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Stockholm (queer.de) - Eine von der schwedischen Regierung in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Schluss, dass die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet werden soll. Die Ergebnisse wurde gestern in Stockholm vorgestellt. Demnach sollen bereits bestehende Eingetragene Partnerschaften automatisch zu Ehen erklärt werden, so Studienleiter Hans Regner: "Zwei Männer und zwei Frauen sollten heiraten dürfen und in Zukunft Ehepartner genannt werden". Diskriminierung gegen Schwule und Lesben gehörten in Schweden der Vergangenheit an, nur die Vorenthaltung der Ehe sei übrig geblieben, erklärte Regner weiter. Bislang gibt es noch keine Antwort der Regierung. Eingetragene Partnerschaften sind in Schweden seit 1995 möglich. Erst vor wenigen Tagen hat die schwedische Kirche angekündigt, dass Homo-Paare in Kürze auch in Gotteshäusern heiraten dürften (queer.de berichtete). (dk)



16 Kommentare

#1 RabaukeAnonym
  • 22.03.2007, 14:52h
  • Liebe "Gaymeinde",

    ich möchte Schwedinnen und Schweden
    an dieser Stelle großen Dank sagen! Für die Schweden ist es ein kleiner Schritt in eine grenzenlose, gemeinsame Zivilisation.
    Ein Volk auf dem Weg in eine Zukunft, in welcher Hautfarbe, Geschlecht oder sexuelle orientierung keine Rolle mehr spielen. Ich bin sicher, es werden viele Kinder, welche in Heimen oder Waisenhäusern leben, mit dieser richtigen Entscheidung, ein genau so gutes und behütettes Zuhause, bei menschen, egal welchen geschlechts, finden werden.
    Schweden.....ich bin sehr Stolz auf Euch!!!!
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#2 holgerAnonym
#3 seb1983
  • 22.03.2007, 15:12h
  • @Holger

    Die Mauer ist weg, niemand hält dich hier gefangen. Schweden soll ja ganz schön sein... die übliche Jammermentalität.

    Auch wenn ich es als keinen großen Akt ansehe die Ehe auch in Deutschland zu öffenen, einige Hundert Homoehen würden den Staat schon nicht in die Pleite treiben, verstehe ich ebensowenig warum dermaßen auf diesem Thema rumgetrampelt wird. Überall nur Homoehe Homoehe Homoehe.

    Dafür dann die andere Seite, die sowas doch gleich ganz abschaffen will (nachäffen "bürgerlicher" Ideale, Unterdrückungsgefängnis für Frauen etc.)
    Lustig wie man für etwas kämpfen kann dass man doch eigentlich abschaffen will. Aber so ist das wohl: Ich mag zwar keinen Spinat, aber wenn die welchen bekommen will ich auch welchen :-))
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#4 FloAnonym
  • 22.03.2007, 15:34h
  • Hoffentlich klappt das! Je mehr Staaten, desto besser, denn desto größer wird der Druck auf die anderen, die nicht mehr sagen können, das ginge aus irgendwelchen Gründen nicht!

    Schön, dass die Schweden erkannt haben, dass eine eingetragene Partnerschaft per se diskriminierend ist und immer eine Ehe 2. Klasse bleibt. Nur die Öffnung der Ehe ist echte Gleichstellung!

    Ich hoffe, dass die Grünen bei der nächsten Bundestagswahl stark genug werden, damit auch hierzulande bald die Ehe geöffnet wird!
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#5 rudolfAnonym
  • 22.03.2007, 16:41h
  • @seb83

    Wenn Du's normal findest vor dem Recht minderwertig zu sein, dann sei Dir diese Normalität gegönnt. Aber nörgel bitte nicht über diejenigen, die das anders sehen und Deine katholisch-reaktionäre Lieblingspartei zurecht für die Mißstände in diesem Lande verantwortlich machen. Auch für die Mißstände in der Kinderbetreuung...
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#6 seb1983
  • 22.03.2007, 18:33h
  • finde das weder normal noch "unnormal" sondern einfach ziemlich gleichgültig wenn auch typisch deutsch dass etwas minderwertig ist wenn es nicht von der eierlegenden Wollmilchsau Staat ausgerufen und mit einem großen Stapel Urkunden legitimiert wurde.

    Dieses dauernde klagen nach dem Staat gibts nur bei uns, in anderen Ländern ist man froh wenn er sich raushält, bei uns soll er doch am besten jede Beziehung bis ins kleinste Detail regeln besteuern und verwalten.
    Und wie gesagt: Von mir aus sollen sie halt die Ehe öffnen ich sehe da überhauot nicht wo das Problem ist. Weder ginge der Staat pleite noch leeren sich die Waisenhäuser oder stürmen Homos die Standesämter. Es heiraten halt 2 oder 3 % Homos. Fertig. Weder das Paradies noch der Weltuntergang.

    @Rudolf
    Wenn du dich in vorauseilendem Gehorsam selbst als minderwertig ansiehst vieeeeel Spaß damit.
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#7 WolfAnonym
  • 22.03.2007, 18:59h
  • Hallo Allerseits,

    Schweden macht vor, wie es richtig geht.
    Ich hoffe, das Europa die Bundesregierung in die Knie zwingt und europäisches Recht daraus macht.

    @ seb1983
    Du wirfst den anderen Jammerei vor. Wenn ich Deinen Namen richtig interpretiere, bist Du jetzt 24 Jahre alt.

    Wo hast Du Deinen Arsch denn mal für die Homorechte hingehalten?

    Die meisten Jungen profitieren doch davon, das es mal in den 70´ern, 80´ern und 90´ern Männer und Frauen gegeben hat, die aufgestanden sind und das erreicht haben, wo Du heute von profitierst. Das wir "Alten" einen bestimmten Lebensplan hatten, bestimmte moralische Vorstellungen aus unserer Jugend für den Begriff der Partnerschaft mitbringen, scheint Dich wenig zu interessieren.
    Dafür beschimpfst Du uns als Jammerlappen, weil wir kontinuierlich und beharrlich an unseren Plänen weiterarbeiten.

    Party machen erscheint Dir möglicherweise einfacher.

    Wir "äffen" nichts nach, wir versuchen etwas zu leben, was Paare seit über 2000 Jahren als eine Form der gemeinsamen Verantwortung füreinander und miteinander ansehen. Was ist daran so schlecht?

    Du musst Dich nicht verpartnern, Du musst auch nicht heiraten. Trotzdem kann das mein Lebensplan und der vieler anderer Menschen sein. Warum aktzeptierst Du das nicht einfach? Ich bin dafür ja auch bereit, Dich in Deinen Vorstellungen zu respektieren. Nur bitte tu mir den Gefallen, und präzisiere doch mal, was Du denn genau anders willst?

    Wie willst Du denn schwule Partnerschaft in gemeinsamer Verantwortung rechtlich und moralisch gestalten? Welche Form soll eine Verpartnerung oder Homoehe haben, die anders ist, als das bekannte?

    Platt könnte ich demagogisch fragen, ob es nur die flotte, wilde Rummacherei am Wochenende im Darkroom ist? Und dann im Zweifel auch Bareback ... was schert mich Aids, es gibt ja Medikamente ...

    Aber ich bin sicher, Du wirst auch älter ... Dein "Marktwert" ist bereits im sinken begriffen, auch wenn es Dir vielleicht gelingt, das noch für eine Zeit zu verdrängen. Und wenn da kein "Frischfleisch" mehr ist, was dann?

    Welches Lebensmodell willst Du dann entwickeln? Glaubst Du, dass all die, denen Du jetzt mit Deinen Vorwürfen vor das Schienbein getreten hast, da stehen werden und Dich trösten?

    Oder ist es dann ganz praktisch, auf die Segnungen der von anderen Generationen erkämpften Rechte zurückgreifen zu können? Erb- und Unterhaltsrecht, Versorgung? Ehe?

    Übrigens, ich bin 50, war 25 Jahre verheiratet, mein Sohn ist Jahrgang 1984.
    Mir hat die Ehe so gut gefallen, das ich mich jetzt verpartnere und hoffe, das ich mit meinem Mann in unserer "Ehe" so glücklich sein werde, wie die Jahre mit meiner Frau, vor meinem Coming-Out.
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#8 tuxAnonym
  • 22.03.2007, 19:45h
  • Da sehen wir mal wieder, das die Skandinavischen Länder uns um Jahre voraus sind! Da tut der Staat etwas FÜR das Volk und nicht wie hier, GEGEN DAS VOLK!

    Alle so genannten "Reformen" der letzten Jahre gingen immer nur zu lasten der Bevölkerung!!
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#9 madridEUAnonym
  • 22.03.2007, 20:46h
  • @wolf: Persönlich halte ich jegliche Form von Ehe für überholt, aber man muss sich wohl dieses Namens bedienen, um die Gleichstellung zu verwirklichen, die ich vehement verfechte. Möglicherweise glauben aber viele junge Schwule, dass es reicht, in einer Demokratie zu leben, wo man sich uns gegenüber "tolerant" verhält, ungefähr so wie z.B. gegenüber einem Nicht-EU-Ausländer, dem man zeitlich begrenzte Aufenthaltsgenehmigungen erteilt. Hierzu die Erinnerung an die Aussage eines Bekannten vor einigen Jahren: "Solange schwule Bars, Bäder und Dunkelräume nicht geschlossen werden, ist mir die Gleichstellung egal".
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#10 rudolfAnonym
  • 22.03.2007, 20:58h
  • @seb83

    Genau lesen hilft manchmal weiter. Ich sprach von minderwertig vor dem RECHT. Und da gab es verschiedene Urteile (u.a. v. BGH), die Lebenspartnerschaften trotz gleicher Pflichten nicht die gleichen Rechte zusprechen, das ist halt die reaktionäre Ideologie der Minderwertigkeit von Schwulen und Lesben.

    Lustig wird's, wenn ein CSUler gegen deutsche Staatsvergottung nörgelt. Also, weder der Kontrollfreak Beckstein noch der Herz-Jesu-Sozialist Seehofer sind Anhänger des schwachen Staates, sie sind nur gegen staatl. Schutz für schwule oder lesb. StaatsbürgerInnen. Wenn es was staatlich zu gängeln und zu verbieten gibt, sind die immer vorneweg dabei.

    Und noch lustiger ist es, wenn ein Rechter über die deutsche Mentalität jammert. Da kann man als Linker glatt Patriot werden...
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