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New York (queer.de) - In einer umstrittenen Titelgeschichte hat das amerikanische Homo-Magazin "Out" eine Reihe von bekannten Schauspielern, Journalisten und Politikern geoutet. Es ruft die Stars dazu auf, sich als schwul oder lesbisch zu bekennen und damit ein gutes Vorbild für andere Homosexuelle zu sein. Auf der Titelseite sind zwei Models abgebildet, die sich Masken von Schauspielerin Jodie Foster und CNN-Moderator Anderson Cooper vor ihr Gesicht halten. Von beiden Prominenten ist bekannt, dass sie homosexuell sind, sie wollen ihr Privatleben aber nicht öffentlich diskutieren. Im Artikel werden zudem noch andere Namen genannt wie David Hyde Pearce (spielte Niles in "Frasier"), Sean Hayes (Jack in "Will and Grace") oder den ehemaligen Chef der republikanische Partei, Ken Mehlman.

Der "Glas-Schrank"

"Out" kritisiert in seinem Artikel den symbolischen "Glas-Schrank". Das Magazin warf den Promis vor, dass sie ein schwules oder lesbisches Leben führten, aber "peinlich genau darauf achten, dass das nicht von einer Kamera gefilmt wird". "Wir wissen alle, dass sie im Glas-Schrank stehen, aber sie trauen sich nicht raus", beklagt Autor Michael Musto, der sonst Tratsch-Kolumnen schreibt. In dieser "homofreundlichen Umwelt" könnten die Stars aber darauf verzichten, "andersgeschlechtliche Dates" bei offiziellen Anlässen zu präsentieren, so der Artikel weiter. "Hetero-Stars, die sehr auf ihr Image achten, verschweigen nie in Interview, dass sie heterosexuell sind. Wenn auch immer jemand zu mir sagt: 'Ich diskutiere nicht, mit wem ich ausgehe' oder 'Ich mag keine Labels', dann weiß ich immer gleich, dass ihnen ihre Privatsphäre eigentlich egal ist. In Wirklichkeit sind sie nämlich schwul, schwul, schwul!"

Die 50 mächtigsten Homos

"Out" veröffentlichte auch eine Liste mit den 50 mächtigsten Schwulen und Lesben. Auf den ersten Platz kam der Filmproduzent und Milliardär David Geffen, gefolgt von CNN-Mann Anderson Cooper und Komikerin Ellen De Generes. (dk)

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27 Kommentare

#1 SaschaAnonym
  • 05.04.2007, 14:45h
  • Eine sinnvolle Aktion!

    Es gibt nichts Verheerenderes - gerade in der Wirkung auf junge Menschen - als die unter Homosexuellen weiterhin dominierende Einstellung des Sich-Versteckens und Ja-Nicht-Auffallen-Wollens in der Öffentlichkeit.

    Kein Mensch käme in einer wahrhaft freiheitlichen Gesellschaft jemals auf die Idee, NICHT offen mit seiner sexuellen Identität umzugehen oder diese als "nebensächlich" kleinreden zu wollen. Der oben genannte Artikel verweist zu Recht darauf, dass KEIN Heterosexueller jemals ein Geheimnis aus seiner sexuellen Identität machen würde.

    Veränderung beginnt eben in aller erster Linie bei UNSEREM Umgang mit UNS selbst. Insbesondere junge Homosexuelle brauchen in unserer medialen Welt dringend mehr Identifikationsfiguren, die als selbstbewusste Homsexuelle auftreten und uneingeschränkt gleiche Rechte in allen Bereichen des Lebens und des Alltags für sich beanspruchen!!!
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#2 joshAnonym
#3 Georg Walter Falkenhagen, Berlin-NeuköllnAnonym
#4 SebiAnonym
  • 05.04.2007, 16:13h
  • Tatsächlich könnte man von einer hochbegabten Jodie Foster (Abschluss in Yale mit Auszeichnung plus Ehrendoktortitel) erwarten, dass sie auch mal politisch wird. Selbst Whoopi Goldberg rührt stärker die Trommel für uns als so manche(r) Homosexuelle selbst.
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#5 gerdAnonym
  • 05.04.2007, 16:57h
  • MMMhh...schwierig....

    Bin absolut kein Fan von Zwangsouting durch die Medien und die damalige Aktion von Praunheim, die zwar im Ergebnis gut war, kann doch für die Betroffenen sehr problematisch sein. In Deutschland waren es die Gesichter Alfred Biolek und Hape Kerkeling, die damals so mit ihrem Privatleben ins Rampenlicht der Öffentlichkeit gezerrt wurden. Letzlich bin ich immer noch der Meinung, dass auch Personen des öffentlichen Lebens und der Medien ein Recht auf Privatsphäre haben und selbst entscheiden, wieiviel se von ihrem Privatleben offenlegen wollen.

    Meines Erachtens hat es Alfred Biolek und Alfred Kerkeling nicht geschadet. Sie wurden für homosexuelle, junge Menschen echte Hoffnungsträger und dies wiederum dürfte letzlich auch diese beiden Menschen innerlich freuen.

    Und nun also sind es in den Vereinigten Staaten die Gesichter von Anderson Cooper und Jodie Foster, die die US-amerikanische Durchschnittsgesellschaft kennt und dies dort in den US-Haushalten quer im Land durchdiskutieren wird.
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#6 luke12Anonym
  • 05.04.2007, 17:14h
  • Selbst auf die Gefahr hin, dass ich hier ziemlich allein stehe, aber ich persönlich finde diese Art von Zwangsouting einfach nur zum Kotzen. Von wegen wir wollen, dass sie aus dem Glasschrank kommen. Kohle verdienen auf Kosten anderer, sonst ist das gar nichts. Jodie Foster hat nie öffentlich zugegeben, lesbisch zu sein. Ja, mag sein, aber sie tritt mit ihrer Lebensgefährtin öffentlich auf und lässt auch keinen Zweifel daran, dass die beiden ein Paar sind.

    Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, sich selbst zu outen, oder es zu lassen. Hier sind doch sonst immer alle so tolerant und wettern gegen alles, was mit Zwang zu tun hat und plötzlich bekommt so eine Aktion einen riesigen Applaus. Ich habe den Zeitpunkt fürs Outing selbst bestimmt und ich bin gut damit gefahren. Ich hätte jeden gelyncht, der es gewagt hätte, das für mich zu erledigen. Klar, jetzt sagt ihr, das sind Prominente, bei denen sieht das anders aus. Falsch, nur weil man sich einen Ruf erarbeitet hat und in der Öffentlichkeit steht, ist das kein Freibrief für andere, das Privatleben dieser Menschen nur für die Kohle auszubreiten. Denn jedes Mal, wenn solche Stories gedruckt werden, steigert sich die Auflage um ein vielfaches. Ich arbeite in diesem Metier und ich weiß, wie da gearbeitet wird und dabei ist es völlig egal, ob es ein Homomagazin oder die Hausfrauenzeitung ist.

    Natürlich möchte ich auch, dass mehr Promis sich outen und klar will ich mehr positive schwul oder lesbische Vorbilder in der Öffentlichkeit, aber ich will es nicht um jeden Preis. Bei dem ein oder anderen hat ein solches Zwangsouting zu verheerenden Folgen geführt, bis hin zur Selbsttötung. Aber wem erzähl ich das. Das wisst ihr genau so gut wie ich.
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#7 Sascha N.Anonym
#8 JohnAnonym
  • 05.04.2007, 17:53h
  • also ich bin schon überrascht und auch ein wenig schockiert ,wenn ich hier lese,dass die große Mehrzahl das positiv und sinnvoll findet.
    Wenn Jodie Foster nicht über ihr Privatleben reden will,dann ist das ihre Entscheidung.Punkt.Das muss man respektieren.
    Es gibt auch genug Heterosexuelle,die nicht.über ihr Privatleben reden möchten und man akzeptiert ist.Ich muss mich nicht schämen schwul zu sein und kann doch trotzdem mein Privatleben schützen wollen und dei Menschen,die dazu gehören.Womöglich ein Adoptivkind oder meinen Partner.
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#9 SvenAnonym
  • 05.04.2007, 18:02h
  • Grundsätzlich hat Luke12 recht, allerdings ...

    Wenn man in der Öffentlichkeit steht hat man sich das erarbeitet, aber dennoch ist der Status auch eine Verpflichtung, denn nur Prominente können zu allen Menschen sprechen.

    Dies ist kein Freibrief, sondern ein Appell an die homosexuellen Prominenten.
    Alles andere sind nämlich nichts anderes als niedere BILD-Meldungen und in die Kategorie fällt auch ein Zwangsouting.

    Wer sich öffentlich mit seinem Partner/seiner Partnerin zeigt, hat sich selbst geoutet. Wenn man will kann man dazu noch extra schreiben, der er oder sie homosexuell ist. Aber das ist dann kein Zwangsouting, weil es schon vorher kein Geheimnis war.
    Ob es sich bei oben genannten Artikel überhaupt um ein Zwangsouting handelt bezweifele ich mal. Da es ja scheinbar bei allen schon öffentlich bekannt war. Nur explizit daraufhin gewiesen wurde bisher nicht.

    Denkt mal an den Fußball-Bericht, da gab es kein Zwangsouting und das wäre dann auch wirklich eines gewesen.
    Wenn Hape Kerkeling heute noch in allen Interviews gefragt wird, wann er gemerkt hat, dass er schwul ist, wird es ihn sicherlich nerven, aber es ist mit sicherheit kein Zwangsouting.

    Letztlich geht es eigentlich niemanden was an.
    Aber leider müssen wir Schwulen und Lesben immernoch um Aufklärung kämpfen.
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#10 ralfAnonym
  • 05.04.2007, 21:45h
  • wenn ich im rampenlicht stehen will, mich von den menschen bezahlen lasse und dann zu meiner eigenen sexualität lüge ist das betrug.

    ralf
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