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Die Republikanerin Midge Potts ist einer der schillernsten Figuren der US-Protestbewegung.

Von Dennis Klein

Sie ist Golfkriegveteranin, republikanische Kongress-Kandidatin und eine Transsexuelle. Midge Potts engagiert sich aber derzeit hauptsächlich als Demonstrantin gegen den Irak-Krieg: "Wir sollten keine Angst haben, unsere Meinung klar und deutlich zu sagen", meint sie. Darum ist sie aktives Mitglied in Code Pink, einer Antikriegsgruppe, die vor allem durch ihre pinke Kleidung auffällt. Meist ist Potts vor dem Weißen Haus oder dem Kongressgebäude anzutreffen.

Derzeit attackiert ihre Gruppe Hillary Clinton, Barack Obama und andere Präsidentschaftskandidaten, die sich der Meinung der Kriegsgegner zufolge nicht genug für den Rückzug aus dem Irak eingesetzt haben. "Weder Obama noch Clinton sind derzeit Friedenskandidaten", so Potts. "Die zeigen kein Engagement, den Krieg zu beenden."

Die 38-jährige Frau diente Anfang der 90er Jahre als Mitchell Eugene Potts auf der USS Yosemite. "Ich war stolz, im Militär zu sein", sagt sie jetzt. "Aber ich habe mich immer gewundert, warum wir dort tun, was wir tun. Es schien so, als ob wir den Persischen Golf besetzen würden."

Potts heiratete, nachdem sie ehrenhaft aus der Navy entlassen wurde. Sie ist der Vater einer jetzt siebenjährigen Tochter. Die Ehe hielt allerdings nur bis 2003. Aber schon vorher hatte Potts gewusst, dass sie anders war als ihre Kumpel. Nach der Scheidung wagte sie schließlich den entscheidenden Schritt und lebt nun ausschließlich als Frau: "Seit vier Jahren lebe ich so, wie ich bin. Aber schon als kleines Kind hab ich mich wie ein Mädchen gefühlt."

Sie engagierte sich in Code Pink, nachdem die Amerikaner Afghanistan angegriffen hatten. Letztes Jahr trat sie sogar im Vorwahlkampf an: Sie forderte sie in Missouri den republikanischen Abgeordneten Roy Blunt heraus, einen der mächtigsten Männer in Washington. "Ich trat als Republikanerin an, weil ich für die freie Marktwirtschaft eintrete", erklärte sie. Sie sammelte viel Erfahrung im Wahlkampf und brachte es auf immerhin sieben Prozent der Stimmen. Beim nächsten Mal will sie es besser machen. Irgendwann will Midge Potts die erste transsexuelle Abgeordnete in Washington sein – und von der anderen Seite gegen kommende US-Kriege kämpfen.

16. April 2007



#1 InteressantAnonym
#2 hwAnonym
#3 ÜwchenAnonym
  • 19.04.2007, 12:13h
  • Was ein zufall das eine Republikanerin die Demokratischen Kandidaten kritisiert. Die Republikaner sind ja natürlich alle dafür den Krieg zu beenden nur die bösen bösen Demokraten sind dagegen. Ich bin auch dagegen die USA soll endlich mal bluten für ihre Taten. Die haben das Land überfallen und absolut ins CHaos geführt und wollen jetzt abhauen?Erst wenn das Land wirklich sicher ist und wenn es eben noch 50Jahre dauert müssen sie da bleiben. Wenn es die US Regierung jedes mal mehrere hundert Milliarden kostet umso besser. Amerikanische Soldaten sind nicht mehr wert als Irakische Zivilisten. Nur weil jetzt mehr Amis dort sterben wollen die wieder abziehen? Dann haben wir im Irak bald das gleiche wie den Iran. Dankeschön USA
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#4 joergAnonym
  • 24.04.2007, 02:01h
  • toll, sie kritisiert Demokraten, die für den Krieg waren und ist selbst in der Republikanischen Partei. Ich finde, sie sollte zunächst einmal Bush kritisieren, der den Krieg mit seinen Neo-Cons angezettelt hat und zudem mit Gerichtsverfahren die Gleichstellung schwul-lesbischer Partnerschaften verhindern will.
    Schwule, Lesben, Transsexuelle und leider oft genauso dumm wie der Rest der Menschheit - aber das ist auch gut so!
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#5 SkeptikerAnonym