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Hamburg (queer.de) - Morgen findet in der St. Georgs-Kirche am Hamburger Hauptbahnhof ab 20 Uhr ein Gedenkgottesdienst für die schwulen Opfer der Verfolgung in Deutschland statt. Anlass ist der 50. Jahrestag einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das die Nazi-Version des Paragrafen 175 gut hieß und erklärte, dass gleichgeschlechtliche Betätigung "eindeutig gegen das Sittengesetz" verstoße. Die Predigt wird Bischöfin Maria Jepsen halten. Jepsen beklagte nach Angaben der Nachrichtenagentur epd, dass biblische Worte viel zu lange gegen Schwule ausgelegt worden seien. Heute habe die Kirche jedoch "endlich begriffen, dass Gott auch die Homosexuellen geschaffen hat und liebt".

Michael Neumann entschuldigt sich im Namen der SPD

Der Hamburger SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Neumann will sich der epd zufolge beim Gottesdienst für die Rolle seiner Partei bei der Homo-Verfolgung entschuldigen. In Hamburg ist in den 50er und 60er Jahren gegen 100.000 Schwule ermittelt worden. Für den Senat spricht Staatsrat Dietrich Wersich (CDU) ein Grußwort.

Der Lesben- und Schwulenverband wird morgen anlässlich des Jahrestages eine Mahnwache vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe abhalten (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

11 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 09.05.2007, 13:36h
  • "Jepsen beklagte nach Angaben der Nachrichtenagentur epd, dass biblische Worte viel zu lange gegen Schwule ausgelegt worden seien. Heute habe die Kirche jedoch "endlich begriffen, dass Gott auch die Homosexuellen geschaffen hat und liebt". "

    Die katholische Kirche hat das noch lange nicht akzeptiert und wird das wohl auch nie akzeptieren!

    Übrigens: Wenn die Evangelen es wirklich ernst meinen, dann können sie doch schwule und lesbische Paare genauso verheiraten wie Heteros. Dann hätten sie schon mal 2 Mitglieder mehr (meinen Freund und mich)! Aber leider reden sie zwar nicht so schlimm wie die Katholiken, aber uns trauen tun sie dann doch nicht, was dann auch wieder Diskriminierung bedeutet...
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#2 holga-waldaAnonym
  • 09.05.2007, 16:43h
  • @ flo

    ..ja es wird wohl noch eine ganze weile dauern, bis die kirchen ihren frieden mit der evolution schließen. die evangelische scheint da auf gutem wege zu sein.schließlich ist auch der einfache klare umstand, dass der
    mensch gott schuf in diesen kreisen immer
    noch nicht anerkanntes allgemeinwissen.
    die umgekehrte sicht war halt seit jahrtausenden die einkömmlichere für die
    behaupter. die fragen sind eigentlich: werdet ihr es wieder tun ? gegen wen ? was verhindert ihr heute ? was billigt ihr schweigend, im moment ?
    in diesem zusammenhang ist erwähnenswert, dass man tote widerstandkäpfer sehr gerne mehr ehrt,
    als man überlebende unterstützete, solange sie noch lebten.
    gibt´s in kirchen spiegel ?
    ..trotzdem eine nette geste...
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#3 rudolfAnonym
  • 09.05.2007, 17:01h
  • @holda-walda

    Es ist viel mehr als ein nette Geste. Was meinst Du, wieviele fromme Katholen, Muslime und auch Evangelikale wegen dieses mutigen Gottesdienstes unter ihren Soutanen, Kaftanen und Lutherröcken mal wieder grimmig das Messer gegen Frau Jepsen wetzen werden. Auch und gerade die vielen Klemmschwestern unter ihnen...
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#4 grueneAnonym
  • 09.05.2007, 17:04h
  • warum habt ihr denn von der gruenen veranstaltung mit verfassungsrichter bryde und ads leiterin koeppen zu diesem thema nicht berichtet
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#5 tuxAnonym
  • 09.05.2007, 19:09h
  • @flo: ".....aber uns trauen tun sie dann doch nicht, was dann auch wieder Diskriminierung bedeutet......"

    Das ist so nicht ganz richtig. Im Einzugsgebiet der Braunschweigischen Landeskirche ist es durchaus möglich.
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#6 AndreAnonym
  • 09.05.2007, 19:14h
  • Ich finde es gut, dass die evangelische Kirche einen Gottesdienst für die verfolgten Schwulen veranstaltet.
    Insgesamt kann doch wohl niemand behaupten, dass eine Diskriminierung durch die evangelische Kirche erfolgt. Vielleicht ist die ev. Kirche noch nicht soweit eine Trauung von homosexuellen Paaren zu vollziehen, dennoch öffnet sie sich schon weiter zu dem Thema Homosexualität als sonst eine Kirche/ Religion der Welt.
    Davon abgesehen denke ich, dass man nicht zuviel erwarten kann, da die Gleichberechtigung der Frau beispielsweise auch nicht innerhalb von ein paar Jahren akzeptiert und auch von allen hingenommen wurde.
    Dieses zeigt einfach, dass die Homosexuellen noch mehr kämpfen müssen was sicherlich Erfolg haben wird, wie dieser Artikel zeigt.
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#7 holga-waldaAnonym
  • 09.05.2007, 19:52h
  • @ rudolf

    ...hast ja so gesehen recht, ein freund,
    evangelischer pfarrer, freut sich auch immer diebisch, wenn die herrschaften
    tanzen. ansonsen hat er eine pelzmantelgemeinde und nimmt denen
    geld für projekte in brasilien ab und verdirbt deren enkel hoffentlich nachhaltig mit eduardo galeano. die besten bekommen
    dann noch die schärferen sachen.

    de.wikipedia.org/wiki/Eduardo_Galeano
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#8 IdomeneoAnonym
  • 09.05.2007, 21:56h
  • Tja da sieht man mal den Unterschied zwischen den Evangelen und den Islamfaschisten. Wenn das in einer Moschee gewesen wäre, hätten die alle Schwulen am liebsten am Baukran aufgehängt wie z.B. im Iran üblich ist.
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#10 stromboliProfil
  • 10.05.2007, 10:07hberlin
  • das mea culpa der kirche und SPD kommt zu spät!
    Hunderttausende wurden wegen des verbrecherichen paragraphen verurteilt und ihrer zukunft beraubt .
    Sich in schamlosen sonntagsreden und beileidsbekundungen aus der verantwortung schleichen zu wollen ist der , für die überlebenden staatlicher willkür letzte angriff auf ihre verbliebene würde!
    Uneingeschränkte Rehabilation der Verurteilten mit öffentlicher entschuldigung ! Schadenersatz an Verurteilte und /oder deren Lebenspartnern ( da hätte dieser wurmfortsatz der solidarverpflichtung wenigstens einen sinn )oder anderweitige angehörige nach vorheriger prüfung , im falle das der verurteilte bereits verstorben .Siehe reglung mit holocaustopfern und deren hinterbliebenen . Die vorbehaltsklausel der verurteilung wegen verkehrs mit minderjährigen muß den heutigen maßstäben angeglichen werden !

    Das wäre der einzig akzeptable weg der entschuldigung ! Der rest bleibt öffentliche makulatur !
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