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Bold Heath (queer.de) - Die Polizei im englischen Ort Bold Heath (Grafschaft Cheshire) ermittelt gegen einen elfjährigen Schüler, weil dieser in einer E-Mail einen zehnjährigen Klassenkameraden als "gay" bezeichnet hat. Die Eltern des Zehnjährigen hatten die Mail entdeckt und sich daraufhin an die Behörden gewandt. "Für die Eltern des Jungen war das gravierender als ein Bubenstreich", erklärte Kommissar Nick Bailey. "Wir sind verpflichtet, die Anzeige entgegenzunehmen und geeignete Maßnahmen zu treffen. Den Elfjährigen in seinem Haus zu besuchen war angemessen. Diese E-Mail-Nachricht ist Teil eines Verhaltens, das er schon längere Zeit gezeigt hat." Die Benutzung des Wortes "gay" ließe darauf schließen, dass es sich um Homophobie handelt, allerdings "wissen wir noch nicht, ob wir es als homophobes Verbrechen behandeln sollen", so der Kommissar weiter. Die Eltern des mutmaßlichen Täters George Rawlinson kritisierten das Vorgehen der Polizei scharf: "Das ist völlig lächerlich", erklärte Alan Rawlinson, der Vater des Elfjährigen. "Ich dachte die Polizisten wollten sich einen Spaß erlauben, doch dann haben sie mir gesagt, dass sie das als ernst zu nehmendes Delikt ansehen. Die politisch korrekte Brigade übernimmt wohl das Ruder." Rawlinson sagte, sein Sohn habe schreckliche Angst gehabt, als die Polizisten ins Haus kamen. "Er dachte, sie würden ihn mitnehmen und ins Gefängnis stecken". In England beginnt die Strafmündigkeit mit dem vollendeten zehnten Lebensjahr. (dk)

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22 Kommentare

#1 skydiverProfil
  • 02.04.2007, 16:16hStuttgart
  • Wäre heute nicht schon der 2. April, dann hätte ich diese Meldung als "Aprilscherz" angesehen !!!
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#2 ChrisAnonym
  • 02.04.2007, 16:55h
  • Da hat er wohl mal Pech gehabt. Aber ein gutes hätte es, im Gefägnis würde er evtl. abnehmen.
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#3 BenniAnonym
  • 02.04.2007, 17:32h
  • Ich komm aus den USA und uns Amis hätte ich das ja zugetraut, aber den Engländern? Naja...
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#4 luke12Anonym
  • 02.04.2007, 17:43h
  • Jetzt aber mal langsam mit den jungen Pferden. Ich finde die Benutzung des Wortes "schwul" als negativer Ausruf und die dazu passenden englischen Begriffe in Verbindung mit dem Wort "gay" auch nicht immer prickelnd, aber ich finde man sollte es auch nicht übertreiben. Kinder zu kriminalisieren, weil sie einen Begriff nicht so benutzen, wie sie es eigentlich sollten, ist traurig, aber ein Problem, das Erwachsene geschaffen haben.
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#5 CarstenFfm
  • 02.04.2007, 18:18h
  • "Die Benutzung des Wortes "gay" ließe darauf schließen, dass es sich um Homophobie handelt."

    Uuuups, dann bin ich wohl homophob. ;-)
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#6 ManfredAnonym
  • 02.04.2007, 18:38h
  • Wow, Strafmündigkeit ab 10! Das wäre hierzulande auch mal fällig. Dann würden die vielen kleinen Verbrecher, die von ihren Eltern oder älteren Geschwistern -eingedenk ihrer Strafunmündigkeit- zu Straftaten angestiftet werden, endlich einmal zur Räson gebracht.
    Ich denke schon, daß der 11-jährige sehr genau wußte, was er da tat. Nicht etwa nach dem Motto "er will ja nur spielen". Kinder sind heutzutage sehr viel früh reif als noch vor einer Generation.
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#7 luke12Anonym
  • 02.04.2007, 20:04h
  • @ Manfred

    Ich bin ganz deiner Meinung, aber der Junge ist 11 und hat Eltern, die wohl nicht taub sind. Die werden wohl das ein oder andere Mal mitbekommen haben, welchen Wortschatz ihrer kleiner Prinz drauf hat. Wo hat der diesen Schmand denn her? Wie unterhalten sich die Eltern? Man ist mit 11 Jahren zu Recht noch nicht strafmündig und ein Kind für die negativ Benutzung eines Begriffs oder dessen Verfremdung verantwortlich zu machen, wo jeder Möchtegern - Rapper das schon im Kinderfernsehen tut, ist mehr als übertrieben. In jeder beknackten Talkshow hört man diesen Mist.
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#8 SvenAnonym
  • 02.04.2007, 21:11h
  • Ein schweres Thema!

    Natürlich finde ich es gut, dass das nicht einfach so hingenommen wird.
    Man darf anderen weder mit Worten noch mit körperlicher Gewalt Schaden zufügen, dass muss jedes kleine Kind lernen.
    Wie man genau dem Kind das klar macht, ist allerdings weniger eine Frage/Aufgabe der Justiz als eher der Pädagogen.
    Bei Kindern auch immer sehr wichtig (was leider auch hierzu Lande oft völlig vergessen wird) sind die Eltern. Die sollte man notfalls strafen.
    Aber Vorsicht, Kinder sind nicht unbedingt Abbilder ihrer Eltern. (Denkt an uns :-)
    Manchmal haben andere Bezugspersonen einen viel größeren Einfluss. Diese muss man finden.
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#9 redforceAnonym
  • 02.04.2007, 21:20h
  • Finde ich gut. "Er dachte, sie würden ihn mitnehmen und ins Gefängnis stecken". So lernt der Junge vielleicht, zuerst zu denken und sich DANN zu äußern. Und "gay" war hier sicher nicht positiv gemeint, sondern als abwertenden Begriff. Nach dem Polizeibesuch stehen die Chancen gut, dass er sich den abgewöhnt. Und viel mehr wird sowieso nicht passieren.
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#10 hwAnonym
  • 02.04.2007, 21:27h
  • @ manfred

    ...ja die schärfsten teile bringen sogar je
    nach größe der gang, als paar oder in gruppen, opium unters volk...der gangsta-chef erklärte sich vor jahren sogar bereit dafür echte mädels einzusetzen.
    der druck der user-gemeinden war damals sehr groß....ich sag nur: rough pfaff, also jetzt nicht die nähmaschine...
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