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Salzburg (queer.de) - Die 47-jährige Johana Mathias ist zur Vorsitzenden der Homosexuellen Initiative (HOSI) Salzburg gewählt worden. Damit steht erstmals eine Frau an der Spitze der Organisation. Mathias ist Mutter von zwei erwachsenen Kindern und verheiratet, lebt aber seit fünf Jahren von ihrem Mann getrennt. Die gebürtige Deutsche engagiert sich aufgrund ihrer eigenen Biografie: "Ich stelle mir seit vier Jahren die Frage, ob ich homosexuell bin oder nicht", so Mathias zu den "Salzburger Nachrichten". Diese Frage könne sie nicht eindeutig beantworten. "Außerdem sehe ich diese Frage als eine unheimliche Reduzierung auf Sexualität", erklärt Mathias weiter. Die Sexualität gehöre zwar zum Menschen, aber sei nur ein kleiner Teil von ihm. Ihr Ziel sei es, Schwulen und Lesben in Österreich ein Leben ohne Diskriminierung zu ermöglichen. (pm/dk)

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15 Kommentare

#1 gayboyAnonym
#2 HandoAnonym
  • 03.04.2007, 18:21h
  • Ja, ja, solche "Heteros" tauchen immer wieder in Schwulen- und Lesbengruppen auf. Über Nacht werden die dann plötzlich
    -ohne Zutun der Gruppe- schwul bzw. lesbisch .....
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#3 tuxAnonym
  • 03.04.2007, 22:02h
  • @hando: Was hast Du für ein Problem mit dieser Frau??

    Sei doch einfach Stolz darauf, das sie Ihr Engagement in diesem Zusammenhang bringt, anstatt in irgendwelchen Häkelrunden oder bei Tupperware-Partys ihre Zewit zu vergeuden.

    So bewegt sie wenigstens noch etwas.
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#4 SaschaAnonym
  • 04.04.2007, 00:45h
  • Der Mensch besteht nicht "nur" aus seiner sexuellen Identität, aber dennoch ist sie ein essentiell wichtiger Teil der Persönlichkeit jedes Einzelnen.

    Nur weil man sich seiner selbst in diesem Punkt nicht sicher ist, sollte man dieses fundamental wichtige "Merkmal" eines Menschen nicht kleinreden!

    Ich halte es für äußerst fragwürdig und problematisch, dass sich jemand ohne klares Selbstbewusstsein hinsichtlich seiner eigenen sexuellen Identität anschickt, etwas für Homosexuelle tun zu wollen.

    Dies wird in der Öffentlichkeit zweifellos den Eindruck erwecken, Homosexuelle seien sich ihrer Identität nicht sicher bzw. diese sei etwas Beliebiges und - wie die werte Dame ja selbst (aus psychologischer Sicht offenbar zur Kompensation ihrer eigenen Unsicherheit) sagt - nicht so Bedeutendes...

    Dies ist aber eine völlige Fehlinterpretation und zudem beleidigende Unterminierung der homosexuellen Identität von Millionen Menschen in Europa und ganz sicher alles andere als wegweisend für gesellschaftlichen Fortschritt.

    In den Ländern, die gesellschaftspolitisch in jüngerer Zeit Erfolge verbuchen konnten, wird die Homo-Bewegung jedenfalls von Leuten repräsentiert, die wissen, wer sie sind, was sie wollen und die zu Recht stolz darauf sind!!!

    Das ist eigentlich auch die Grundvoraussetzung, um irgend etwas für UNS alle bewegen zu können...
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#5 SebiAnonym
  • 04.04.2007, 10:44h
  • @Sascha
    Ich komme nicht mit. Auf welcher Seite stehst du eigentlich? Heterosexuelle oder Menschen, die sich ihrer Sexualität weshalb auch immer unsicher fühlen, sollen sich NICHT anschicken, etwas für uns tun zu wollen?!? Häh?!? Sollen sich die 5% Bevölkerungsanteil außschließlich selbst helfen müssen? Wie eigentlich? Durch einen Putsch? Ich bin der Frau dankbar, dass sie die Aufgabe übernimmt. Sie zeigt, dass Solidarität mit Homosexuellen nicht automatisch uncool macht (dieses Denken ist doch eigentlich unser Hauptproblem). Man kann sich ja auch in der Flüchtlingshilfe engagieren ohne je Flüchtling gewesen zu sein.
    Nebenbei bin ich mir meiner Sexualität 100% sicher und würde dennoch behaupten, dass sie nur ein kleiner Teil von mir ausmacht. NIcht weil ich verklemmt bin. Ich bin in erster Linie ein Mensch mit Persönlichkeit und dann auch noch nebenher ein sexuelles Wesen (auf diese Kleinigkeit lege ich auch wert, was es aber nichtsdestoweniger bei einer Kleinigkeit belässt)
    MfG
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#6 SaschaAnonym
  • 04.04.2007, 12:24h
  • @Sebi:

    Wenn deine sexuelle Identität nicht integraler Bestandteil deiner Persönlichkeit ist, dann tust du mir leid!

    Abgesehen davon ist es meine Überzeugung, dass sich Leute, die sich ihrer selbst nicht sicher sind, zunächst einmal mit sich selbst auseinandersetzen und nicht in der Öffentlichkeit den Eindruck erwecken sollten, dass alle Homosexuellen über ihre sexuelle Identität im Unklaren seien - das ist nämlich glücklicherweise nicht der Fall! Und dann stellen sie sich noch hin und wollen die essentielle Bedeutung der sexuellen Identität für jeden Menschen kleinreden, nur weil sie selbst offenbar ein Problem damit haben!

    DAS ist jedenfalls ganz bestimmt nicht die Art von Repräsentation, die uns gesellschaftlich und politisch in irgendeiner Weise voranbringt. Und schon gar nicht kann ich als selbstbewusster und offener Schwuler, der stolz auf seine homosexuelle Identität ist, mich mit einer derartigen Person identifizieren! Sexuelle Vielfalt ist nicht gleich Beliebigkeit!
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#7 SebiAnonym
  • 04.04.2007, 19:34h
  • @Sascha
    Danke für dein Mitleid! Ich hab im Wörterbuch nachgeschlagen und gelesen, dass integral "das ganze ausmachend" heißt. Die Sexualität ist somit kein integraler Bestandteil meiner Persönlichkeit. Vielleicht macht die Sexualität deine Persönlichkeit im Ganzen aus. Schade, wenn sonst so wenig eine Rolle spielt. Vermutlich tun wir uns da gegenseitig leid. Was sind wir doch für bedauernswerte Kreaturen.

    Wer ist sich schon seiner Selbst sicher. In anderen Lebensbereichen zweifeln wir doch ständig an uns. Menschen, die nicht zweifeln, tun mir auch ein bisschen leid. Ich persönlich kann nicht nachvollziehen, wie man an seiner sex. Orient. zweifeln kann. Da ich aber Zweifel aus anderen Lebensbereichen kenne, muss ich anderen Menschen ihren Zweifel ebenso zugestehen (Ich kann es ja auch nicht nachvollziehen, wenn man sein Geschlecht ändern will). Bei der Dame gehe ich auch von einer reinen Heterosexualität aus (Das weiß sie im Moment noch nicht).

    Kurzum: Nur weil man Sexualität nicht als integralen Bestandteil der Persönlichkeit begreift, kann sie einem immer noch wichtig sein. Wenn die Dame Sexualität für unwichtig und beliebig halten würde, würde sie sich nicht in diesem Bereich engagieren. Sie verweist lediglich darauf, dass der Mensch mehr ist (sein kann, wenn man so bedauernswert ist wie ich). Sexualität sagt noch nicht alles über die Person aus und ein Schwuler kann ein guter Soldat, Polizist, Türsteher, Boxer oder was auch immer sein.
    MfG
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#8 SaschaAnonym
  • 04.04.2007, 20:34h
  • @Sebi:

    Schade, dass du bei solchem Basisvokabular schon zum Wörterbuch greifen musst und den eigentlichen Sinn meiner Aussage nicht wirklich verstanden hast.

    Die von dir vorgenommene Trennung von sexueller Identität und Persönlichkeit ist totaler Unsinn, denn die sexuelle Identität stellt einen bedeutenden Teil der Persönlichkeit jedes Einzelnen dar. Für dich mag das nur ein ganz kleiner Teil sein, aber für die Allermeisten ist es eine äußerst wichtige Frage, zu wem sie sich sexuell und emotional/partnerschaftlich hingezogen fühlen, ob sie Männer oder Frauen romantisch lieben etc...

    Eben deshalb ist jede Form der "Kleinrederei" hier unangebracht! Natürlich sagt die sexuelle Identität nichts über andere "Qualitäten" eines Menschen aus, aber das heißt noch lange nicht, dass sie deswegen "nur" eine Eigenschaft unter vielen ist. Nein, sie (und vor allem ihr freies, offenes, selbstbewusstes Ausleben!) ist eine für die psychische Gesundheit extrem bedeutende Eigenschaft!!!

    Außerdem gestehe ich selbstverständlich jedem seine Zweifel zu! Eine Gesellschaft, die alle Menschen vom ersten Atemzug an auf EINE Identität und EINEN Weg festzulegen sucht, produziert logischerweise eine ganze Reihe von Menschen, die es sich erst einmal sehr mühsam (innerlich wie äußerlich) erkämpfen müssen, zwischen ihrem eigenen Ich und dem von außen indoktrinierten, vermeintlichen Ich zu unterscheiden.

    Aber ich bin der Überzeugung, dass Leute mit solchen Zweifeln in keiner Weise dafür geeignet sind, eine starke und selbstbewusste homosexuelle Identität zu repräsentieren, die uneingeschränkt gleiche Rechte für sich beansprucht.

    Vielmehr vermitteln Leute wie die hier hochgejubelte Dame in der Öffentlichkeit den Eindruck, Vielfalt sei mit Beliebigkeit gleichzusetzen - übrigens eine in letzter Zeit besonders in Mode gekommene Form der Pseudo-Toleranz.

    Wirklicher Respekt bedeutet aber nicht, (aus zumeist heterozentrischer Perspektive) den Menschen einreden zu wollen, dass unsere sexuellen Identitäten in Wahrheit doch sowieso beliebig und nicht so klar definiert seien (das bedeutet dann in aller Regel, dass schwule Männer sich *natürlich* doch für Frauen interessieren, wenn sie nur lange genug hinschauen).

    Nein, wirklicher Respekt bedeutet die klaren und bedeutungsvollen Unterschiede anzuerkennen und sie als solche (!) zu respektieren und gleich zu behandeln!
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#9 SebastianAnonym
  • 04.04.2007, 21:20h
  • Ich finde es richtig klasse das es doch noch Menschen gibt, die sich wirklich für uns Homosexuelle (Schwule und Lesben) einsetzt.

    Es ist erstaunlich was geschieht, wenn man sich erst mal mit dem Thema auseinander setzt und dann sich ein Bild von dem zu machen finde ich persönlich besser als zu sagen:"Homosexuell zu sein, wäre gegen den willen des schöpfers. Doch jeder muss leben so wie er es für richtig hällt und nicht wie es die Gesellschaft gerne hätte."

    MFG und alles gute Sebastian (23 gerade geoutet)
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#10 antosAnonym
  • 04.04.2007, 21:31h
  • @ Sebi

    "Sexualität sagt noch nicht alles über die Person aus und ein Schwuler kann ein guter Soldat, Polizist, Türsteher, Boxer oder was auch immer sein."

    Sicher. Dennoch: ihre Wahrnehmung, also die Wahrnehmung der 'Person', sei sie nun Soldat, Polizist, Türsteher, Boxer oder auch Wasauchimmer wird in allen sozialen Belangen beeinflusst sein von ihrem a) Selbstbild (z. B. 'schwule Identität') und b) ihren Wünschen - und damit zwingend auch ihrem sexuellen Begehren.

    Und natürlich ist die Fähigkeit zu Zweifeln eine gute Sache. Jeder, der nur halbwegs (vor anderen Leuten, versteht sich) auf sich und sein Image hält, wird auf Knopfdruck bestätigen, daß er weiß, dass er nichts weiß oder wenigstens, daß er seine oh so flüchtigen Gewißheiten täglich mindestens dreimal zu den Hauptmahlzeiten in Zweifel zieht. Schön, daß auch Frau Mathias dies tut. Wenn ich allerdings ihre Aussage lese: "Ich stelle mir seit vier Jahren die Frage, ob ich homosexuell bin oder nicht" - dann denke ich spontan: sie ist Opfer eines Werbeslogans: "Entdecke die Möglichkeiten". Nichts weiter.

    Mein Problem: Einerseits freut es mich, wenn sich nicht-homosexuelle Leute für Schwule und Lesben engagieren; andererseits kotzt es mich an, was da für - üblicherweise - Frustelsen rumlaufen, die die Schwulenszene (die ich so kenne) mit ihren Psychoselbstfindungskäse überbacken.
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