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London (queer.de) - Das umfassende Antidiskriminierungsverbot in Großbritannien wird nach langen Querelen Ende April in Kraft treten. Am Mittwoch war die konservative Baroness O'Cathain damit gescheitert, das Gesetz im Oberhaus zu blockieren. Ihr Antrag wurde nach hitziger Debatte mit 168 zu 122 Stimmen abgelehnt. Für die Regierung sagte Staatssekretärin Baroness Andrews: "Wir haben einen langen Weg hinter uns, aber jetzt sind wir angekommen. Wir erkennen die Rechte aller Menschen an, egal was sie für eine sexuelle Ausrichtung haben. Das ist ein historischer Schritt in Richtung Würde, Respekt und Fairness für alle." Bis zuletzt hatten sich die Kirchen gegen das Antidiskriminierungsgesetz gewandt (queer.de berichtete), das Schwulen und Lesben gleichen Zugang zu Dienstleistungen garantieren soll. Besonders die katholische Kirche hatte sich dagegen gewehrt, auch Homo-Paare bei ihren Adoptionsagenturen zu berücksichtigen. Auch im Unterhaus hatte das Diskriminierungsverbot am Montag eine satte Mehrheit. Von den Konservativen votierten allerdings 80 gegen den Labour-Entwurf und nur 28 dafür. Allerdings gehört auch Tory-Chef David Cameron zu den Befürwortern. In Nordirland ist das Diskriminierungsverbot bereits seit Anfang des Jahres Gesetz, im Rest des Landes wird es endgültig am 30. April in Kraft treten.

Tony Blair "stolz" auf Leistungen in Homo-Politik

Premierminister Tony Blair sagte gestern Abend bei einer Veranstaltung der Homo-Gruppe Stonewall, dass ihn die Einführung der Eingetragenen Partnerschaften in Großbritannien mit Stolz erfülle. Er freue sich über den "Kulturwechsel" und den "zivilisierenden Effekt", den die Gesetze nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern in ganz Europa hätten. Die Abstimmung im Oberhaus zeige, wie sehr sich das Land seit der Labour-Machtübernahme 1997 verändert habe. (dk)



#1 madridEUAnonym
  • 23.03.2007, 15:47h
  • Man kann sich freuen, dass es nun auch in GB aufwärts geht. Wenn nicht dieser unsägliche Irak-Krieg angezettelt worden wäre, könnte man Blair fast um den Hals fallen, weil er heute mal so richtig sympathisch aussieht.
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#2 rudolfAnonym
  • 23.03.2007, 18:28h
  • Was in Großbritannien erreicht wurde, ist wirklich eine kleine Kulturrevolution. Hoffentlich kommt das Ganze nicht irgendwann unter die Räder eines fehlgeleiteten Multikulturalismus. Die oft pakistanischstämmigen Moslems in GB sind nicht gerade die liberale Avantgarde in der islamischen Welt. Der unsinnige und unmoralische Irakkrieg hat den Rückzug in fundamentalist. Positionen noch verstärkt.
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#3 hwAnonym
  • 23.03.2007, 21:25h
  • @ madridEU
    ..ja heute gefiel er mir auch, immer noch
    das jugendliche im gesicht, nur die fahne
    ist schlecht ausgeleuchtet...

    growabrain.typepad.com/photos/uncategorized/mad_alfred_1.jpg

    @ rudolf
    pakistan: 50 % ehen zwischen cousins und cousinen...diese netzwerke tragen locker jedes andere....ist eine frage der ehre...
    je größer die ehre desto höher der preis..
    ..die amis ließen die talibans in diesem netz züchten und setzten sie für ihre politik
    ein, nicht nur in asien.
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#4 madridEUAnonym
  • 24.03.2007, 09:30h
  • @hw und @rudolf: Ja wenn da nicht der Irak und seine so ungleiche Freundschaft zu Bush wäre, würde ich Tony jetzt glatt einen Liebesbrief schreiben.
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#5 rudolfAnonym
  • 24.03.2007, 10:55h
  • @hw

    Windige Karrieren: vom ganz edlen Freiheitskämpfer zum ganz bösen Terroristen und zurück....
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