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Bentonville (queer.de) - Ein Mann aus Bentonville (US-Bundesstaat Arkansas) verlangt von seiner Heimatstadt 20.000 Dollar (rund 15.000 Euro) Schadensersatz, weil seine minderjährigen Söhne in einer öffentlichen Bücherei ein lesbisches Buch gefunden hätten, das sie einer immensen seelischen Belastung ausgesetzt habe. Er beruft sich auf ein regionales "Gesetz gegen Obszönitäten". "Sie waren fix und fertig. Es gab viele schlaflose Nächte in unserem Haus", so Earl Adams. Die 14 und 16 Jahre alten Jugendlichen hätten das Buch "The Whole Lesbian Sex Book" von Felice Newman entdeckt, als sie in der Bibliothek nach Informationen über Militärakademien gesucht hätten. Adams schrieb an den Bürgermeister, das Werk sei "sehr anstößig und hat keinen künstlerischen, literarischen und wissenschaftlichen Wert". Die Justizbeauftragte der Stadt sagte, eine Klage des gläubigen Christen sei aussichtslos, da das Buch nicht pornografisch sei. Die Bücherei prüft derzeit, ob ein "angemesseneres" Buch das beanstandete ersetzen könnte. Man gehe aber davon aus, dass es weiter der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werde. "Dann wird es zu Klagen kommen und zu einem Protest der Christen in unserer Stadt", drohte Adams. (dk)



16 Kommentare

#1 MarkusHBAnonym
  • 22.04.2007, 15:13h
  • *lol* Is klar... Der hat doch ganz gehörig einen an der Lampe... Aber wie man die Amis kennt, bekommt er das Schmerzensgeld zugesprochen...
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#2 FloAnonym
  • 22.04.2007, 15:46h
  • Anstatt legale Bücher verbieten zu wollen, sollte dieser Vater lieber mal seine beiden Söhne etwas umfassender und vielfältiger bilden...

    Dass die Konservativen nie andere Sichtweisen akzeptieren können und immer alles, was ihnen missfällt gleich verbieten wollen.
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#3 tuxAnonym
  • 22.04.2007, 16:12h
  • @Flo: Das mit der Bildung ist in den USA so eine Sache. Denn die meisten jungen US-Amerikaner haben eine Schulbildung, die unserer Grundschule ähnelt.

    Da die meisten Familien nicht das Geld für höhere Schulen aufbringen können, wird sich daran auch so bald nichts ändern.

    Es ist schon Paradox: In der Verfassung der USA ist zwar das Recht auf den Waffenbesitz festgeschrieben, nicht aber das Recht auf Bildung.

    Das Ergebniss sah man letzten Montag in Blacksburg/Virginia.

    Was auch sehr interessant und zugleich erschreckend ist: mein mann hat Verwandte, die in Alaska leben. Deren Tochter fragte ihn mal, wer der Präsident der vereinigten staaten von Europa wäre....
    "Who is the president of the United States of Europe actually?"
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#4 dantonblnAnonym
  • 22.04.2007, 16:48h
  • Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: es hatte schon gute Gründe, warum die Engländer seinerzeit die Puritaner aus ihrem Land geworfen haben....
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#5 SvenAnonym
  • 22.04.2007, 17:04h
  • Aha, interessante Ordnung in der Bib. Lesbenbücher bei Militär, klingt logisch.
    Scheint doch eher so, als ob die pupertierenden Jungs sich mal ein wenig an Frauen aufgeilen wollten.
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#6 DerDaAnonym
  • 22.04.2007, 20:39h
  • Warum waren die so traumatisiert? Vielleicht waren die ja schwul, daran denkt mal wieder keiner, oder? :P
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#7 PrinzesschenAnonym
  • 22.04.2007, 21:38h
  • Harharhar, traumatisiert, sehr gut. Wenn sich in dieser Angelegenheit überhaupt irgendjemand erschreckt hat, wird das der stolze Herr Papa sein: Als er erkennen musste, dass trotz aller Gebete sich seine beiden Bengel wie ganz normale Jungs entwickelt haben, und als solche sich in diesem Alter nun mal für Themen wie dieses interessieren.
    Allerdings würde ich angesichts der Schadenersatzforderung sowieso eher darauf tippen, dass hier einfach mit der Totschlagwaffe "verletzte religiöse Gefühle" ein paar Tausis abgezockt werden sollen. Die sind ja überhaupt eine praktische Sache, die religiösen Gefühle, sie rechtfertigen quasi jeden Schmu. Ich fühle mich regelrecht benachteiligt, weil ich keine habe. Kann ich deswegen eigentlich jemanden verklagen?
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#8 SebiAnonym
  • 22.04.2007, 21:47h
  • @Sven
    War auch mein erster Gedanke. Die armen Kindern (sich längst voll in der Pubertät befindliche Jugendliche) brauchen keinen Traumatisierungs-Schutz, sondern ordendlich einen hinter die Löffel.
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#9 LeRakiAnonym
  • 22.04.2007, 23:03h
  • äh...ja: wenn ich in Bibliotheken stöbere, fallen mir auf der suche nach Militärcamps auch immer sofort die lesbenbücher in meine hände...klar.

    ob der gute herr vater auch damit gerechnet hat, dass er vor allem die bürger seiner stadt gegen sich aufbringen wird, wenn er seiner heimat die tausender abzwackt? ob die es da so dicke haben, glaube ich nämlich nicht.

    und zum bereits angeschnittenen thema Bildung: eine bekannte aus massachusetts hat mir versichert, dass die schüler dort in den ersten 8 bis 10 schuljahren ausschließlich "amerikanische Geschichte" gelehrt bekommen: kein wunder also die allgemeine verklärtheit und das unwissen jenseits des großen teichs.

    ich finds ja interessant, dass der vater der söhne mal wieder die christen mitreinziehen muss...traut sich wohl nicht alleine gegen den ZORN aufgebrachter lesben???^^
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#10 JeanPaulAnonym
  • 23.04.2007, 08:26h
  • Helft mir bitte - wen kann ich hier verklagen?

    Meine beiden Kleinen sind nach der Lektüre von "Hänsel und Gretel" oder gar "Rotkäppchen" immer fix und fertig und dann gibt es viele schlaflose Nächte in unserem Haus.

    Wo krieg ich denn die mir fehlende Million her..?
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