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Die US-Demokraten rüsten zum Kampf um die Präsidentschaft. Und Homo-Gruppen stehen wie die Wähler vor der Entscheidung.

Von Dennis Klein

Derzeit kennt die demokratische Partei allen Umfragen zufolge nur zwei aussichtsreiche Kandidaten: Senator Barack Obama aus Illinois und Senatorin Hillary Clinton aus New York. Würde einer von ihnen kommendes Jahr nominiert, wäre das eine Premiere: Weder ein Schwarzer noch eine Frau hat für eine der großen Parteien um die Präsidentschaft gekämpft. Was würde das für die schwul-lesbische Minderheit bedeuten?

Homo-Gruppen buhlen auf jeden Fall schon mal um die Gunst der Kandidaten wie selten zuvor. Doch mit wem soll man sich verbünden? In seiner neuesten Ausgabe fragte das Homo-Organ "The Advocate" auf der Titelseite "Wer ist schwuler?". Die Antwort blieben die Autoren schuldig. Denn immerhin unterscheiden sich die Positionen der beiden nur minimal: Sowohl Obama als auch Clinton sind gegen die Öffnung der Ehe. Nach den Erfahrungen des Präsidentschaftswahlkampfs von 2004 wird das wohl auch so bleiben: Denn damals hatte das Bush-Team die christliche Rechte mit der Angst vor dem Ende der Ehe an die Wahlurnen getrieben – und gewonnen (queer.de berichtete).

Ansonsten kommen jedoch positive Signale von Clinton und Obama: Beide demokratischen Kandidaten befürworten Eingetragene Partnerschaften, die von Homo-Aktivisten als erster Schritt in Richtung Ehe-Öffnung angesehen wird. Außerdem wollen Clinton und Obama einträchtig die Armee für Schwulen und Lesben öffnen, Antidiskriminierungsgesetze auf Bundesebene einführen und Hassdelikte gegen Homosexuelle stärker bestrafen.

Offen Schwule sind in beiden Lagern anzutreffen: So veranstaltete der Medienmogul David Geffen einen Fundraiser für Barack Obama, in dem er gegen Clinton stichelte, sie sei für Republikaner "am einfachsten zu schlagen". Obama brachte der Abend 1,3 Millionen Dollar an Wahlkampfspenden ein. Hillary Clinton wiederum war letzten Monat der Stargast auf dem Treffen der Human Rights Campaign (HRC), der größten schwul-lesbischen Gruppe Amerikas. "Sie hat mit uns seit 1991 gut zusammengearbeitet", lobte HRC-Präsident Joe Solomonese die Gattin des Ex-Präsidenten. In den Homo-Medien berichten zudem schwule und lesbische Ex-Assistenten von Clinton und Obama über deren Umgang mit Homos – und beweihräuchern beide als tolerant weltoffen.

Ob das Thema Homosexualität auch nach der Nominierung bei den großen Parteien im Präsidentschaftswahlkampf 2008 eine Rolle spielen wird, hängt auch vom republikanischen Herausforderer ab. Derzeit liegt Umfragen zufolge der ehemalige Bürgermeister New Yorks Rudy Giuliani vorne, der in sozialen Fragen als Linksaußen seiner Partei gilt. Giuliani hat während seiner Amtszeit unter anderem gleiche Rechte für schwule und lesbische Beamte befürwortet und durchgesetzt. Unter ihm wäre ein Wahlkampf gegen die Homo-Ehe, wie ihn Bush veranstaltete, nur schwer vorstellbar. Allerdings könnten natürlich Entscheidungen von US-Gerichten, die notorisch unberechenbar sind, das Thema wieder auf die Tagesordnung bringen. Die schwul-lesbischen Lobby-Gruppen halten sich derzeit noch alle Optionen für eine Wahlempfehlung offen.

30. März 2007



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#1 Die Kanzlerin der HerzenAnonym
  • 30.03.2007, 17:23h
  • Ich bin als Frau in der Politik so allein,
    da kommt auch schon die Hillary rein!
    Drum wünsch ich ihr viel Glück und so,
    damit sie schlägt Obama und Co.

    Mit ihr könnt' ich über Frauenthemen sprechen,
    also Stricken, Kochen und nicht Spargel ausstechen!
    Die Welt wäre sicherer und schöner, nicht wahr?
    Würde sie regiert von Angie und Hilli, ganz klar!

    Doch jetzt muss ich weiter arbeiten,
    und für Eure Zukunft streiten!
    Denn Deutschland, das sag ich allen hier,
    wird besser und schöner auch ohne Freibier!

    Denn jeder soll sich den Alk erarbeiten fein,
    damit unsere Wirtschaft bleibt gut ungemein!
    Wenn Ihr Schwulen Euren Beitrag leisten wollt,
    mach ich den Prosecco auf - dann kracht's wie ein Colt!

    Ich liebe Euch Lesbierinnen und Schwuletten! Bussi, Bussi, Bussi! Eure Euch ewiglich liebende Kanzlerin der Herzen! Bussi nochmal!
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#2 hwAnonym
  • 30.03.2007, 20:20h
  • .....ja, so ein parteitag mit der
    kanzlerin der herzen hätte auch was.....
    stimmungsvolle eröffnung:
    GIVE PISS A CHANCE
    kurz nach dem höhepunkt:
    LIKE A BITCH OVER TROUBLED WATER
    ..und statt schulsschoral, vielleicht was zum
    schunkeln:
    GUANTANAMORA
    GUARIJA GUANTANAMORA.......

    wenn die echte angie in die cdu-klatschodroms kommt, gibt´s ja nur noch
    fdj-retro, patsche-händchen im minutenlangen einheitstakt....neee,
    dann lieber was zwischen hollywood und riefenstahl mit melodien, die jeder kennt...
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#3 DavidProfil
#4 Deutscher UntertanAnonym
  • 30.03.2007, 23:26h
  • Is ja ganz interessant, was da transatlantisch passiert. Meines Erachtens sollte man/frau "unserer" Kanzlerin aber erst mal folgendes faxen:

    Frau Bundeskanzlerin
    Dr. Angela Merkel, Berlin

    Fax (030) 4000-2357
    ================

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

    mit großem Entsetzen habe ich Medienberichte über Äußerungen und Vorhaben des polnischen Bildungsministers und Vize-Premierministers, Herrn Roman Giertych, zur Kenntnis genommen.

    Am 1. März 2007 schimpfte Herr Giertych im EU-Bildungsministerrat in Heidelberg in einer Debatte über Europas gemeinsame Werte über moderne Gesellschaften, in denen Abtreibung erlaubt sei und bereits Elfjährige an die Homosexualität gewöhnt würden. Homosexuelle Propaganda erreiche immer jüngere Kinder, soll der polnische Bildungsminister geäußert haben.

    Am 13. März wurde Herr Giertychs Gesetzesentwurf gegen "homosexuelle Propaganda" bekannt. Die polnische Jugend soll in Schulen vor Aufklärungsmaterial über Homosexualität "geschützt", Lehrer, die darüber reden, sollen entlassen werden. Herr Giertychs Stellvertreter, Herr Miroslaw Orzechowski, sagte, Ziel sei es, jeden zu bestrafen und aus dem Erziehungssystem zu entfernen, der "Homosexualität oder andere Verirrungen sexueller Natur fördert".

    Die Äußerungen passen zu anderen Ausfällen gegen Lesben und Schwule, die man seitens polnischer ultranationalistischer Politiker in den vergangenen Jahren zunehmend vernehmen musste. Auch die Demonstrationsverbote zum Christopher-Street-Day in Warschau oder Krakau in den vergangenen Jahren passen in dieses Bild, ebenso die gewalttätigen Übergriffe gegen Lesben und Schwule, die auch von Mitgliedern der Jugendorganisation der Partei von Herrn Giertych ausgingen.

    Ich bin der Auffassung, dass solche Äußerungen den gemeinsamen europäischen Werten wie Demokratie, Toleranz und den Respekt der Grundrechte widersprechen. Mit Äußerungen dieser Art verlässt man die gemeinsame Wertebasis der EU.

    Deshalb erwarte ich von der deutschen EU-Präsidentschaft, dass hier klare Worte gefunden werden. Bitte weisen Sie, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, als Vorsitzende des EU-Ministerrates die genannten Äußerungen und Gesetzesvorhaben zumindest als inakzeptable Hetze gegen Minderheiten endlich zurück. Bei Ihrem letzten Staatsbesuch in unserem Nachbarland war in dieser Hinsicht von Ihnen leider nichts zu vernehmen.
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#5 SebiAnonym
  • 31.03.2007, 19:31h
  • Bin zwar Feminist (ebenso wie z.B. John Stuard Mill oder Jean Paul Sartre), bin aber für den meiner Meinung nach leider aussichtslosen Barack Obama. Toi toi toi!
    Merkwürdig fände ich es, wenn sich die Demokraten gegen die Öffnung der Ehe positionieren und Rudolph Giuliani dann als Präsident die Sache durchziehen würde ;-).
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#6 gerdAnonym
  • 02.04.2007, 05:53h
  • Also erstmal das wichtigste: Bush go home to Texas.

    Bin froh, wenn der jetztige Präsident endlich abtritt. Ein schlechterer Präsident kann ich mir fast nicht vorstellen.

    Ansonsten bin dafür, dass natürlich die Demokraten gewinnen.

    Persönlich wäre ich eher für Hillary Clinton, da eine Frau an der Spitze der USA mir gut gefallen würde; aber nur, wenn diese Frau aus den Reihen der Demokraten kommt.

    So gesehen, einen Wahlerfolg gibt es jetzt schon. Bush darf nicht länger.
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#7 AngelpowerAnonym
  • 03.04.2007, 18:59h
  • Da gibt es doch immer noch Leute die meinen , wenn Mr. Rudolf Präsident würde, bräche eine liberale Ära an für Frauen und Schwule und Lesben.
    In welcher Scheinwelt lebt ihr eignetlich? Nur mit Hillary/Obama/Al oder aber mit einem demokratisch dominierten Kongreß würde sich was ändern. Wollte Rudolfo das tun, so bräuchte er auch Demokraten zum Regieren, statt seinen Republikaner die ihm in vielem sicher nicht folgen würden.

    Zudem ist jeder Republikaner nach seiner Wahl zum Präsidenten meist noch ein bischen mehr nach rechts gedriftet!
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