundsatz "Privatleben und Berufsleben zu trennen".

    Ansonsten bei jungen homosexuellen Menschen kann ich das Versteckspiel verstehen, da man noch unsicher im Selbstbewußtsein häufig ist und der künftige Lebensweg oftmals unklar ist. Der Coming-Out Prozess zwischen 16 bis 25 kann ("muß aber nicht") schwierig sein.

    Letzlich aber liegt die Schuld natürlich hier ganz klar bei diesem "Arsch", der hier eine so miese Erpressungsnummer abzieht. Das ist sowieso logo.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 CarstenAnonym
  • 21.03.2007, 16:00h
  • Alleine schon die Tatsache, dass die sexuelle Orientierung etwas ist, womit man erpressen kann oder es versucht (nicht jeder wehrt sich da), zeigt, dass sich noch einiges ändern muss! Politisch und gesellschaftlich!!

    Und politische Änderungen sind die Voraussetzung dafür, dass sich auch in der Gesellschaft was ändert....
  • Antworten » | Direktlink »
#5 hwAnonym
  • 21.03.2007, 16:10h
  • ...der link war ja gut.....
    aber was ist das:
    "...Wegen versuchter Homo-Erpressung ermittelt die Kripo...." ??????

    ..fuhr das homo-opfer gar mit seinem homo-auto auf homo-straßen zu den homo-gaststätten, um auf den homo-täter zu treffen, wo er dann als homo opfer einer
    homoerpressung wurde ? so viele fragen...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 tuxAnonym
#7 StefanAnonym
  • 21.03.2007, 18:16h
  • apropos "BLÖD-Jargon", was genau hat eigentlich die Passage "aus der Kleinstadt Rotenburg, die 2003 wegen des Kannibalen Armin Meiwes weltweit für Aufsehen sorgte" mit der Meldung zu tun?
  • Antworten » | Direktlink »
#8 SaschaWAnonym
  • 22.03.2007, 17:56h
  • Na, da ist ja mal was los, bei uns in Hersfeld

    Ich kenne die beiden und ehrlich gesagt, find ich das ziemlich daneben. Und wie es bereits gesagt wurde, allein die Tatsache, dass man jemanden mit so etwas erpressen kann, zeigt, dass wir noch nicht so weit sind, das Homosexualität als normal angesehen wird. Es ist echt ne schande. Das sind doch eigentlich Peanuts. Ich meine, es wäre genauso idiotisch, wenn mich jemand damit erpressen würde, wenn er meinem Chef erzählt, dass ich gerne Milch in mein Badewasser kippe....
  • Antworten » | Direktlink »
#9 tuxAnonym