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Canberra (queer.de) - Der australische Premierminister John Howard hat in einem Radiointerview gesagt, seiner Meinung nach sollten HIV-positive Flüchtlinge und Einwanderer keine Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Howard reagierte damit auf einen Bericht, nachdem im vergangenen Jahr 70 der 334 Neuinfektionen im Bundesstaat Victoria unter Einwanderern aufgetreten seien. Er wolle nun mehr Expertenmeinungen einholen und dann die Gesetze verschärfen. "Ich denke, wir sollten bundesweit die strengsten Maßstäbe ansetzen. Auch der Gesundheitsminister ist sehr besorgt", so Howard im Interview. "Es sollte vielleicht ein paar Regeln für humanitäre Härtefälle geben. Aber insgesamt bin ich für ein striktes Verbot". Wie die AAP berichtet, warfen die Teilnehmer einer HIV-Konferenz in Dar-es-Salaam dem australischen Regierungschef daraufhin vor, er wolle Aids als Waffe benutzen, um Afrikaner zu diskriminieren. Auch australische Oppositionspolitiker äußerten Entsetzen über den Kommentar Howards. (dk)

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#1 SvenAnonym
  • 16.04.2007, 15:43h
  • Unglaublich, das seine Partei noch so gut dasteht.
    Alles was von dem bisher nach Deutschland geschwabt ist, klang sehr Nazi-mäßig.
    Immer geht es gegen andere, vermeintlich schwächere. Und bei der Auswahl seiner Feindbilder zeigt sich der Faschismus: Es ist gegen Schwule, Lesben, Kranke (er hat auch glaube ich schon mal was gegen die Ureinwohner gesagt), Arme etc.
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#2 tuxAnonym
#3 Homo PoliticusAnonym
  • 16.04.2007, 18:26h
  • Die allgemeine Empörung kann ich nicht nachempfinden.

    Solange Barebacking so ausgesprochen populär ist, viele bewusst das Risiko einer HIV-Infektion eingehen und damit das Risiko einer Infektion auch für alle, die Safer Sex praktizieren, erheblich erhöhen, darf eine derartige Debatte nicht tabuisiert werden.

    Ganz im Gegenteil, ich würde mir sie auch in Deutschland wünschen.
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#4 SaschaAnonym
  • 16.04.2007, 23:42h
  • @Homo Politicus:

    Und ich würde mir eine Debatte über den nach wie vor verklemmten und vor allem homophoben Umgang mit Sexualität und sexueller Vielfalt gerade in den Schulen dieses Landes "wünschen" bzw. halte sie für dringend notwendig. Alles andere ist rechtspopulistischer Schwachsinn, der

    @tux ja aber laut aktuellen Umfragen auch bei den Australiern schon nicht mehr zu ziehen scheint. Unter der Labour-Partei wären jedenfalls auch auf dem fünften Kontinent deutliche gesellschaftspolitische Fortschritte zu erwarten.
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#5 SchorschAnonym
  • 17.04.2007, 23:22h
  • Moment mal...hab ich das jetzt richtig verstanden? Die Empörung entsteht darum, dass man in Australien darüber nachdenkt, HIV-Positive nicht mehr als Einwanderer zuzulassen? Es geht wohlgemerkt nicht um Asylbewerber oder Flüchtlinge, die in einer humanitären Not Zuflucht suchen. Die wollte der Premier ja ausdrücklich ausnehmen. Es geht um Einwanderer, also Leute, die einfach nur so aus freien Stücken sich in Australien niederlassen wollen. Und dafür die Aufnahmekritierien festzulegen, steht ja wohl jedem Staat völlig frei. Wenn sie Lust drauf haben, könnten sie auch nur noch blonde Linkshänder über 1,90 m aufnehmen. Oder einfach mal niemanden. Da hat doch niemand reinzureden.
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#6 stromboliProfil
  • 17.04.2007, 23:42hberlin
  • tja, geht nun einer aus humanitären gründen in ein land mit einer funktionierenden (so hoffe ich doch) medizinischen versorgung oder ist er nur blonder linkshänder mit HIV-status der einfach mal das land wechseln will . Bei den aufnahmekriterien wird mir bange. Aber gesetzt den fall ,du bist ebenfalls positiv , hast du auch nicht mehr den wunsch auf eine reise in die USA , eben weil du der belastung , die du darstellst für den durchschnittsaustralier/ami
    dir bewusst bist . Selektiver darwinismus! Die guten ins töpfchen, die schlechten ins ... so besehen bleibt den positiven nur noch der heimatliche friedhof .
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#7 tuxAnonym
  • 18.04.2007, 06:20h
  • Dafür hat sich immerhin Mister Howard für schärfere Waffengesetze eingesetzt....

    Was bei zu laschen Waffengesetzen a la VA rauskommt, sah man am montag....
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