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London (queer.de) - Zum ersten Mal seit rund 200 Jahren zweifelt die katholische Kirche in Großbritannien an, ob es sich vereinbaren lässt, Katholik und Brite zu sein. Grund ist das Antidiskriminierungsgesetz, das in einem Monat in Kraft treten soll und Schwulen und Lesben gleichen Zugang zu Waren und Dienstleistungen zusichert (queer.de berichtete). Kardinal Cormac Murphy-O'Connor, Chef der Katholiken in England und Wales, sagte am Mittwoch in einem Vortrag, dass die Regierung "eine andere Form von Demokratie will, nämlich eine, in der Vielfalt und Gleichheit mit Religion in Konflikt stehen." Er beklagte, dass christliche Arbeit in Großbritannien so gut wie unmöglich sei: "Wenn Christen ihrem Glauben folgen, gelten sie als intolerante Dogmatiker. Wenn sie sündigen, gelten sie als Heuchler. Wenn sie sich für die Armen einsetzen, gelten sie als schwachsinnige Gutmenschen. Wenn sie die Familie verteidigen, gelten sie rechtslastige Reaktionäre", so O'Connor nach Angaben der "Daily Mail". Der Kardinal setzte sich insbesondere dafür ein, dass katholische Adoptionsagenturen weiter schwul-lesbische Paare ablehnen sollen. Das wäre nach dem Antidiskriminierungsgesetz jedoch verboten. Wenn die Kirche diesen Kampf verliere, "ist es schwierig sich vorzustellen, wo das einmal enden wird", so der Kardinal. Er äußerte die Befürchtung, dass mit dem angeblichen Verlust der Werte auch die Demokratie untergehen könnte. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

33 Kommentare

#1 rudolfAnonym
  • 30.03.2007, 15:11h
  • 1. Erst ist für jeden Protestanten eine blanke Unverschämtheit, daß dieser kath. Kleriker das 'Christliche' für seine Instution reservieren will.

    2. Wieso verteidigt man die Familie, indem man Haß gegen Schwule und Lesben sät? Das ist völlig unverständlich.
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#2 SebiAnonym
  • 30.03.2007, 15:19h
  • Tja eines wird auf lange Sicht wohl aus Europa weichen müssen: Entweder die Demokratie oder der Katholizismus, wie ihn der Kardinal versteht. Die Zeichen stehen ganz gut, dass uns die Demokratie erhalten bleiben wird, auch wenn z.B. der Papst darüber ganz ganz dolle weinen mag (Demokratie verletzt nämlich seine religiösen Gefühle)....oooooooooh!
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#3 HandoAnonym
  • 30.03.2007, 15:29h
  • Eine tolle Nachricht! Weiter so! Es muss noch alles viel absurder kommen! Denn das ist die einzige Methode, auch die letzten römisch-katholischen Schwulen wachzurütteln, damit diese endlich aus dieser Organisation austreten!!!

    Denn der massenweise Kirchenaustritt ist die EINZIGE Antwort, die diese Organisation, die an Verlogenheit nicht zu überbieten ist, versteht.

    Kapläne, die mit einer Frau zusammenleben, die offiziell die "Gemeindesekretärin" ist, Pfarrer und Prälaten, die am Samstag abend die Schwulensaunen bevölkern und am Sonntag morgen gegen Homosexualtät wettern, Kardinäle, die mit der Mafia zusammenarbeiten (wie in Neapel) und über Nächstenliebe faseln....

    Wann endlich begreifen es die Schwulen, die noch in dieser Organisation Mitglied sind, dass es denen nur um Macht, Geld und gesellschaftlichen Einfluss geht?

    Ach ja, der Kirchenaustritt ist denkbar einfach: Man geht mit dem Personalausweis zum Amtsgericht
    (Abt. "KIrchenaustritte"); 5 Minuten später sieht das Leben ganz anders aus und eine Last ist von einem abgefallen! Und man spart auch noch die Kirchensteuer, die man dann einer menschenfreundlichen Organisation geben sollte.
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#4 martinAnonym
#5 StefanPAnonym
  • 30.03.2007, 16:58h
  • Dieser Kardinal ist KEIN Christ!
    Christlichkeit drück sich in erster Linie in Toleranz aus.
    Schade das Gott und auch Jesus immer wieder für die menschengemachten Katholischen Ideale missbraucht werden.
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#6 RabaukeAnonym
  • 30.03.2007, 17:04h
  • Liebe "Gaymeinde"

    es freut mich, wie Viele von Uns plötzlich wach werden. Es fasziniert mich noch mehr, daß diese verlogene Katholische, neofaschistoide Organisation in den letzten Zügen ihrer Existenz ist. Mehr Haß, Dummheit, Kriege und Blutvergießen gab es nur durch diese Muschpoke. Allem voran immer mit dem "Segen des Papst.

    Ich finde, die Geschichte dieser Lügner ist
    2000 Jahre später, hier und jetzt beendet. Wünschen würde ich es mir aus tiefsten herzen. Jeder soll im Einklang und Respekt mit dem Anderen so Leben dürfen, wie Er oder Sie oder Er und Er oder Sie und Sie oder Sie und Er. Ist doch Bockwurst, wer mit wem? Hauptsache die Menschheit begreift, daß man nur gemeinsam weiterkommt.

    Allen Usern und dem Team von Gayroyal
    ein schönes Wochenende--Euer Rabauke
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#7 hwAnonym
  • 30.03.2007, 17:23h
  • @ rudolf

    hast du diese mail auch bekommen,
    war massenpost, exakt 40 jahre alt,
    es scheint um grundlagen für demokratie zu gehen:

    der versender ist dafür," dass besitz enteignet wird,wenn dieser wegen seiner größe, seiner geringen oder überhaupt nicht erfolgten nutzung, oder wegen des elends, das die bevölkerung durch ihn erfährt, oder wegen eines beträchtlichen schadens, den die interessen eines landes erleiden, oder dem gemeinwohl hemmend im wege steht,
    ...dafür, dass verfügbare mittel nicht einfach dem willkürlichen belieben der überlassen sind und dass egoistische spekulationen keinen platz haben dürfen. deshalb darf es nicht geduldet werden, daß bürger mit übergroßen einkommen aus den mitteln und der arbeit des landes davon einen großen teil ins ausland schaffen, zum ausschließlichen persönlichen nutzen, ohne sich um das offensichtliche unrecht zu kümmern, das sie ihrem lande damit zufügen (24)sollte ein konflikt zwischen den "wohlerworbenen rechten des einzelnen und den grundbedürfnissen der gemeinschaft" entstehen, dann ist es an der staatlichen gewalt, "unter aktiver beteiligung der einzelnen und der sozialen gruppen eine lösung zu suchen(23) die erde ist mit allem, was sie enthält, zum nutzen für alle menschen und völker bestimmt; darum müssen diese geschaffenen güter in einem billigen verhältnis allen zustatten kommen, dabei hat die gerechtigkeit die führung, hand in hand geht mit ihr die liebe (20)." alle anderen rechte, ganz gleich welche, auch das des eigentums und des freien tausches, sind diesem grundgesetz untergeordnet. sie dürfen seine verwirklichung nicht erschweren, sondern müssen sie im gegenteil erleichtern. es ist eine ernste und dringende soziale aufgabe, alle diese rechte zu ihrem ursprünglichen sinn zurückzuführen. (22)
    nur so kann sich die wahre entwicklung, die für den einzelnen, die für die völker der weg von weniger menschlichen zu menschlicheren lebensbedingungen ist, voll und ganz erfüllen.
    (21). weniger menschlich: das sind die materiellen nöte derer, denen das existenzminimum fehlt; das ist die sittliche not derer, die vom egoismus zerfressen sind, das sind die züge der gewalt, die im mißbrauch des besitzes oder der macht ihren grund haben, in der ausbeutung der arbeiter, in ungerechtem geschäftsgebaren. das geht anders...
    menschlicher ist der aufstieg aus dem elend zum besitz des lebensnotwendigen, die überwindung der sozialen mißstände, die erweiterung des wissens, der erwerb von bildung.
    ... freisein von elend, sicherung des lebensunterhalts, gesundheit, feste beschäftigung, schutz vor situationen, die die würde als mensch verletzen, ständig wachsende leistungsfähigkeit, bessere bildung, mit einem wort: mehr arbeiten, mehr lernen, mehr besitzen, um mehr zu gelten. das ist die sehnsucht des menschen von heute, und doch ist eine große Zahl von ihnen in allen gesellschaften dazu verurteilt, unter bedingungen zu leben, die dieses verlangen illusorisch machen. "
    HV-P6-dGVP
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#8 DanielAnonym
  • 30.03.2007, 18:27h
  • Eine reaktionäre Vereinigung, die erst vor 100 Jahren aufgegeben hat den Staat offiziell zu unterwandern und selbst einen dikatatorischen Staat unterhält fängt an von Demokratie zu reden?

    Zur Demokratie gehören auch gleich Rechte für alle... sowohl für katholiken als auch für ekelerregende Homos ;-)

    Ich hasse die Kirchen...
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#9 StephanSchmidtProfil
  • 30.03.2007, 19:38hKöln
  • Haben die es nun auch gemerkt? Religion ist nicht mit den Grundsötzen der Demokratie und Freiheit vereinbar. Der Begriff Religionsfreiheit ist daher eine Pharse.
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#10 rudolfAnonym
  • 30.03.2007, 21:58h
  • @hw

    Tja, wie paßt das zur Bekämpfung der Befreiungstheologie oder gar zur persönlichen Seelsorge des chilenischen Kardinals für Herrn Pinochet? Soviel Nächstenliebe wurde den tausenden chilenischen Widerstandskämpfern, die nach langem Martyrium in der Wüste verbuddelt oder im Meer versenkt wurden, nicht zuteil.
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