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San Bernardino - Der amerikanische Comedy-Star Roseanne Barr hat sich bei ihren schwul-lesbischen Fans für ihre Angriffe gegen Homosexuelle in einem Radiointerview entschuldigt.

Sie hatte ihnen vorgeworfen, zu egozentrisch zu sein. "Niemals in meinen 54 Jahren habe ich einen Schwulen oder eine Lesbe aus der Community getroffen, die sich jemals zu irgendetwas anderem geäußert haben als zu sich selbst", meinte sie auf dem Sender KCAA in San Bernardino. "Sie kümmern sich nicht um niedrige Löhne, es interessiert sie keine andere Gruppe als die ihre, weil, wie manche Leute sagen, Homosexualität etwas ganz Narzisstisches ist, und ich wundere mich nur darüber."

Kurz nach der Verbalattacke ruderte die Komödiantin jedoch zurück und entschuldigte sich auf ihrer Website mit einem offenen Brief: "Ich bin nur eine große Idiotin, die manchmal eine zu große Klappe hat." Sie wolle sich aufrichtig entschuldigen, weil sie Dinge gesagt habe, ohne diese zuvor zu Ende zu denken. Sie liebe Schwule und Lesben und hasse Zerwürfnisse. "Lasst uns alle gemeinsam unsere Schlafzimmer, Küchen, Nachbarschaften und Gruppen verlassen, um zusammen zu kommen und eine gemeinsame Armee zu formen, die für Demokratie und ökonomische Gerechtigkeit steht", fügte sie pathetisch hinzu. (cw)



23 Kommentare

#1 lieblingsuliProfil
  • 12.04.2007, 17:21hStuttgart
  • @rosanne,

    Schlimm ist nur das du recht hast, wir sind extrem egozentrisch intollerant und haben in unseren Augen die Political Correctnes gepachtet.......

    Ich glaube nicht das man sich dafür entschuldigen muss einen reelen Blick auf sich selbst zu richten,

    Schlimm ist es wenn man soviel Angst vor Presse und Lobby zeigt als das man sich nach so einem Radiointerview entschuldigt. Wir leben nicht davon das man unsere Community schönredet und den amerikanischen "lasst uns alle Gemeinsam - Schwachsinn..."daher sinniert.

    Fragen wir uns doch mal selbst:

    Wenn wir etwas auf dieser Welt verändern wollen, denken wir eigentlich immer an uns.....

    Das ist OK, wir sollten es eben nur zugeben...
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#2 cole12Anonym
  • 12.04.2007, 18:14h
  • Ohne diese Entgleisung entschuldigen zu wollen, aber da hatte sie wohl einen schlimmen Tag, denn Roseanne Barr ist als eine der loyalsten Mitstreiter für die Belange der Gay Community in Amerika bekannt. Sie hat sich immer wieder für Schwule und Lesben, einem weitrechenden Adoptionsrecht und im Kampf gegen Aids offensiv eingebracht.

    Also was mich betrifft ist die Entschuldigung angenommen, bei anderen hätte ich da wesentlich mehr Probleme.
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#3 ManfredAnonym
  • 12.04.2007, 18:56h
  • @lieblingsuli

    Du nimmst mir die Worte aus der Feder!

    Roseanne hat einen erstaunlich sicheren Blick auf die Homo-Welt und mir tut es auch leid, daß sie sich hat hinreißen lassen, diese kritische Äußerung wieder zurückzunehmen.
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#4 konskiAnonym
  • 12.04.2007, 20:25h
  • tja, die schwulen, die nicht über ihr schwulsein reden, hält man auch allzuleicht für heteros...

    nicht nur für roseanne werden nur die narzistischen sichtbar.
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#5 MichaAnonym
  • 12.04.2007, 20:26h
  • Interessanterweise bekam ich in Florida (Fort Lauderdale) mal von einer Besitzerin eines schwulen Hotels die gleiche Darstellung zu hören:
    Schwule Amerikaner seien nur auf ihr Schwulsein fixiert. Und das sei öde und langweilig. Immer nur Body builden und Kerle aufreissen und um nur das dreht sich das Leben. Europäische Schwule dagegen seien viel geistreicher. Sie seien in vielen Sachen interessiert und wissen häufig politisch sehr gut Bescheid. Es sei absolut erfrischend europäische Schwule im Hotel zu haben.

    Ich denke, das Problem ist deshalb typisch amerikanisch. Dort ist Life eben immer Marketing. Hier zum Glück nicht.
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#6 rudolfAnonym
  • 12.04.2007, 20:49h
  • Stimmt! Wir sind nicht über jede Kritik erhaben. Vor allem, wenn sie ins Schwarze trifft!
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#7 SebiAnonym
  • 12.04.2007, 21:01h
  • Roseannes Äußerungen sind keine gerechtfertigten kritischen Anmerkungen, sondern waren ein unglücklicher Lapsus. Die Komödiantin wollte wohl etwas direktes offenes sagen, um einen Lacher zu landen. Das ging nach hinten los. Ähnlich wie ihre Gesangsnummer auf dem Sportplatz einst. Der Mensch macht Fehler. Dass sie die Äußerungen zurücknimmt, hat nichts mit Feigheit gegenüber irgendwelchen Lobbys zu tun, sondern mit Menschenverstand. Wer behauptet, Roseanne stünde ernsthaft hinter den Aussagen, die sie im Radio getätigt hat, untergräbt ihre Intelligenz. Und wer meint, dass die Dame wegen Presse und Lobby eingeknickt sei, untergräbt ihre Standhaftigkeit, die sie bei vielen unbequemen politischen Äußerungen längst bewiesen hat.
    MfG
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#8 FuffieAnonym
#9 LeRakiAnonym
  • 13.04.2007, 21:24h
  • An ihrer Stelle hätte ich mich nicht entschuldigt für die Äußerungen: hab sie gelesen und fand sie sehr ehrlich. Im Endeffekt verhgessen wir über unsere sexuelle Ausrichtung den Blick für andere Dinge, wir beginnen also, uns über unsere Homosexualität zu definieren: und das ist doch recht schade, denn welche hete tut so etwas? (abgesehen von ein paar proleten in talkshows?)
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#10 stromboliProfil
  • 14.04.2007, 10:57hberlin
  • nahe am ziel vorbei. Sicher ist Rosanne´s betrachtung der amerikanischen comunity treffend und der mangel an politischem bewustsein wird sichtbar an der zielsetzung und der art der umsetzung, aber es fehlt die analse einer jeden ,in ihren gleichheitsrechten behinderten/unterdrückten minderheit: sie braucht einen maßstab der sie unterscheidet. Ehe, ob homo oder nicht ,ist eben heterosexuelle norm in der die heteromännlichkeit eingescannt ist. Die fiktion- ich sehe aus und gebe mich wie ein hetero ,ist die immerwieder scheiternde selbstfindung aber auch der hinweis auf seine notwendigkeit! Emanzipation ist das lernen eben dieser unterschiede und benötigt eine nabelschau in der die wünsche und möglichkeiten ausgelotet werden. So besehen brauchen wir auch mehr zeit und raum der selbstbetrachtung. Ein erlerntes rollenspiel ,das es uns ermöglicht in diesem haifischbecken herterosexueller mann-definition zu überleben. Das macht die zentrierung auf unser ich und damit die überzogene nabelschau aus. Aber ohne läuft halt auch nichts ausser der übernahme heterosexueller normen. Anders gesagt: ohne die erlernung sexueller diversität endeten wir als verklemmte sch-westerwellen
    mit geringem identifikationsangebot, eben jene klemmschwestern die normaler sein wollen als der "normale"
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